Keine städtischen Räume für die AfD

13. Dezember 2018

Am 20. Dezember führt die AfD in den städtischen Räumlichkeiten der Kölner Volkshochschule im Rautenstrauch-Joest-Museum eine Veranstaltung durch.
Das ist eine Zumutung!

Seit dem Bundesparteitag der AfD im letzten Jahr bekommt die AfD von privaten Besitzern in Köln keine Räumlichkeiten für ihre Veranstaltungen, daher drängt sie in städtische Häuser. Mit einer privaten Veranstaltung ist ihr das im Bürgerhaus Stollwerck gelungen. Keine städtischen Räume für die AfD weiterlesen »

Rede von Prof. Dr. Gudrun Hentges auf der Kölner Kundgebung zur Reichspogromnacht

22. November 2018

Wir gedenken heute der Pogromnacht vor 80 Jahren.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November wurden in Köln – wie auch im gesamten Reichsgebiet und in Österreich unzählige Wohnungen und Geschäfte von Juden verwüstet, jüdische Familien wurden in ihren Wohnungen überfallen, misshandelt und ermordet, hunderte Kölner Juden wurden verhaftet und im Konzentrationslager Dachau inhaftiert, die Synagogen in der Roonstraße, der Glockengasse und der Körnerstraße wurden in Brand gesteckt, die Synagoge in der St. Apern Straße wurde verwüstet; zerstört wurden die Synagogen in Mülheim und Deutz. Wenige Tage später, am 12. November 1938, wurde die vollständige Enteignung der Juden beschlossen.

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80. Jahrestages der Reichspogromnacht in Bergisch-Gladbach

16. November 2018

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Rede von Peter Trinogga, Vorsitzender der VVN-BdA Köln bei der Mahnwache anlässlich des 80. Jahrestages der Reichspogromnacht in Bergisch-Gladbach:

Bild von Klaus Müller

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Willnecker,


liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
verehrte Anwesende,

Wenn der Begriff des Schicksalstages überhaupt einen Bezug zur Realität hat, dann können wir mit Fug und Recht den 9. November einen Schicksalstag der neueren deutschen Geschichte nennen. In diesem Jahr begehen wir an diesem 9. November gleich zwei runde Gedenktage: Vor 100 Jahren wurde durch eine Revolution, ausgelöst durch einen Aufstand von Matrosen, die nicht bereit waren, in einer letzten großen Seeschlacht zum Ruhm des Reiches verheizt zu werden, das marode Kaiserreich gestürzt und eine parlamentarische Demokratie eingeführt. In kürzester Zeit schlossen sich den Roten Matrosen in ganz Deutschland hunderttausende Menschen an und schickten nicht nur den Kaiser nach Holland sondern alle Herrscherhäuser in den vielen deutschen Teilstaaten gleich mit auf den Müllhaufen der Geschichte. Der erste Weltkrieg, das große Menschenschlachten, konnte nur so endlich beendet werden.

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Bonn stellt sich quer: Am 18.11.2018 der extrem rechten „Identitären Bewegung“ entgegenstellen

10. November 2018

Wenn Nazis, wenn Rassisten sich in Bonn treffen oder aufmarschieren, ist offener Widerspruch, ist Gegenwehr angesagt. Wir wollen es nicht zulassen, dass Hass geschürt, dass anders als die Mehrheit Lebende ausgegrenzt und hierhin geflüchtete Menschen und andere Migrant*innen bedroht und angegriffen werden. Bonn stellt sich quer: Am 18.11.2018 der extrem rechten „Identitären Bewegung“ entgegenstellen weiterlesen »

„Der Brandstifter“

29. Oktober 2018

Sonntag, 9. Dezember 2018, 11 Uhr

„Der Brandstifter“. Martin Walsers Rede in der Frankfurter Paulskirche (1998). Der Kern der Rede war die Feststellung, die Deutschen seien wieder ein „normales Volk“, das keiner staatlich verordneten „Resozialisierung“ wegen vergangener Verbrechen bedürfe. Vortrag von Hannes Heer im Rahmen der Reihe „Der Skandal als vorlauter Bote“, Filmausschnitte: HR, rbb. Forum Volkshochschule, Cäcilienstr. 29-33 (im Rautenstrauch-Joest-Museum)

Die Wehrmachtsausstellung oder die Rückkehr der Täter (1996 -1999)

29. Oktober 2018

Sonntag, 11. November 2018, 11 Uhr

Die Wehrmachtsausstellung oder die Rückkehr der Täter (1996 -1999). Vortrag von Hannes Heer im Rahmen der Reihe „Der Skandal als vorlauter Bote“, Filmausschnitte: Ruth Beckermann „Jenseits des Krieges“ (1995), Forum Volkshochschule, Cäcilienstr. 29-33 (im Rautenstrauch-Joest-Museum)

