Kundgebung zum Antikriegstag 20019

15. August 2019

Kungebung am Samstag, den 31.8.2019 um 14.00 Uhr auf dem Wallrafplatz

80 Jahre nach dem Überfall Nazi-Deutschands auf Polen am 1. September 1939 und dem Beginn des Zweiten Weltkriegs, der über 65 Millionen Menschenleben kostete, ist es heute dringender denn je, aus der Geschichte zu lernen und dem Wiedererstarken von Nationalismus, Chauvinismus und Militarismus entschieden entgegen zu treten. Wenn heute weltweit wieder massiv aufgerüstet und hier Faschisten auf offener Straße morden kommt es auf das gemeinsame Engagement für Abrüstung und die Verwirklichung einer solidarischen Gesellschaft an.

Filmveranstaltung zum Antikriegstag „Der Aufenthalt“

15. August 2019

Ich bin unschuldig“ sagt der junge Wehrmachtssoldat wieder und wieder, als er in der Kriegsgefangenschaft wegen eines SS-Verbrechens angeklagt wird. Die Anschuldigung einer polnischen Bürgerin, die ihn wiedererkannt haben will, wiegt schwer. Im Kampf um die persönliche Rechtfertigung, zugleich in einer Zelle mit wirklichen deutschen Kriegsverbrechern, im Angesicht des zerstörten Warschaus kommt ein Denkprozess in Gang, der über die Schuld des Einzelnen hinausgeht.

Persönlich unschuldig? Und doch beteiligt an einem gigantischen Verbrechen? Die Frage der historischen Verantwortung endet nicht mit diesem Film.

Der Aufenthalt ist einer der großen DEFA-Filme von Frank Beyer. Nach dem Roman von Hermann Kant wurde er 1984 uraufgeführt, vielfach ausgezeichnet und auch auf der Berlinale gezeigt.
Am 1.9. 1939 begann mit dem Überfall Nazideutschlands auf Polen der 2. Weltkrieg. 80 Jahre danach zeigen wir in Gedenken den Film „Der Aufenthalt“.

Wo? Odeon-Kino, Severinstr. 81, 50678 Köln
Wann? Sonntag, 1.9.2019
Uhrzeit: 11.00 Uhr
Preis: 8€ Solidaritätspreis
5€ Normalpreis
3€ Ermäßigt

Veranstalter: DFG/VK, VVN-BdA Köln, Friedensbildungswerk, Kölner Friedensforum

80. Jahrestag des Überfalls Hitlerdeutschlands auf Polen – Aufruf zum 1. September 2019

15. August 2019

Seit 5.45 Uhr wird zurückgeschossen“ – mit dieser Propagandalüge eröffnete vor 80 Jahren der deutsche Faschismus mit dem Überfall auf Polen den militärischen Teil des Zweiten Weltkrieges. Am Ende standen mehr als 60 Millionen Tote, Millionen Verletzte, Witwen und Waisen sowie riesige Zerstörungen in allen vom Faschismus und japanischen Militarismus beherrschten und okkupierten Ländern. Die historischen Konsequenz des Jahres 1945 nach der militärischen Zerschlagung des Faschismus und der Befreiung konnte daher nur lauten: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“

Wenn wir heute an den 1. September 1939 erinnern, dann können wir an folgenden Erkenntnissen nicht vorbeigehen:

  • Dieser Griff war von deutscher Seite der zweite „Griff nach der Weltmacht“. Er scheiterte, damit endete jedoch nicht das militärische Großmachtstreben.

  • Große Kriege werden nicht nur mit Aufrüstung und Strategieplanungen vorbereitet, sondern auch durch propagandistische „Kriegsgründe“ und Kriegshetze medial in Szene gesetzt, um die anschließende Aggression zu legitimieren. Bekannte Beispiele dafür sind im Vietnamkrieg der „Tonkin-Zwischenfall“ (1964), beim Krieg gegen Jugoslawien (1999) die „neue Auschwitz-Lüge“ oder beim Irak-Krieg 2003 die „rollenden Giftgasfabriken“, die US-Außenminister Powell im UN-Sicherheitsrat präsentierte.

  • Faschismus bedeutet in allen seinen Formen nicht nur Rassismus, Abbau demokratischer Freiheiten und politische Verfolgung, sondern immer auch Expansionskriege, wie schon die Antifaschisten vor 1933 warnten: „Wer Hitler wählt, wählt Krieg!“

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Lesungen zum Jahrestag der Bücherverbrennung im Jahr des 100. Jahrestags der Neugründung der Universität

6. Juni 2019

Wenn Sie wirklich die Wahrheit kennen lernen wollen, dann halten Sie sich an die unmittelbaren Quellen, lesen Sie die Schriften der Beteiligten, der Gequälten, die Schriften derer, die ausfressen mußten, was andere ihnen eingebrockt haben. Da werden Sie sehen, wie es wirklich gewesen ist. Und hier ist so eine Schrift. (…)Ob einer die Wahrheit schreibt, Herr Professor, das kann man hören. Allerletzten Endes gibt es gar keine andere Möglichkeit, die Wahrheit ausfindig zu machen. Zahlen können trügen – Statistiken erst recht – Dokumente können gefälscht, geschickt ausgewählt, zusammengestrichen sein … aber der Ton der Wahrheit, die Musik der Wahrheit –: das täuscht nie.“

(Kurt Tucholsky alias „Ignaz Wrobel“, „Wie war es –? So war es –!“ Sonntagszeitung, 28.10.1928, (Vorrede zu dem Buch des Matrosen Hans Beckers »Wie ich zum Tode verurteilt wurde«, Ernst Oldenburg Verlag, Leipzig 1928).

