Vulkane brechen aus, auch Epidemien, keinesfalls aber Kriege. Die sind gewollt, werden geplant und vorbereitet, es sollen durch sie Interessen durchgesetzt werden (meist wirtschaftliche).Eine solche Vorbereitung des Zweiten Weltkriegs war die militärische Besetzung des Rheinlands, darunter des linksrheinischen Kölns, durch die Wehrmacht vor 90 Jahren, am 7. März 1936, genauso übrigens, wie die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht ein Jahr zuvor. Der Einmarsch der Truppen, übrigens unter dem Jubel des größten Teils der Bevölkerung, geschah unter Bruch des Versailler Friedensvertrags. Von der Nazipropaganda wurde er als „Befreiung des Rheinlands“ verkauft.
Zur Erinnerung an die militärische Besetzung des Rheinlands vor 100 Jahren weiterlesen »Ostermarsch Köln 2026: Gemeinsam für Frieden und gegen den Abbau sozialer und demokratischer Rechte
10. Mai 2026
Ein buntes Bild bot sich den Passant(inn)en am Ostersamstag in Köln: Mehr als tausend Menschen, darunter auffällig viele junge Leute, demonstrierten gegen die Kriegspolitik von NATO, EU und Bundesregierung sowie den damit verbundenen Abbau sozialer und demokratischer Rechte. Auch Mitglieder unseres Verbandes aus verschiedenen Städten der Region (und natürlich aus Köln) waren dabei und zeigten (im wahrsten Sinne des Wortes) Flagge.
Ostermarsch Köln 2026: Gemeinsam für Frieden und gegen den Abbau sozialer und demokratischer Rechte weiterlesen »08.Mai 1945 – Tag der Befreiung Europas von Faschismus und Krieg
28. April 2026
Und heute?
Die Befreiung vom Faschismus war nicht nur Befreiung von Terror, Unterdrückung und Rassenwahn, sie war nicht zuletzt eine Befreiung vom Krieg. „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!“ hieß das Programm der ehemaligen Häftlinge, die aus politischen, rassistischen oder anderen Gründen verfolgt und ins Exil getrieben wurden.
Vom ersten Tag an waren Eroberung und Annektion die Ziele der Nazis und ihrer Steigbügelhalter, Krieg war das Mittel dazu. Schon vor 1933 verkündete Hitler das Ziel, die Reichswehr auf 300.000 Mann zu verdreifachen und aufzurüsten. Am 16. März 1935 wurde die allgemeine Wehrpflicht eingeführt. Vor 90 Jahren, am 7. März 1936, besetzten Truppen der Wehrmacht unter Bruch vertraglicher Verpflichtungen das bis dahin entmilitarisierte Rheinland und zogen auch im linksrheinischen Köln ein. Im spanischen Bürgerkrieg erprobte die deutsche Luftwaffe das Mittel des Bombenterrors.
Heute leben wir in demokratischen Verhältnissen, die wir den BefreierInnen der alliierten Truppen und den PartisanInnen in vielen Ländern Europas zu verdanken haben. Dennoch wird mit atemberaubender Geschwindigkeit auch in Deutschland der Krieg gegen Russland wieder vorbereitet – finanziell, organisatorisch, propagandistisch durch die zunehmende Einschränkung demokratischer Rechte. Junge Menschen werden wieder fürs Militär erfasst und gemustert, die Wiedereinführung der Wehrpflicht wird diskutiert und steht auf dem Plan.
Unser Gedenken an die Befreiung und die Menschen, denen sie zu verdanken ist, ist kein leeres Ritual. Gedenken hat nur dann einen Sinn, wenn es ein „Nie wieder!“ beinhaltet und sich konkret gegen Faschismus und Krieg wendet. Wir stellen deshalb den Kampf für Frieden in der Welt, in Europa und vor allem in Deutschland in den Mittelpunkt unserer diesjährigen Gedenkfeier.
8. Mai 2026, 17.30 Uhr
Mahnmal am Hansaring
Es rufen auf:
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Köln
Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln – Wolgograd e.V.
Kölner Friedensforum
Wichtige Projekte: MitarbeiterInnen gesucht
28. Februar 2026
In unserer letzten Jahreshauptversammlung hatten wir es bereits angekündigt und diskutiert: Vor unserer Kölner Organisation stehen zwei wichtige Projekte, die wir in diesem, bzw. dem kommenden Jahr realisieren wollen. Es handelt sich dabei einmal um die Neuauflage unseres antifaschistischen Stadtplans und zum anderen um den achtzigsten Geburtstag der Kölner VVN. Beide Projekte haben indirekt miteinander zu tun und beide können vom Vorstand nur mit Unterstützung aus dem Kreis der Mitglieder realisiert werden.
