Einladung zu einem Schweigemarsch mit anschließender Gedenkveranstaltung

5. November 2017

Einladung zu einem Schweigemarsch mit anschließender Gedenkveranstaltung anlässlich der Pogromnacht vom 9. November 1938, der Ermordung der elf Zwangsarbeiter am 25. Oktober 1944 und der Ehrenfelder Edelweißpiraten und anderer Widerstandskämpfer am 10. November 1944.

Am 10. November 2017 jährt sich zum 73. Mal der Tag, an dem in der ehemaligen Hüttenstraße, jetzt Bartholomäus-Schink-Straße, 13 Menschen, unter ihnen auch Edelweißpiraten, ohne Gerichtsurteil öffentlich vor Hunderten von Zuschauern durch den Strang exekutiert wurden. Vorher, am 25. Oktober 1944, ermordete die Gestapo am selben Ort 11 Zwangsarbeiter, deren Tod nicht vergessen werden darf. Wir möchten Sie daher zu einem Schweigemarsch mit anschließender Gedenkveranstaltung für

Freitag, 10. November 2017 18 Uhr:
Treffpunkt Körnerstraße in Ehrenfeld, wo früher die Synagoge stand, die in der Pogromnacht vor 79 Jahren geschändet wurde,
recht herzlich einladen.
Beginn der Gedenkveranstaltung vor dem Mahnmal
Bartholomäus-Schink-Straße / Venloer Straße: ca. 19 Uhr

Josef Wirges
Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Ehrenfeld der Stadt Köln
Rolly & Benjamin Brings & Gäste

Flyer

„Feuer aus den Kesseln“

27. Oktober 2017

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Zur Aktualität des Kampfes gegen den Krieg – Lesung aus Ernst Tollers Stück mit anschließender Podiumsdiskussion

Sonntag, 5. November 2017, 17:00 Schauspielhaus,

Außenspielstätte Offenbachplatz, Köln Innenstadt

Auf Grundlage der Tagebücher von Hans Becker, einem der Wortführer an dem Matrosenaufstand 1917 auf den Kriegsschiffen SMS Prinzregent Luitpold sowie SMS Friedrich der Große, beschreibt Ernst Toller in seinem expressionistischen Drama „Feuer aus den Kesseln“ 1930 die Gründe für die Entstehung dieser Aufstände. Es lesen Schauspieler*innen des Ensembles des Kölner Schauspielhauses.

In der Podiumsdiskussion diskutieren Sarah van Dawen-Agreiter (SJD/Die Falken), Benno Malte Fuchs (Bundesverband Soziale Verteidigung) und Beate Heine (Chefdramaturgin Schauspiel Köln) über die Aktualität zum Einsatz für den Frieden und gegen Krieg.

Die Moderation dieser Veranstaltung hat Hanna Parnow vom Friedensbildungswerk Köln.

Eine Zusammenarbeit vom Schauspielhaus Köln mit der SJD / Die Falken Gruppe Robert Blum, dem DGB Köln/Bonn und dem Friedensbildungswerk.

 

Die Teilnahme ist kostenlos

Flyer: Feuer aus den Kesseln

 

Wie halten wir den Aufstieg der Rechten auf? – Eine Diskussion mit Gerd Wiegel

11. Oktober 2017

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Donnerstag, 26. Oktober 2017, 18.00 Uhr
DGB-Haus, Hans-Böckler-Platz 1

 

Die Bundestagswahl vom 24. September hat ein Ergebnis, dass es so in der Geschichte der Bundesrepublik noch nicht gegeben hatte: Erstmals seit 1949 gelang einer Partei, die eine offen rassistische und völkische Politik vertritt, der Einzug ins höchste deutsche Parlament. Dieser Erfolg der AfD wirft für alle Demokrat(inn)en und Antifaschist(inn)en eine Reihe von grundlegenden Fragen auf:

  • Warum gelang den Rechten trotz aller Gegenwehr ein solcher Erfolg?
  • Woher kommen die AfD-Wähler(innen) und was sind die Gründe für ihre Wahlentscheidung?
  • Handelt es sich ausschließlich um überzeugte Rassist(inn)en, die bekämpft werden müssen oder geht es auch darum, einen Teil von ihnen zurück zu gewinnen für eine fortschrittliche Politik?
  • Wie sind die Austritte und Abspaltungen der AFD zu bewerten?
  • Wie muss der Kampf gegen Rechts geführt werden, damit er Erfolg haben kann und wir die blauen Braunen so schnell wie möglich wieder los werden?

