Wichtige Projekte: MitarbeiterInnen gesucht

28. Februar 2026

In unserer letzten Jahreshauptversammlung hatten wir es bereits angekündigt und diskutiert: Vor unserer Kölner Organisation stehen zwei wichtige Projekte, die wir in diesem, bzw. dem kommenden Jahr realisieren wollen. Es handelt sich dabei einmal um die Neuauflage unseres antifaschistischen Stadtplans und zum anderen um den achtzigsten Geburtstag der Kölner VVN. Beide Projekte haben indirekt miteinander zu tun und beide können vom Vorstand nur mit Unterstützung aus dem Kreis der Mitglieder realisiert werden.

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NRW-Appell mit großem Erfolg gestartet

28. Februar 2026

Die Petition „NRW-Appell AfD-Verbot“ ist seit einiger Zeit online und es haben bereits mehr als 33.000 Menschen unterschrieben. Das ist ein überwältigender Start.

Weitere Unterschriften sind wichtig, um Druck auf die NRW-Landesregierung auszuüben. Eine Entscheidung in NRW, für ein Verbotsverfahren im Bundesrat zu stimmen, kann der Debatte um ein Verbotsverfahren bundesweit die entscheidende Wende geben.

Hier könnt Ihr unterstützen: https://weact.campact.de/p/nrwappell

Verbreitet die Information über diesen Appell in eurem Bekannten- und Freundeskreis, unter Arbeitskolleg*innen und überhaupt. Bis Juni sollen mindestens 100.000 Unterschriften zusammen kommen und für eine breite gesellschaftliche Diskussion sorgen.

Je schneller der Appell breite Unterstützung bekommt, desto größer ist der Effekt.

Auf der Pressekonferenz in Köln zur Vorstellung des NRW Appells sprach unter anderem auch der Historiker Dr. Fritz Bilz:

Videolink: https://youtu.be/sXZp6nnQhIU

Auschwitzgedenktag 2026in der Kölner Antoniterkirche: Blick auf die NS-Geschichte der Kölner Universität

28. Februar 2026

Die 1919 wieder gegründete Universität galt als liberal, dennoch waren Rassismus und namentlich  Antisemitismus verbreitet. Der Romanist Victor Klemperer bewarb sich 1926 vergeblich und notierte:

„Es gibt liberale und reaktionäre Universitäten. Die reaktionären nehmen keine Juden; die liberalen haben immer schon zwei Juden und nehmen keinen dritten.“

Eine Kandidatur zum Rektorenamt des evangelisch getauften Juden Gustav Aschaffenburg, ein medizinischer Kriminologe, wird im Sommer 1932 verhindert, als der NS-Studentenbund Protestaktionen androht.

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25 Jahre danach – Gedenken an den Bombenanschlag in der Probsteigasse

28. Februar 2026

Am 19. Januar 2001 explodierte in der Probsteigasse eine vom NSU deponierte Bombe in dem Kiosk einer deutsch-iranischen Familie und verletzte die Tochter schwer. Zum Gedenken am 25. Jahrestag des Anschlags kamen an die hundert Menschen, legten Blumen an der Gedenktafel nieder. Akiko Arendt begleitete die kurze Kundgebung auf der Violine. Anschließend fand im Jugendzentrum Klingelpütz eine Podiumsdiskussion statt, die die Initiative Herkesin Meydani – ein Platz für alle organisiert hatte. Auf dem Podium RA Edith Lunnebach, die die Familie im NSU-Prozess in der Nebenklage vertreten hatte, Gamze Kubasik, deren Vater vom NSU erschossen wurde und  Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz, auch sie Vertreterin der Nebenklage, aber vor allem als selbst Betroffene von rechter Gewalt. Einig waren sich alle, dass der Prozess in München viele Fragen ungeklärt gelassen hat, obwohl klar war, dass die Taten nicht ohne Helfer vor Ort hätten durchgeführt werden können. Noch heute wird den Rechtsanwälten der Nebenklage kein Einblick zum Beispiel in die neuen Verhörakten von Beate Zschäpe gewährt, die angeblich neue Aussagen gemacht hat, um evtl. doch vorzeitig freizukommen. Seda Basay-Yildiz’ Familie steht unter Polizeischutz, weil sie vom sog. NSU 2.0 bedroht wird.

Gamze Kubasik und Semiya Simsek haben inzwischen ein vor allem an Jugendliche gerichtetes Buch geschrieben darüber, wie die Morde sie aus ihrem bisherigen Leben gerissen haben. Sie wollen, dass die Taten des NSU nicht vergessen werden und setzen sich ein für eine Zukunft ohne Rassismus.

Aufruf zum Internationalen Tag gegen Rassismus

28. Februar 2026

Im Frühjahr und Sommer diesen Jahres finden zahlreiche Kommunal- und Landtagswahlen statt. Die Lage ist bitter ernst: Denn wenn die AfD mitregieren kann und ihr Einfluss größer wird, drohen: schädliches Einwirken auf demokratische Institutionen, Justiz, Sicherheitsapparate, Öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Bildung, Wissenschaft, Eingriffe in die Freiheit von Kunst und Kultur!

