Antifaschismus muss gemeinnützig bleiben! Schwerer Angriff auf die VVN-BdA

24. November 2019

Am 4. November hat das Finanzamt für Körperschaften I des Landes Berlin der Bundesvereinigung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) e.V. die Gemeinnützigkeit entzogen. Damit verbunden sind vorerst Steuernachforderungen in fünfstelliger Höhe, die noch in diesem Jahr fällig werden. Weitere erhebliche Nachforderungen sind zu erwarten und auch zukünftig drohen wesentlich höhere steuerliche Belastungen. Damit ist die VVN-BdA in ihrer Existenz bedroht. Antifaschismus muss gemeinnützig bleiben! Schwerer Angriff auf die VVN-BdA weiterlesen »

75 Jahre Zerschlagung des Nationalkomitees Freies Deutschland – Eine Gedenkfahrt

30. Oktober 2019

Am Sonntag den 24. November 2019 von 11 bis 14 Uhr

Treffpunkt vor dem EL – DE Haus, dem NS – Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Vor 75 Jahren, am 24. November 1944 stürmte die Gestapo das Haus am Sülzgürtel 8 in Köln Klettenberg. Dort befand sich die Zentrale des Nationalkomitees Freies Deutschland. 75 Jahre Zerschlagung des Nationalkomitees Freies Deutschland – Eine Gedenkfahrt weiterlesen »

Mahnwache in Bergisch Gladbach: Man muss nicht Ausländer sein, um zu verstehen, was in Deutschland geschieht

30. Oktober 2019

Seit 29 Jahren erinnert in Bergisch Gladbach eine Mahnwache an die Reichspogrom­nacht vom 9. November 1938, als in Deutschland Synagogen und jüdische Geschäfte in Brand ge­steckt wurden. Beinah 75 Jahre nach Ende des Naziregimes sind wir, durch den geplanten Anschlag auf die Synagoge in Halle und dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, Zeugen geworden, dass Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus noch nicht überwunden sind. Walborg Schröder, Gründerin und Initiatorin der Mahnwache blickt mit Sorge auf die aktuellen Ereignisse und sagt: „Gegen Antisemitismus und Rassismus, für Toleranz und soziale Gerechtigkeit“ ist heute aktueller denn je und hat einen bedrückenden Gegenwartsbezug“.

Getragen wird die Mahnwache vom VVN-BdA* und dem DGB im Rheinisch-Bergischen Kreis. Sie findet traditionell in der Nähe des ehemaligen Stellawerks statt. Das Werk wurde 1933 von der SA als „wildes“ Konzentrationslager genutzt, in dem Op­po­si­tio­nelle und Juden gefoltert und bis zum Abtransport in ein Todeslager gefangen gehalten wurden.

Für den DGB ist fundamental, ein Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus zu setzen. „Die Novemberpogrome vom 1938 markieren den Übergang von der Diskriminierung der Juden zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später zum Holocaust führten. „Wir als Gewerkschafter werden es nicht zulassen, dass in Deutschland wieder Novemberpogrome stattfinden, egal wem gegenüber“ so Damian Warias, Gewerkschaftssekretär der DGB-Region Köln-Bonn: „Wir müssen laut sagen, dass alle Formen der Diskriminierung nicht zum normalen politischen Leben gehören, dass wir uns an rassistische und faschistische Äußerungen der undemokratischen Parteien und Gruppierungen nicht gewöhnen werden. Hier gilt es für uns klare Kante zu zeigen. Faschismus und Rassismus sind Verbrechen und gehören nicht zu unserer Gesellschaft!“

Die Mahnwache findet am Samstag, dem 9. November 2019, von 11:00 Uhr bis ca. 12:00 Uhr, auf dem Gelände der Kirche St. Joseph, Lerbacher Weg 2, statt.

PROGRAMM:

ERÖFFNUNG:   Walborg Schröder, VVN-BdA

GRUSSWORTE:  Josef Willnecker, Stellv. Bürgermeister der Stadt Bergisch Gladbach

Adnan Ljura, Integrationsrat der Stadt Bergisch Gladbach

REDEBEITRÄGE:  Falk Mikosch, Landessprecher der VVN-BdA Nordrhein-Westfalen

                           Patrick Graf, Sprecher des DGB Rhein-Berg

MUSIK:               Friedrich Kullmann – ts

Geo Schaller – bs

Im Anschluss erfolgt ein kurzer Schweige­marsch zur Gedenktafel am ehemaligen Stellawerk.