80 Jahre Reichspogromnacht

29. Oktober 2018

Freitag, 9. November 2018, 18 Uhr

80 Jahre Reichspogromnacht, Gedenkveranstaltung in der Friedenskirche, Wallstraße, Köln-Mülheim, gemeinsame Veranstaltung von Geschichtswerkstatt Mülheim, ev., kath. und jüd. Gemeinde, anschließend Gang zur ehemaligen Synagoge auf der Mülheimer Freiheit

Gedenkveranstaltung zum Novemberpogrom 1938

29. Oktober 2018

Donnerstag, 8. November 2018, 17.30 Uhr

Gedenkveranstaltung zum Novemberpogrom 1938, Synagoge Roonstraße, Einlass ab 16.45 Uhr, es sprechen ein Vorstandsmitglied der Synagogengemeinde und Dr. Jürgen Wilhelm, Vorsitzender der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Neues vom rechten Rand

29. Oktober 2018

Im Rahmen einer Bustour haben sog. „Lebensschützer“ am 10.September in der Kölner Innenstadt gegen Sexualaufklärung protestiert. Dabei wurden sie von 600 Gegendemonstranten empfangen. Kurze Zeit später sorgte ein Schaufenster der Marien-Buchhandlung in der Pipinstraße für Empörung. Gezeigt wurde ein Bild des Wiesbadener Südfriedhofs mit der Überschrift „Kindermord.org: Abtreiben macht frei“ in bildlicher Anlehnung an den Schriftzug „Arbeit macht frei“ über dem Tor des damaligen KZ Auschwitz-Birkenau. Der Geschäftsführer der Buchhandlung entpuppt sich als Kuratoriumsvorsitzender einer „Mahn- und Gedenkstätte für die im Mutterleib ermordeten Kinder Deutschlands“. Gegen den militanten Abtreibungsgegner wurde Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt. Die rechte Facebook-Gruppe „Begleitschutz Köln“ marschierte am 29.September „gegen Extremismus und Gewalt“ am Breslauer Platz auf. Gegen die Kundgebung der 80 Rechten demonstrierten 600 Menschen. Und die AfD ? Die „Junge Alternative“ des Kölner AfD-Bezirksverbandes verbrachte unlängst einen „herrlichen Tag auf dem Schießstand“. „Drei verschiedene Waffen konnten getestet werden“, heißt es begeistert auf deren Facebook-Seite. Der Kölner AfD-Landtagsabgeordnete Roger Beckamp besuchte unterdessen Mitte Oktober das Haus der „Kontra Kultur Halle“. Die ist Teil der extrem rechten „Identitären Bewegung“. Ferner hat das Kölner Amtsgericht den Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Stadtrat, Wilhelm Geraedts, wegen Körperverletzung zu 2000 Euro Geldstrafe verurteilt. Der 59-jährige Berufssoldat im Ruhestand hatte bei einer Kundgebung im Dezember 2017 auf dem Breslauer Platz einen Gegen-demonstranten verletzt. Dem Betroffenen muß Geraedts nun ein Schmerzens-geld bezahlen (hma).

Krieg beginnt hier! Setzen wir Zeichen für den Frieden!

29. Oktober 2018

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300 Menschen demonstrierten am 3. Oktober in Kalkar gegen die dortigen Kommandozentralen der Luftwaffe von Bundeswehr und NATO. Auf Spruchbändern setzten sie „Ein Zeichen für Frieden“. Auch aus Köln hatten sich Friedensgruppen am frühen Morgen auf den Weg Richtung Kalkar gemacht. Kathrin Vogler, friedenspolitische Sprecherin der LINKEN im Bundestag betonte in ihrer Rede auf dem Marktplatz von Kalkar: „Wir wollen keine Speerspitze und keine Drohkulissen, sondern Frieden und Verständigung mit unseren russischen Nachbarn. Wir wollen ein Europa, in dem Russland ebenso selbstverständlich seinen Platz hat wie die EU-Mitgliedsländer. Deswegen muss die NATO weg und sie muss ersetzt werden durch ein kollektives Sicherheitssystem, das Russland einbezieht. Wir sagen: verhandeln statt schießen!“ Der Gewerkschafter Thomas Keuer warb für die Unterstützung der Unterschriftensammlung „Abrüsten statt Aufrüsten“, mit der sich schon 100.000 Unterzeichner gegen die geplante Verdoppelung des deutschen Militäretats gewandt haben.

 

Quelle: www.demo-kalkar.de, Fotos: R-mediabase

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