„Kinder des Widerstandes“ zu Gast beim Friedensbildungswerk

19. Juni 2022

Am 18. Mai fand im Friedensbildungswerk eine Veranstaltung mit Kölner „Kindern des Widerstandes“ statt, zu der auch die VVN Köln und die DFG/VK aufgerufen hatten. René Gymnich, Paul Bachmann, Reiner Zorn und Bruno Neurath-Wilson berichteten über den Widerstand ihrer Väter gegen den Nationalsozialismus. Die Geschichte von Heinrich Schulz wurde gelesen, da er im letzten Jahr verstorben war. Dieter Grützner, Sohn eines ehemaligen Edelweißpiraten, sprach die verbindenden Texte.

Die Broschüre kann gegen Spende von 5,- Euro bezogen werden über: info@kinder-des-widerstandes.de

Microphone Mafia in Köln

19. Juni 2022

„Jetzt müsst ihr weitermachen, meine Rache an den Nazis mit Musik, Worten und Herz weiterführen“, hatte die Auschwitzüberlebende Esther Bejarano auf dem Krankenbett gesagt. 2021 ist sie gestorben. Unter dem Motto „Wir machen weiter“ fand nun am 7. Mai, am Vorabend zum 8. Mai, den Esther sich als Feiertag gewünscht hätte, in Köln-Mülheim eine Lesung und ein Konzert von Joram Bejarano & Microphone Mafia statt.

08.Mai 2022: 77 Jahre Tag der Befreiung

20. Mai 2022

Der 77. Jahrestag des 08.Mai 1945 – dem Tag der Kapitulation Deutschlands – stand im Zeichen des Krieges in der Ukraine. Neben der Rede des Vorsitzenden der VVN-BdA Köln, Peter Trinogga, sprachen Elvira Högemann vom Kölner Friedensforum und Eva Aras, Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln – Wolgograd e.V. . Die Reden dokumentieren wir im Folgenden:

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Auch 77 Jahre nach der Befreiung: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!

30. April 2022

Als vor 77 Jahren Deutschland durch die Truppen der Alliierten und den Kampf der Widerstandsbewegungen in den von der Wehrmacht besetzten Ländern Europas vom Faschismus befreit wurde, kehrte auf unserem Kontinent endlich wieder Friede ein. Der Krieg, der von Deutschland ausging und nach Deutschland zurückkehrte, hatte etwa 60 Millionen Menschenleben gekostet, viele Gebiete in Osteuopa waren nur noch verbrannte Erde.

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WIR MACHEN WEITER: Bejarano & Microphone Mafia

26. April 2022

Sa, 7.Mai 2022 um 19:00Uhr


Im Jahr 2008 finden Menschen zu einem Projekt zusammen, die augenscheinlich unterschiedlicher
nicht sein können: die Mitglieder der seit 1989 bestehenden HipHop-Combo „Microphone Mafia“
und die Holocaustüberlebende Esther Bejanaro (1924-2021) mit Sohn Joram und Tochter Edna.
Dies ist nicht nur der Beginn eines musikalischen wie politischen Projektes, sondern auch der
Beginn einer Freundschaft. Jahrzehntelang ist Esther Bejarano eine der wichtigsten Stimmen in
Deutschland im Kampf gegen Antisemitismus, Faschismus und Nationalsozialismus. Ihren Worten
am Krankenbett „Jetzt müsst ihr weitermachen, meine Rache mit Musik, Worten und Herz
weiterführen“ folgend, stehen Kutlu Yurtseven (Microphone Mafia) und Joram Bejanaro unter dem
Motto „wir machen weiter“ wieder auf der Bühne. Dank ihrer zahlreichen Texte bleibt Esther
Bejanaro auch mit dabei.

Eintritt: 10€ (ermäßigt: 7€)
Et Kapellche e.V.
Holsteinerstr. 1
Köln – Mülheim

Infos und Tickets: www.etkapellche.de


Lesung: Mit Mut und List – Europäische Frauen gegen Faschismus und Krieg

15. Februar 2022

15. März 2022, 19 Uhr

NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, Appellhofplatz 23-25

Vorgestellt von Florence Hervé

Widerstand von Frauen gegen den Nationalsozialismus wurde lange nicht gewürdigt, erzählt und erinnert. Dabei waren Frauen in Europa an allen Formen des antifaschistischen Widerstands beteiligt, haben Verantwortung übernommen und besondere Formen der Résistance entwickelt. Ob im Kurierdienst, bei der Untergrundpresse, der Fluchthilfe oder selbst an den Waffen.

Sie haben für Freiheit, Frieden und Menschenrechte gekämpft und zur Befreiung von der NS-Herrschaft beigetragen.

Mit ihrem Buch „Mit Mut und List“ erinnert Dr. Florence Hervé an diesen Frauenwiderstand in Europa und stellt einige Widerstandskämpferinnen vor. Mit Texten und Einspielung von Liedern aus dem antifaschistischen Widerstand.

