Übernahme einer städtischen Patenschaft für die Seenotrettung statt für die Korvette „Köln“ – Dokumentiert: Offener Brief an den Rat der Stadt

15. August 2019

Die Stadt Köln hat auf Vorschlag der Deutschen Bundesmarine erneut die Patenschaft für ein Kriegsschiff übernommen. Das entspricht einer über 100 Jahre alten unseligen Tradition! In beiden Weltkriegen sind Kriegsschiffe mit dem Namen „Cöln“ bzw. „Köln“ eingesetzt worden.

Am 18. Juli 2018 verfügte es Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, eine von fünf neuen Korvetten auf den Namen „Köln“ zu taufen. Sie konstatierte: „die gleichnamigen Städte übernehmen damit auch die Patenschaften für die Schiffe“ (Presse- und Informationszentrum Marine, Dezernat Pressearbeit, vom 1. August 2018).

Der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, übermittelte am 20. Juli 2018 allen fünf (Ober-)BürgermeisterInnen die Entscheidung über die Namensgebung. Es wurde festgelegt, dass Herr Bürgermeister Bartsch in Vertretung von Frau Oberbürgermeisterin Reker an der Zeremonie der Kiellegung teilnehmen solle (siehe Sitzung vom 4. Februar 2019). Übernahme einer städtischen Patenschaft für die Seenotrettung statt für die Korvette „Köln“ – Dokumentiert: Offener Brief an den Rat der Stadt weiterlesen »

Der Hannibal-Komplex. Ein militantes, rechtes Netzwerk in Bundeswehr, Geheimdiensten, Polizei, Justiz und Parlamenten

15. August 2019

Ein Netzwerk aus Bundeswehrsoldaten, Angehörigen von Polizei und Geheimdiensten erstellt Todeslisten, legt Waffenlager an…und was machen die Sicherheitsbehörden??

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Luca Heyer, Informationsstelle Militarisierung Tübingen

Datum: 9. September 2019, 19:30 Uhr

Ort: Tersteegenhaus, Emmastraße 6, Köln-Klettenberg

Veranstalter: Friedensinitiative Sülz-Klettenberg, VVN-BdA Köln

Neues vom rechten Rand

15. August 2019

Die gesellschaftliche Debatte verroht zunehmend. Auch in Köln. Rassistische Flugblätter, die im Umfeld der Keupstraße verteilt wurden, eine Bombendrohung gegen die Zentralmoschee in Ehrenfeld, Morddrohungen gegen die Oberbürgermeisterin und gegen aktuelle und ehemalige Politiker der Stadt („Nürnberg 2.0“) und nun noch massive Drohungen gegen einen WDR-Journalisten. Georg Restle hatte in den ARD-„Tagesthemen“ die AfD kritisiert und gefordert, die Partei müsse als rechtsextrem eingestuft werden. Dies hatte massive Beschimpfungen und Bedrohungen zur Folge. AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen griff den Journalisten auf einer Kundgebung der AfD in Cottbus an und bezeichnete diesen als einen „abstoßenden Feind der Demokratie und der freien Meinungsäußerung“ und als „totalitären Schurken“. Restle sieht sich für vogelfrei erklärt. Neues vom rechten Rand weiterlesen »

15. Jahrestag des Nagelbombenanschlags in der Keupstraße: Das Mahnmal mahnt

15. August 2019

Gibt es kein Mahnmal an den Anschlag“? Die immer wieder von Besuchern der Keupstraße gestellte Frage stand naturgemäß auch im Mittelpunkt der Veranstaltungen zum 15. Jahrestag des Anschlags am 9. Juni 2019.

Diskutiert wurde zwischen Wut, Resignation und Hoffnung. Die Opfer fühlen sich nicht gehört und nicht verstanden und nicht wenige werden an die Situation 2004 erinnert, wo sie immer wieder erklärten, es können nur Ausländerfeinde oder Nazis sein, die den Anschlag verübten – und niemand ihnen zuhörte. 15. Jahrestag des Nagelbombenanschlags in der Keupstraße: Das Mahnmal mahnt weiterlesen »

„Museum des Exils in Bonn – Bildende Künstlerinnen und Künstler im Exil 1933 -1945“