Schweigemarsch anlässlich der Pogromnacht vom 9. November 1938

25. Oktober 2019

Einladung zu einem Schweigemarsch mit anschließender Gedenkveranstaltung anlässlich der Pogromnacht vom 9. November 1938, der Ermordung der elf Zwangsarbeiter am 25. Oktober 1944 und der Ehrenfelder Edelweißpiraten und anderer Widerstandskämpfer am 10. November 1944.

Am 10. November 2019 jährt sich zum 75. Mal der Tag, an dem in der ehemaligen Hüttenstraße, jetzt Bartholomäus-Schink-Straße, 13 Menschen, unter ihnen auch ehemalige Edelweißpiraten, ohne Gerichtsurteil öffentlich vor Hunderten von Zuschauern durch den Strang exekutiert wurden.

Vorher, am 25. Oktober 1944, ermordete die Gestapo am selben Ort 11 Zwangsarbeiter, deren Tod nicht vergessen werden darf.

Wir möchten Sie daher zu einem Schweigemarsch mit anschließender Gedenkveranstaltung für

Sonntag, 10. November 2019 16 Uhr:
Treffpunkt Körnerstraße in Ehrenfeld,

wo früher die Synagoge stand, die in der Pogromnacht vor 81 Jahren geschändet wurde, recht herzlich einladen.

Beginn der Gedenkveranstaltung vor dem Mahnmal Bartholomäus-Schink-Straße / Venloer Straße: ca. 17 Uhr

Josef Wirges
Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Ehrenfeld der Stadt Köln
für alle einladenden Personen, Bündnisse und Initiativen

Ankündigung – 10. November 2019

Einweihung: Denkmal für die Opfer der NS-Militärjustiz am ehemaligen Schießplatz Dünnwald

21. September 2019

Am Sonntag, 29. September 2019 um 14 Uhr wird das Denkmal für die Opfer der NS-Militärjustiz am ehemaligen Schießplatz Dünnwald eingeweiht. Den historischen Schießstand nutzte dieWehrmacht bis 1945 als militärischen Übungsplatz, aber er diente auch als Ort für die Hinrichtung von Soldaten der Wehrmacht, die von Militärgerichten zum Tode verurteilt worden waren.

Mehr als 20 Männer bezahlten mit ihrem Leben dafür, dass sie sich dem Vernichtungskrieg entzogen oder aus Überzeugung aktiv dem NS-Regime ihren Dienst verweigerten. Nach 1945 galten die Opfer der NS-Militärjustiz weiterhin als Feiglinge oder Verräter. Ihre Familien wurden oftmals diskriminiert und erhielten keine Hinterbliebenenrenten.
Erst in den Jahren 1998, 2002 und 2009 erklärte der Deutsche Bundestag die NS-Urteile gegen Kriegsdienstverweigerer, Wehrkraftzersetzer, Wehrmachtdeserteure und Kriegsverräter für nichtig.

Weitere Information finden Sie hier: Denkmal Dünnwald Einladung

Übernahme einer städtischen Patenschaft für die Seenotrettung statt für die Korvette „Köln“ – Dokumentiert: Offener Brief an den Rat der Stadt

15. August 2019

Die Stadt Köln hat auf Vorschlag der Deutschen Bundesmarine erneut die Patenschaft für ein Kriegsschiff übernommen. Das entspricht einer über 100 Jahre alten unseligen Tradition! In beiden Weltkriegen sind Kriegsschiffe mit dem Namen „Cöln“ bzw. „Köln“ eingesetzt worden.

Am 18. Juli 2018 verfügte es Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, eine von fünf neuen Korvetten auf den Namen „Köln“ zu taufen. Sie konstatierte: „die gleichnamigen Städte übernehmen damit auch die Patenschaften für die Schiffe“ (Presse- und Informationszentrum Marine, Dezernat Pressearbeit, vom 1. August 2018).

Der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, übermittelte am 20. Juli 2018 allen fünf (Ober-)BürgermeisterInnen die Entscheidung über die Namensgebung. Es wurde festgelegt, dass Herr Bürgermeister Bartsch in Vertretung von Frau Oberbürgermeisterin Reker an der Zeremonie der Kiellegung teilnehmen solle (siehe Sitzung vom 4. Februar 2019). Übernahme einer städtischen Patenschaft für die Seenotrettung statt für die Korvette „Köln“ – Dokumentiert: Offener Brief an den Rat der Stadt weiterlesen »

Der Hannibal-Komplex. Ein militantes, rechtes Netzwerk in Bundeswehr, Geheimdiensten, Polizei, Justiz und Parlamenten

15. August 2019

Ein Netzwerk aus Bundeswehrsoldaten, Angehörigen von Polizei und Geheimdiensten erstellt Todeslisten, legt Waffenlager an…und was machen die Sicherheitsbehörden??