Am 86 Jahrestag der Bücherverbrennung der Nazis, im Jahr des 100. Jahrestages der Universität ist wieder gelesen worden aus den Werken, die an den deutschen Universität verbrannt wurden. Geehrt wurden die Hochschullehrer Benedikt Schmittmann und Goswin Frenken, die aufgrund ihrer Kritik und Opposition zum Naziregime ind Konzentrationslagern ermordert wurden – vor dem Hauptgebäude der Universität finden sich Stolpersteine mit ihren Namen. Die Auswahl der über 20 Leserinnen und Leser findet sich unten, zum Revue-passieren Lassen, Nachlesen und Schmunzeln. Die Lesungen fanden in diesem Jahr statt vor einer großen Baustelle, auf dem Bauzaun war in großen Lettern zum Jubiläum der 1919 neu gegegründeten Universität zu lesen „100 Jahre gute Ideen“. Lesungen zum Jahrestag der Bücherverbrennung im Jahr des 100. Jahrestags der Neugründung der Universität weiterlesen »

15 Jahre nach dem NSU-Nagelbombenanschlag – gemeinsames Gedenken und miteinander Reden, eine lange Tafel auf der Straße und ein vielfältiges Bühnenprogramm

6. Juni 2019

Pressemitteilung mit der Bitte um Veröffentlichung

IG Keupstraße

in Kooperation mit:

Integrationsrat der Stadt Köln

Schauspiel Köln

Inititative Keupstraße ist überall

Aak Köln e.V. / CSH Köln e.V.

Herkesim Meydanı – Ein Platz für alle

 

Pfingstsonntag, 9. Juni 2019 – Die Keupstraße in Köln-Mülheim lädt ein:

15 Jahre nach dem NSU-Nagelbombenanschlag – gemeinsames Gedenken und miteinander Reden, eine lange Tafel auf der Straße und ein vielfältiges Bühnenprogramm

Am kommenden Pfingstsonntag, dem 9.November 2019, jährt sich der Nagelbombenanschlag des rechtsterroristischen „Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU)“ in der Keupstraße zum 15. Mal. Aus diesem Anlass laden die Anwohner und Geschäftsleute der Keupstraße an diesem Tag gemeinsam mit zahlreichen Initiativen und Institutionen alle Kölnerinnen und Kölner auf die Keupstraße ein: Zum Innehalten und Gedenken an die Betroffenen des rechten Terrors, zum Bilanz ziehen und miteinander Reden, aber auch zum gemeinsamen Essen mit Musik und einem vielfältigen Bühnenprogramm als kreatives und lautes Zeichen für gesellschaftliche Solidarität und gegen Rassismus und Rechtsterrorismus. 15 Jahre nach dem NSU-Nagelbombenanschlag – gemeinsames Gedenken und miteinander Reden, eine lange Tafel auf der Straße und ein vielfältiges Bühnenprogramm weiterlesen »

Für ein Europa der Menschenrechte

26. Mai 2019

Vor der Wahl zum Europaparlament sorgen sich viele Menschen darum, dass rassistische, nationalistische und sogar offen faschistische Parteien größeren Einfluss gewinnen könnten. Um diese Kräfte zu bekämpfen, genügt es nicht, zu sagen wogegen wir sind. Demokratinnen und Demokraten sollten vor allem die Ziele aufzeigen, die sie mit einem geeinten Europa verbinden: Menschenrechte für alle Menschen, Frieden, soziale Gerechtigkeit und nicht Ausgrenzung, Ausbeutung und ein Leben auf Kosten der Menschen im Süden.

Der Kölner Schriftsteller, Liedermacher und Sänger, seit vielen Jahrzehnten politisch aktiv für Menschenrechte und gegen Rechts hat uns ein Lied geschickt, in dem er diese Ziele für und Träume von Europa beschreibt. Wir danken Rolly Brings für die Erlaubnis, den Text zu veröffentlichen. Für ein Europa der Menschenrechte weiterlesen »

Protest gegen AfD-Veranstaltung in Bonn

17. Mai 2019

Wir, das Bonner Bündnis gegen rechts, und Bonn stellt sich Quer haben der AfD am 03.05.19 gezeigt, dass sie nicht willkommen ist. Insgesamt 800 Menschen haben vor dem Haus der Bildung in Bonn laut und deutlich protestiert. Die VVN-BdA hat dazu eine Rede gehalten:

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Antifaschistische Lesungen am Do., den 16.05. anlässlich der Bücherverbrennung durch die Faschisten

30. April 2019

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus,
nie wieder brennende Bücher!