15. August 2019

René Halkett (1900 – 1983)
Frau der Zwanziger
1972 Öl auf Presspappe

Vom 10. Mai bis zum 6.Juni 2019 hat es im Dialograum in St. Helena in Bonn eine Kunstausstellung gegeben unter der Überschrift: „Eingedenken Bildende Künstlerinnen und Künstler im Exil von 1933 bis 1945“. Es waren Werke aus der Sammlung Memoria von Thomas B. Schumann, der seit Ende der 90er Jahre über 750 Arbeiten von emigrierten Künstlern und Künstlerinnen zusammengetragen hat, zu sehen. Es wurden Werke von Eugen Spiro, Charlotte Berend Corinth oder von René Halkett, um nur einige Wenige zu nennen, gezeigt. Das Ganze wurde anlässlich des Jahrestages der Bücherverbrennung vom 10. Mai, dem ersten Fanal der zerstörerischen Kulturpolitik der Nationalsozialisten, gezeigt. Die Kunsthistorikerin Dr. Brigitte Schad hat 2013 gesagt: „Dass sie Werke schufen, deren Qualität erstaunen lässt“. Zugleich wird mit dieser Ausstellung der Wunsch verbunden, für die laut WDR und FAZ „ einzigartige Sammlung Memoria“ mit samt Archiv in Bonn ein Domizil zu finden. Es soll ein Museum inklusive Forschungsstätte für Exil-Kunst und auch Exil-Literatur in Bonn gebaut werden. Das Ganze wird von der Initiative der Projektgruppe Museum des Exils getragen, Beteiligte sind Jürgen Repschläger (kulturpolitischer Sprecher der Linksfraktion in Bonn), Thomas B. Schumann (Autor, Verleger und Sammler von Exilkunst) und Georges Paul. Das Kulturamt der Stadt Bonn unterstützt diese Initiative und wird sich an der Umsetzung beteiligen. Wer diese Initiative unterstützen will, kann sich jederzeit wenden an: www.edition-memoria.de .

kf

Eine deutsche Karriere

15. August 2019

Wahrscheinlich ist die kurze Aufregung darüber, dass mit dem Heinz-Mohnen-Platz auf dem Gelände des ehemaligen Sülzer Kinderheims ein Mitglied von SA und NSDAP geehrt wird, auch dem medialen Sommerloch zu verdanken – dennoch wirft diese Ehrung gerade für Antifaschist(inn)en Fragen auf. Worum geht es bei dem „Fall Mohnen“?

Heinz Mohnen, geboren 1914 und verstorben 2005, war seit Dezember 1964 Stadtdirektor in Köln und wurde wenige Monate später, am 1. Oktober 1965 sogar Oberstadtdirektor also Leiter der Stadtverwaltung. Er war Mitglied der SPD und genoss die Unterstützung des Oberbürgermeisters John van Nes Ziegler (ebenfalls SPD). In der Amtszeit Mohnens wurden bedeutende Bauprojekte, wie Römisch-Germanisches Museum und Zoobrücke verwirklicht – Grund genug für die Stadt, auf Bitte von Mohnens Familie einen Platz nach ihm zu benennen. Eine deutsche Karriere weiterlesen »

Kundgebung zum Antikriegstag 20019

15. August 2019

Kungebung am Samstag, den 31.8.2019 um 14.00 Uhr auf dem Wallrafplatz

80 Jahre nach dem Überfall Nazi-Deutschands auf Polen am 1. September 1939 und dem Beginn des Zweiten Weltkriegs, der über 65 Millionen Menschenleben kostete, ist es heute dringender denn je, aus der Geschichte zu lernen und dem Wiedererstarken von Nationalismus, Chauvinismus und Militarismus entschieden entgegen zu treten. Wenn heute weltweit wieder massiv aufgerüstet und hier Faschisten auf offener Straße morden kommt es auf das gemeinsame Engagement für Abrüstung und die Verwirklichung einer solidarischen Gesellschaft an.

Filmveranstaltung zum Antikriegstag „Der Aufenthalt“

15. August 2019

Ich bin unschuldig“ sagt der junge Wehrmachtssoldat wieder und wieder, als er in der Kriegsgefangenschaft wegen eines SS-Verbrechens angeklagt wird. Die Anschuldigung einer polnischen Bürgerin, die ihn wiedererkannt haben will, wiegt schwer. Im Kampf um die persönliche Rechtfertigung, zugleich in einer Zelle mit wirklichen deutschen Kriegsverbrechern, im Angesicht des zerstörten Warschaus kommt ein Denkprozess in Gang, der über die Schuld des Einzelnen hinausgeht.

Persönlich unschuldig? Und doch beteiligt an einem gigantischen Verbrechen? Die Frage der historischen Verantwortung endet nicht mit diesem Film.

Der Aufenthalt ist einer der großen DEFA-Filme von Frank Beyer. Nach dem Roman von Hermann Kant wurde er 1984 uraufgeführt, vielfach ausgezeichnet und auch auf der Berlinale gezeigt.
Am 1.9. 1939 begann mit dem Überfall Nazideutschlands auf Polen der 2. Weltkrieg. 80 Jahre danach zeigen wir in Gedenken den Film „Der Aufenthalt“.