Es liest: Christiane Lemm

Veranstalter:

Kölner Frauengeschichtsverein, Verein EL-DE-Haus, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum

Es gilt 2G. Anmeldung erforderlich unter: nsdok@stadt-koeln.de

Flyer:

Erinnern – eine Brücke in die Zukunft

22. Januar 2022

Wir gedenken der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz und der Millionen Opfer des Nationalsozialismus.

Dieses Mal richten wir unseren Blick auf die Kölner Gesundheitspolitik während der NS-Diktatur. Grundlegend für sie waren Hitlers Ausführungen in „Mein Kampf“: „Der Staat muss Sorge tragen, dass nur, wer gesund ist, Kinder zeugen darf. Umgekehrt aber muss es als verwerflich gelten, gesunde Kinder dem Staat vorzuenthalten.“ (1925)

Direkt ab 1933 missbrauchen die Nazis das öffentliche Gesundheitswesen für ihre menschenverachtende Selektionspolitik. Ärzt*innen verletzen den im hippokratischen Eid festgelegten Leitgedanken, die Würde jedes einzelnen Kranken zu achten und ihn vor Schaden zu bewahren.Dem Nationalsozialismus dagegen geht es um die „Gesundheit des Volkskörpers“ und um „Rassenhygiene“. Die Ärzteschaft wird zu einer der wichtigsten Säulen zur Durchsetzung der ‚Rasse‘-Politik. Mit dem NS-Ärztebund bilden sie bald die größte Berufsgruppe innerhalb einer Parteiorganisation. Für die Bevölkerung wiederum wird es als Pflicht definiert, gesund und leistungsfähig zu sein, um dem Staat dienen zu können.

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Gedenken an Edelweißpiraten

2. Januar 2022

Am 10. November wurde in Ehrenfeld der an diesem Tag 1944 hingerichteten Edelweißpiraten gedacht sowie der Zwangsarbeiter, die nur wenige Tage zuvor an dieser Stelle ermordet wurden. Für den erkrankten Rolly Brings war das Markus Reinhardt Ensemble gekommen. Mit Wolfgang Schwarz, dem Bruder des hingerichteten Günther Schwarz, ist nun auch der letzte noch lebende Kölner Edelweißpirat gestorben. An dem Mahngang, der wie jedes Jahr am Platz der ehemaligen Synagoge in der Körnerstraße begann, und an der Kundgebung nahmen mehr als 150 Menschen teil.

Editorial der aktuellen Zeitung

2. Januar 2022

Liebe Mitglieder und Freunde der Kölner VVN-BdA,

liebe Kameradinnen und Kameraden,

wenn diese Zeitung bei Ihren Leserinnen und Lesern angekommen sein wird, haben wir wahrscheinlich eine neue Bundesregierung. Viele Menschen erfüllt das mit Genugtuung – nach 16 Jahren Regierungen, deren Kanzlerin Merkel hieß, wollten sie eine Veränderung. Ob die laut Koalitionsvertrag anstehenden Veränderungen wirklich grundsätzliche Richtungswechsel sein werden, darf bezweifelt werden. Zumindest in der Frage Frieden und Abrüstung, scheint es eher noch schneller in Richtung Aufrüstung und (zumindest verbal sich zuspitzender) Kriegsrhetorik zu gehen. Die Bewaffnung der in Israel für die Bundeswehr erstandenen Drohnen, vor der Wahl von der SPD noch mit vielen Fragezeichen versehen, ist unter den neuen Koalitionären mittlerweile unumstritten. Dass die deutsche Fregatte, die derzeit im Pazifik unterwegs ist und u.a. den Druck auf China erhöhen soll, umgehend zurückbeordert würde, ist nirgends zu lesen und es steht zu befürchten, dass die designierte Außenministerin Baerbock, ihren sozialdemokratischen Kollegen Maas in antirussischer und antichinesischer Rhetorik noch übertreffen wird.

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31. Mahnwache „Gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus – Für Toleranz und soziale Gerechtigkeit“ am 13. November 2021 an der Kirche St. Joseph

2. Januar 2022

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Mahnwache wurden von Walborg Schröder, VVN/BdA begrüßt. Wir dokumentieren ihre Rede:

„Ich freue mich, dass ich Sie im Namen der Veranstalter – der VVN-BdA – und des DGB zu unserer traditionellen, nunmehr 31. Mahnwache aus Anlass der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 begrüßen darf. Ich bin als 88-Jährige Bewohnerin in einem Seniorenheim in Kürten von der 1. Mahnwache an jedes Jahr dabei. Der 9. November war das Signal der Nazis zur massenhaften industriellen Vernichtung jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger. Die Erinnerung, die daran immer wach gehalten werden muss, damit sich so etwas nicht wiederholen kann, hat einen Ort. Hier ganz in der Nähe im ehemaligen Stellawerk, gab es ein „wildes“ KZ der SA, in dem Menschen aus unserer Stadt – Juden, Kommunisten, Sozialdemokraten, Christen – gefangen gehalten, misshandelt und in Konzentrationslager deportiert wurden.. So erinnert eine Gedenktafel an sie. Ich danke der Kirchengemeinde St. Joseph für die Möglichkeit, auf ihrem Gelände dieser Opfer zu gedenken, in der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie, die besondere Anforderungen an uns alle stellt.

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