Lesung anlässlich des 86. Jahrestages der Bücherverbrennung durch die Faschisten am Donnerstag, den 16. Mai 2019, von 11:00 bis 17:00 Uhr, auf dem Albertus-Magnus-Platz, vor dem Hauptgebäude der Uni Köln.
Jede und jeder ist eingeladen, zuzuhören und aus den Werken der AutorInnen, deren Bücher verbrannt wurden, vorzulesen.

Veranstaltet vom Arbeitskreis Zivilklausel.

Aufruf: Lesungen-verbrannter-buecher-2019

Diskussionsveranstaltung zur Europawahl: Welches Europa wollen wir?

25. April 2019

10.05.2019DGB-Haus, Hans-Böckler-Platz 1, 50672 Köln

Wollen wir ein gemeinsames Haus des Friedens für alle, die in ihm leben, in guter Nachbarschaft mit den Menschen in Ost und West, Nord und Süd? Ein Europa, das Schutzsuchende aufnimmt, Einwandernde willkommen heißt, Armut weltweit bekämpft? Oder ein Europa, das aufrüstet, sich abschottet, mit Diktatoren verbündet, ein Europa der Rassisten und Nationalisten, das Menschen an seinen Grenzen sterben lässt?

Wollen wir ein Europa der Demokratie und des Sozialstaates, in dem das Kapital der Arbeit und nicht die Arbeit dem Kapital dient, in dem die Menschen mitbestimmen und mitgestalten können? Oder ein Europa des ungebremsten Profits, der gesellschaftlichen Spaltung und der sozialen Ungerechtigkeit?

Wir müssen uns entscheiden!

Denn zu Europa gibt es keine Alternative. Die EU ist trotz aller Fehler das Beste, was den Europäer*innen in ihrer langen Geschichte passiert ist.

Wir haben innerhalb der EU keine Schlagbäume mehr, die Grenzen sind offen und wir wollen, dass das so bleibt. Wir können ohne Pass und Visa in alle EU-Staaten reisen, dort arbeiten, studieren, Urlaub machen. Wir zahlen im Euro-Raum mit einer Währung. Wir teilen im Wesentlichen die gleichen europäischen Werte: Demokratie, Menschenrechte, soziale Absicherungssysteme. Wir leben seit über 70 Jahren in Frieden, das war in der langen europäischen Geschichte keine Selbstverständlichkeit. Europa war die Antwort auf die Katastrophe des von Nazi Deutschland ausgelösten Krieges, des Holocaust und der Versklavung und Ermordung von Millionen.

Die scheinbare Selbstverständlichkeit eines demokratischen, freien Europas wird seit einiger Zeit nicht nur in Deutschland durch die AfD, sondern in fast allen europäischen Staaten durch rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien in Frage gestellt. Wir müssen um und für Europa kämpfen, gegen jede Form von Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit; für ein Europa des Friedens, der sozialen Gerechtigkeit, der Weltoffenheit und der Demokratie – das wollen wir verbessern und uns dafür weiter engagieren.

Diskussionsveranstaltung
Welches Europa wollen wir?
10. Mai 2019, 18 Uhr
DGB Haus, Großer Saal, Hans-Böckler-Platz 3, 50672 Köln

Diskutieren Sie mit

  • Dr. Patrick Seidel,
    Referatsleiter Europapolitik des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans Böckler Stiftung
  • Dr. Ulrich Schneider,
    Bundessprecher VVN/BdA und Generalsekretär der FIR – Internationale Föderation der Widerstandskämpfer
  • Çiler Fırtına M.A.,
    Vorstand des Vereins EL DE Haus – Förderverein des NS Dokumentationszentrums der Stadt KölnModeration:
  • Dr. Wolfgang Uellenberg-van Dawen,
    Vorsitzender Verein EL-DE-Haus

Ein Veranstaltung der VVN-BdA Köln, ver.di Köln und dem Verein EL DE Haus.

Kundgebung am 8. Mai 2019 – Tag der Befreiung

25. April 2019

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17.30 Uhr, Mahnmal am Hansaring


74 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus ist die Losung „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“ aktueller denn je.
Eine völkische, in Teilen faschistische Partei sitzt nicht nur in den Landtagen, sondern auch im Bundestag. Schon jetzt
schmiedet sie Bündnisse mit anderen rechten Parteien in Europa, um nach den Wahlen am 25. Mai eine starke Fraktion
im Europaparlament zu bilden. Und auch außenpolitisch stehen die Zeichen nicht auf Verständigung, sondern auf Auf-
rüstung, Unterstützung von Aggressionen NATO-Verbündeter und einer zunehmenden Feindschaft zu Russland.
Der 8. Mai ist für Antifaschist(inn)en ein Tag der Trauer um die Millionen Opfer der Nazidiktatur und des von ihr
begonnenen Krieges, ein Tag der Freude über die Befreiung vom Faschismus und ein Tag der Mahnung, gemeinsam alles
Menschenmögliche gegen Krieg, Rassismus und Faschismus zu unternehmen.

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