Wichtige Projekte: MitarbeiterInnen gesucht weiterlesen »NRW-Appell mit großem Erfolg gestartet
28. Februar 2026
Die Petition „NRW-Appell AfD-Verbot“ ist seit einiger Zeit online und es haben bereits mehr als 33.000 Menschen unterschrieben. Das ist ein überwältigender Start.
Weitere Unterschriften sind wichtig, um Druck auf die NRW-Landesregierung auszuüben. Eine Entscheidung in NRW, für ein Verbotsverfahren im Bundesrat zu stimmen, kann der Debatte um ein Verbotsverfahren bundesweit die entscheidende Wende geben.
Hier könnt Ihr unterstützen: https://weact.campact.de/p/nrwappell
Verbreitet die Information über diesen Appell in eurem Bekannten- und Freundeskreis, unter Arbeitskolleg*innen und überhaupt. Bis Juni sollen mindestens 100.000 Unterschriften zusammen kommen und für eine breite gesellschaftliche Diskussion sorgen.
Je schneller der Appell breite Unterstützung bekommt, desto größer ist der Effekt.
Auf der Pressekonferenz in Köln zur Vorstellung des NRW Appells sprach unter anderem auch der Historiker Dr. Fritz Bilz:
Videolink: https://youtu.be/sXZp6nnQhIU
Auschwitzgedenktag 2026in der Kölner Antoniterkirche: Blick auf die NS-Geschichte der Kölner Universität
28. Februar 2026
Die 1919 wieder gegründete Universität galt als liberal, dennoch waren Rassismus und namentlich Antisemitismus verbreitet. Der Romanist Victor Klemperer bewarb sich 1926 vergeblich und notierte:
„Es gibt liberale und reaktionäre Universitäten. Die reaktionären nehmen keine Juden; die liberalen haben immer schon zwei Juden und nehmen keinen dritten.“
Eine Kandidatur zum Rektorenamt des evangelisch getauften Juden Gustav Aschaffenburg, ein medizinischer Kriminologe, wird im Sommer 1932 verhindert, als der NS-Studentenbund Protestaktionen androht.
Auschwitzgedenktag 2026in der Kölner Antoniterkirche: Blick auf die NS-Geschichte der Kölner Universität weiterlesen »25 Jahre danach – Gedenken an den Bombenanschlag in der Probsteigasse
28. Februar 2026
Am 19. Januar 2001 explodierte in der Probsteigasse eine vom NSU deponierte Bombe in dem Kiosk einer deutsch-iranischen Familie und verletzte die Tochter schwer. Zum Gedenken am 25. Jahrestag des Anschlags kamen an die hundert Menschen, legten Blumen an der Gedenktafel nieder. Akiko Arendt begleitete die kurze Kundgebung auf der Violine. Anschließend fand im Jugendzentrum Klingelpütz eine Podiumsdiskussion statt, die die Initiative Herkesin Meydani – ein Platz für alle organisiert hatte. Auf dem Podium RA Edith Lunnebach, die die Familie im NSU-Prozess in der Nebenklage vertreten hatte, Gamze Kubasik, deren Vater vom NSU erschossen wurde und Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz, auch sie Vertreterin der Nebenklage, aber vor allem als selbst Betroffene von rechter Gewalt. Einig waren sich alle, dass der Prozess in München viele Fragen ungeklärt gelassen hat, obwohl klar war, dass die Taten nicht ohne Helfer vor Ort hätten durchgeführt werden können. Noch heute wird den Rechtsanwälten der Nebenklage kein Einblick zum Beispiel in die neuen Verhörakten von Beate Zschäpe gewährt, die angeblich neue Aussagen gemacht hat, um evtl. doch vorzeitig freizukommen. Seda Basay-Yildiz’ Familie steht unter Polizeischutz, weil sie vom sog. NSU 2.0 bedroht wird.
Gamze Kubasik und Semiya Simsek haben inzwischen ein vor allem an Jugendliche gerichtetes Buch geschrieben darüber, wie die Morde sie aus ihrem bisherigen Leben gerissen haben. Sie wollen, dass die Taten des NSU nicht vergessen werden und setzen sich ein für eine Zukunft ohne Rassismus.

Aufruf zum Internationalen Tag gegen Rassismus
28. Februar 2026
Im Frühjahr und Sommer diesen Jahres finden zahlreiche Kommunal- und Landtagswahlen statt. Die Lage ist bitter ernst: Denn wenn die AfD mitregieren kann und ihr Einfluss größer wird, drohen: schädliches Einwirken auf demokratische Institutionen, Justiz, Sicherheitsapparate, Öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Bildung, Wissenschaft, Eingriffe in die Freiheit von Kunst und Kultur!