Rechtsextreme und rassistische Parteien – so auch die AfD – in Europa werden sowohl vom imperialistischen Demokratieverächter Trump und seiner Milliardärsclique als auch vom Kriegsverbrecher Putin und seinen Oligarchen offen unterstützt. Diese Parteien zielen darauf ab, demokratische Institutionen zu zerstören, Migrant:innen, Ge- flüchtete, Arme, Obdachlose, LSBTIQ* und Feministinnen auszugrenzen und zu drangsalieren.

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Termine

28. Februar 2026

Samstag, 7. März 2026, 14 Uhr: Hitlers Weg in den Zweiten Weltkrieg und wie die Hitlerjugend in den Petershof kam.
Die völkerrechtswidrige Remilitarisierung des Rheinlands ab dem 7. März 1936 war ein entscheidender Schritt von Hitler in seiner Vorbereitung des Zweiten Weltkriegs. Auch in Köln kehrte die Wehrmacht in ihre alten Kasernen zurück. Eine Reitergruppe der Hitlerjugend musste daher eine Kaserne in Köln-Riehl verlassen und die Stadt Köln stellte ihr die leer stehenden Wirtschaftsgebäude des Petershofs in Köln-Müngersdorf zur Verfügung. Heute wird der Petershof von einem genossenschaftlichen Kultur- und Wohnprojekt wieder nutzbar gemacht. Ort: Petershof, Lövenicher Weg 9-11, 50933 Köln-Müngersdorf

14.00–15.30 Uhr: „Hitlers rheinische Ouvertüre“. Zur Wiederbesetzung der entmilitarisierten Zone am Rhein vom 7. März 1936. Vortrag von Dr. Alexander Wolz mit anschließender Aussprache

15.30–16.00 Uhr: Pause mit Snacks und heißen Getränken, und Führung durch das ehemalige „Reiterheim“ der HJ

16.00–17.30 Uhr: „Denkmal der Zukunft – Mahnmal der Vergangenheit“. Wir werden über die Tätigkeit der Hitlerjugend im Petershof berichten und wie hier junge Menschen auf die nationalsozialistische Ideologie eingeschworen und ganz praktisch auf ihren Einsatz im Krieg vorbereitet wurden. hof.org/geschichte/

Abschluss: Gang zum „Gedenkort Deportationslager Köln-Müngersdorf 1941–1945“, der sich in unmittelbarer Nähe des Petershofs befindet.

Donnerstag, 19. März, 18 Uhr: 80 Jahre Entnazifizierung: Grandios gescheitert oder doch etwas gelernt? Anfang März 1946 legten die Alliierten mit dem „Gesetz zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus“ die Entnazifizierung in deutsche Hände. Doch darüber, wie erfolgreich die Entnazifizierung der Deutschen war, gehen die Meinungen auseinander. Es diskutieren Christoph Schäfer (Deutschlandfunk) und die Historikerin Dr. Hanne Leßau (NS-Dok) mit dem Autor Jakob Springfeld und dem Historiker Dr. Johannes Spohr, NS-Dok, Appellhofplatz 23-25

„Keine Ehrungen für NS-Täter durch das Studentenwerk und die Uni Bonn!“

28. Februar 2026

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Mit dem Ulrich-Haberland-Haus in Bonn (Auf dem Hügel 16) und den Auszeichnungen für Ulrich Haberland gedenken Studierendenwerk und Uni Bonn bis heute aktiv einem NS-Täter.

Ulrich Haberland war während des Nationalsozialismus NSDAP-Mitglied und Vorstand im I.G. Farben Konzern. Dieser profitierte während des Nationalsozialismus massiv von der Ausbeutung von Zwangsarbeit und ließ sogar mit Auschwitz Monowitz ein eigenes Konzentrationslager bauen. Regelmäßig wurden „arbeitsunfähige“ Häftlinge im nahen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau in den Gaskammern ermordet. Nach dem Krieg wurde Haberland Vorstandsvorsitzender in der Bayer AG und machte Karriere in der Politik. Die Auszeichnungen durch die Uni Bonn sind Ausdruck der bis heute fehlenden umfassenden Aufarbeitung der deutschen Nazivergangenheit und ihrer Kontinuitäten.

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25. Jahre danach!

9. Januar 2026

Einladung zum gemeinsamen Gedenken an den rassistischen Bombenanschlag in der Probsteigasse

Dear Esther – Liebe Esther

9. Januar 2026

Film- und Liederabend zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz und in Gedenken an Esther Bejerano und ihrem Einsatz für eine bessere Welt!

Erinnern – eine Brücke in die Zukunft

4. Januar 2026

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Wenn kritisches Denken mit Machtpolitik unterdrückt wird, wenn Studierende Gelerntes nicht mehr hinterfragen dürfen, werden Demokratie und Menschlichkeit Schaden nehmen. Die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre muss verteidigt werden und frei sein von politischer und finanzieller Einflussnahme. Deshalb wollen wir an diesem 27. Januar erinnern an die NS-Geschichte der 1919 neu gegründeten Kölner Universität.

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