Wo? Odeon-Kino, Severinstr. 81, 50678 Köln
Wann? Sonntag, 1.9.2019
Uhrzeit: 11.00 Uhr
Preis: 8€ Solidaritätspreis
5€ Normalpreis
3€ Ermäßigt

Veranstalter: DFG/VK, VVN-BdA Köln, Friedensbildungswerk, Kölner Friedensforum

80. Jahrestag des Überfalls Hitlerdeutschlands auf Polen – Aufruf zum 1. September 2019

15. August 2019

Seit 5.45 Uhr wird zurückgeschossen“ – mit dieser Propagandalüge eröffnete vor 80 Jahren der deutsche Faschismus mit dem Überfall auf Polen den militärischen Teil des Zweiten Weltkrieges. Am Ende standen mehr als 60 Millionen Tote, Millionen Verletzte, Witwen und Waisen sowie riesige Zerstörungen in allen vom Faschismus und japanischen Militarismus beherrschten und okkupierten Ländern. Die historischen Konsequenz des Jahres 1945 nach der militärischen Zerschlagung des Faschismus und der Befreiung konnte daher nur lauten: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“

Wenn wir heute an den 1. September 1939 erinnern, dann können wir an folgenden Erkenntnissen nicht vorbeigehen:

  • Dieser Griff war von deutscher Seite der zweite „Griff nach der Weltmacht“. Er scheiterte, damit endete jedoch nicht das militärische Großmachtstreben.

  • Große Kriege werden nicht nur mit Aufrüstung und Strategieplanungen vorbereitet, sondern auch durch propagandistische „Kriegsgründe“ und Kriegshetze medial in Szene gesetzt, um die anschließende Aggression zu legitimieren. Bekannte Beispiele dafür sind im Vietnamkrieg der „Tonkin-Zwischenfall“ (1964), beim Krieg gegen Jugoslawien (1999) die „neue Auschwitz-Lüge“ oder beim Irak-Krieg 2003 die „rollenden Giftgasfabriken“, die US-Außenminister Powell im UN-Sicherheitsrat präsentierte.

  • Faschismus bedeutet in allen seinen Formen nicht nur Rassismus, Abbau demokratischer Freiheiten und politische Verfolgung, sondern immer auch Expansionskriege, wie schon die Antifaschisten vor 1933 warnten: „Wer Hitler wählt, wählt Krieg!“

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Lesungen zum Jahrestag der Bücherverbrennung im Jahr des 100. Jahrestags der Neugründung der Universität

6. Juni 2019

Wenn Sie wirklich die Wahrheit kennen lernen wollen, dann halten Sie sich an die unmittelbaren Quellen, lesen Sie die Schriften der Beteiligten, der Gequälten, die Schriften derer, die ausfressen mußten, was andere ihnen eingebrockt haben. Da werden Sie sehen, wie es wirklich gewesen ist. Und hier ist so eine Schrift. (…)Ob einer die Wahrheit schreibt, Herr Professor, das kann man hören. Allerletzten Endes gibt es gar keine andere Möglichkeit, die Wahrheit ausfindig zu machen. Zahlen können trügen – Statistiken erst recht – Dokumente können gefälscht, geschickt ausgewählt, zusammengestrichen sein … aber der Ton der Wahrheit, die Musik der Wahrheit –: das täuscht nie.“

(Kurt Tucholsky alias „Ignaz Wrobel“, „Wie war es –? So war es –!“ Sonntagszeitung, 28.10.1928, (Vorrede zu dem Buch des Matrosen Hans Beckers »Wie ich zum Tode verurteilt wurde«, Ernst Oldenburg Verlag, Leipzig 1928).

Am 86 Jahrestag der Bücherverbrennung der Nazis, im Jahr des 100. Jahrestages der Universität ist wieder gelesen worden aus den Werken, die an den deutschen Universität verbrannt wurden. Geehrt wurden die Hochschullehrer Benedikt Schmittmann und Goswin Frenken, die aufgrund ihrer Kritik und Opposition zum Naziregime ind Konzentrationslagern ermordert wurden – vor dem Hauptgebäude der Universität finden sich Stolpersteine mit ihren Namen. Die Auswahl der über 20 Leserinnen und Leser findet sich unten, zum Revue-passieren Lassen, Nachlesen und Schmunzeln. Die Lesungen fanden in diesem Jahr statt vor einer großen Baustelle, auf dem Bauzaun war in großen Lettern zum Jubiläum der 1919 neu gegegründeten Universität zu lesen „100 Jahre gute Ideen“. Lesungen zum Jahrestag der Bücherverbrennung im Jahr des 100. Jahrestags der Neugründung der Universität weiterlesen »

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