Rechtsextreme und rassistische Parteien – so auch die AfD – in Europa werden sowohl vom imperialistischen Demokratieverächter Trump und seiner Milliardärsclique als auch vom Kriegsverbrecher Putin und seinen Oligarchen offen unterstützt. Diese Parteien zielen darauf ab, demokratische Institutionen zu zerstören, Migrant:innen, Ge- flüchtete, Arme, Obdachlose, LSBTIQ* und Feministinnen auszugrenzen und zu drangsalieren.
Aufruf zum Internationalen Tag gegen Rassismus weiterlesen »Termine
28. Februar 2026
Samstag, 7. März 2026, 14 Uhr: Hitlers Weg in den Zweiten Weltkrieg und wie die Hitlerjugend in den Petershof kam.
Die völkerrechtswidrige Remilitarisierung des Rheinlands ab dem 7. März 1936 war ein entscheidender Schritt von Hitler in seiner Vorbereitung des Zweiten Weltkriegs. Auch in Köln kehrte die Wehrmacht in ihre alten Kasernen zurück. Eine Reitergruppe der Hitlerjugend musste daher eine Kaserne in Köln-Riehl verlassen und die Stadt Köln stellte ihr die leer stehenden Wirtschaftsgebäude des Petershofs in Köln-Müngersdorf zur Verfügung. Heute wird der Petershof von einem genossenschaftlichen Kultur- und Wohnprojekt wieder nutzbar gemacht. Ort: Petershof, Lövenicher Weg 9-11, 50933 Köln-Müngersdorf
14.00–15.30 Uhr: „Hitlers rheinische Ouvertüre“. Zur Wiederbesetzung der entmilitarisierten Zone am Rhein vom 7. März 1936. Vortrag von Dr. Alexander Wolz mit anschließender Aussprache
15.30–16.00 Uhr: Pause mit Snacks und heißen Getränken, und Führung durch das ehemalige „Reiterheim“ der HJ
16.00–17.30 Uhr: „Denkmal der Zukunft – Mahnmal der Vergangenheit“. Wir werden über die Tätigkeit der Hitlerjugend im Petershof berichten und wie hier junge Menschen auf die nationalsozialistische Ideologie eingeschworen und ganz praktisch auf ihren Einsatz im Krieg vorbereitet wurden. hof.org/geschichte/
Abschluss: Gang zum „Gedenkort Deportationslager Köln-Müngersdorf 1941–1945“, der sich in unmittelbarer Nähe des Petershofs befindet.
Donnerstag, 19. März, 18 Uhr: 80 Jahre Entnazifizierung: Grandios gescheitert oder doch etwas gelernt? Anfang März 1946 legten die Alliierten mit dem „Gesetz zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus“ die Entnazifizierung in deutsche Hände. Doch darüber, wie erfolgreich die Entnazifizierung der Deutschen war, gehen die Meinungen auseinander. Es diskutieren Christoph Schäfer (Deutschlandfunk) und die Historikerin Dr. Hanne Leßau (NS-Dok) mit dem Autor Jakob Springfeld und dem Historiker Dr. Johannes Spohr, NS-Dok, Appellhofplatz 23-25
„Keine Ehrungen für NS-Täter durch das Studentenwerk und die Uni Bonn!“
28. Februar 2026
Mit dem Ulrich-Haberland-Haus in Bonn (Auf dem Hügel 16) und den Auszeichnungen für Ulrich Haberland gedenken Studierendenwerk und Uni Bonn bis heute aktiv einem NS-Täter.
Ulrich Haberland war während des Nationalsozialismus NSDAP-Mitglied und Vorstand im I.G. Farben Konzern. Dieser profitierte während des Nationalsozialismus massiv von der Ausbeutung von Zwangsarbeit und ließ sogar mit Auschwitz Monowitz ein eigenes Konzentrationslager bauen. Regelmäßig wurden „arbeitsunfähige“ Häftlinge im nahen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau in den Gaskammern ermordet. Nach dem Krieg wurde Haberland Vorstandsvorsitzender in der Bayer AG und machte Karriere in der Politik. Die Auszeichnungen durch die Uni Bonn sind Ausdruck der bis heute fehlenden umfassenden Aufarbeitung der deutschen Nazivergangenheit und ihrer Kontinuitäten.
„Keine Ehrungen für NS-Täter durch das Studentenwerk und die Uni Bonn!“ weiterlesen »