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Luca Heyer, Informationsstelle Militarisierung Tübingen

Datum: 9. September 2019, 19:30 Uhr

Ort: Tersteegenhaus, Emmastraße 6, Köln-Klettenberg

Veranstalter: Friedensinitiative Sülz-Klettenberg, VVN-BdA Köln

Neues vom rechten Rand

15. August 2019

Die gesellschaftliche Debatte verroht zunehmend. Auch in Köln. Rassistische Flugblätter, die im Umfeld der Keupstraße verteilt wurden, eine Bombendrohung gegen die Zentralmoschee in Ehrenfeld, Morddrohungen gegen die Oberbürgermeisterin und gegen aktuelle und ehemalige Politiker der Stadt („Nürnberg 2.0“) und nun noch massive Drohungen gegen einen WDR-Journalisten. Georg Restle hatte in den ARD-„Tagesthemen“ die AfD kritisiert und gefordert, die Partei müsse als rechtsextrem eingestuft werden. Dies hatte massive Beschimpfungen und Bedrohungen zur Folge. AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen griff den Journalisten auf einer Kundgebung der AfD in Cottbus an und bezeichnete diesen als einen „abstoßenden Feind der Demokratie und der freien Meinungsäußerung“ und als „totalitären Schurken“. Restle sieht sich für vogelfrei erklärt. Neues vom rechten Rand weiterlesen »

15. Jahrestag des Nagelbombenanschlags in der Keupstraße: Das Mahnmal mahnt

15. August 2019

Gibt es kein Mahnmal an den Anschlag“? Die immer wieder von Besuchern der Keupstraße gestellte Frage stand naturgemäß auch im Mittelpunkt der Veranstaltungen zum 15. Jahrestag des Anschlags am 9. Juni 2019.

Diskutiert wurde zwischen Wut, Resignation und Hoffnung. Die Opfer fühlen sich nicht gehört und nicht verstanden und nicht wenige werden an die Situation 2004 erinnert, wo sie immer wieder erklärten, es können nur Ausländerfeinde oder Nazis sein, die den Anschlag verübten – und niemand ihnen zuhörte. 15. Jahrestag des Nagelbombenanschlags in der Keupstraße: Das Mahnmal mahnt weiterlesen »

„Museum des Exils in Bonn – Bildende Künstlerinnen und Künstler im Exil 1933 -1945“

15. August 2019

René Halkett (1900 – 1983)
Frau der Zwanziger
1972 Öl auf Presspappe

Vom 10. Mai bis zum 6.Juni 2019 hat es im Dialograum in St. Helena in Bonn eine Kunstausstellung gegeben unter der Überschrift: „Eingedenken Bildende Künstlerinnen und Künstler im Exil von 1933 bis 1945“. Es waren Werke aus der Sammlung Memoria von Thomas B. Schumann, der seit Ende der 90er Jahre über 750 Arbeiten von emigrierten Künstlern und Künstlerinnen zusammengetragen hat, zu sehen. Es wurden Werke von Eugen Spiro, Charlotte Berend Corinth oder von René Halkett, um nur einige Wenige zu nennen, gezeigt. Das Ganze wurde anlässlich des Jahrestages der Bücherverbrennung vom 10. Mai, dem ersten Fanal der zerstörerischen Kulturpolitik der Nationalsozialisten, gezeigt. Die Kunsthistorikerin Dr. Brigitte Schad hat 2013 gesagt: „Dass sie Werke schufen, deren Qualität erstaunen lässt“. Zugleich wird mit dieser Ausstellung der Wunsch verbunden, für die laut WDR und FAZ „ einzigartige Sammlung Memoria“ mit samt Archiv in Bonn ein Domizil zu finden. Es soll ein Museum inklusive Forschungsstätte für Exil-Kunst und auch Exil-Literatur in Bonn gebaut werden. Das Ganze wird von der Initiative der Projektgruppe Museum des Exils getragen, Beteiligte sind Jürgen Repschläger (kulturpolitischer Sprecher der Linksfraktion in Bonn), Thomas B. Schumann (Autor, Verleger und Sammler von Exilkunst) und Georges Paul. Das Kulturamt der Stadt Bonn unterstützt diese Initiative und wird sich an der Umsetzung beteiligen. Wer diese Initiative unterstützen will, kann sich jederzeit wenden an: www.edition-memoria.de .

kf

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