Nachdem mehr als einen Monat nach den Wahlen alle Ergebnisse und viele Analysen vorliegen, wollen wir diese Fragen diskutieren. Es referiert Gerd Wiegel, Politikwissenschaftler und Referent für Rechtsextemismus und Antifaschismus Der Bundestagsfraktion DIE LINKE. Er veröffentlichte vor wenigen Monaten das Buch „Ein aufhaltsamer Aufstieg – Alternativen zu AfD & Co.“ im Kölner Papyrossa-Verlag.

 

Eine Veranstaltung der VVN-BdA Köln und Kein Veedel für Rassimus

Der Flyer zur Veranstaltung ist hier zu finden.

Demagogen, Populisten, Fremdenfeinde: Wie gefährdet ist die Demokratie durch eine radikale „Neue Rechte“?

29. September 2017

Freitag. 13. Oktober 2017
Demagogen, Populisten, Fremdenfeinde: Wie gefährdet ist die Demokratie durch eine radikale „Neue Rechte“?
Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Benz.

19:00 Uhr, NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25,
4,50, erm. 2,00 Euro

Schuld und Schulden: Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa.

29. September 2017

Dienstag. 10. Oktober 2017

Vortrag von Karl Heinz Roth.
Die Reparationsfrage ist ein besonders umstrittenes Kapitel der europäischen Nachkriegsgeschichte. Während die großen Siegermächte in den ersten Nachkriegsjahren umfangreich entschädigt wurden, gingen die kleineren Länder Europas und zahlreiche Opfergruppen weitgehend leer aus. Zu ihnen gehörte auch Griechenland.

19:00 Uhr, NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz
23-25, 4,50, erm. 2,00 Euro

Lesung: Mit den Fingern in Asche geschrieben.

29. September 2017

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Lesung mit den Roma-Schriftstellern Jovan Nikolic und Ruzdija Sejdovic
Moderation Dr. Karola Fings.
Begleitprogramm zur Sonderausstellung „Rassendiagnose: Zigeuner“: Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung“.

19:00 Uhr, NS-Dokumentationszentrum,
Appellhofplatz 23-25, 4,50, erm. 2,00 Euro

Der Matrosenaufstand 1917 – Gedenken in Porz

25. September 2017

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Vor genau 100 Jahren, am 5. September 1917, wurde der Militär-Übungsplatz in Köln-Wahn Schauplatz zweier umstrittener Hinrichtungen. Hier, weit weg von der Küste, wurden die wenige Tage zuvor verhängten Todesurteile gegen zwei junge Matrosen der Kaiserlichen Marine vollstreckt: Albin Köbis und Max Reichpietsch.
Das Friedensbildungswerk, die SJD / Die Falken Gruppe Robert Blum und der DGB Köln/Bonn nahmen den Jahrestag zum Anlass, um an den Matrosenaufstand zu erinnern. Kooperationspartner: AK Zivilklausel an der Universität zu Köln. Auch die VVN-BdA Köln beteiligte sich.
Zur Vorführung des Films «Matrosenmeuterei» kamen 79 Personen in das Weisshauskino. Den Vortrag von Christoph Regulski aus «Lieber für die Ehre erschossen werden, als für die sogenannte Ehre fallen» besuchten 45 Menschen. Bei der öffentlichen Gedenkveranstaltung in Köln-Porz-Wahn waren 60 Personen anwesend.
Wir dokumentieren den Redebeitrag von Günter Baumann, VVN-BdA. Auf der Webseite des Friedensbildungswerks sind auch alle anderen Reden nachzulesen.

Sehr geehrte Anwesende!

Im Jahr 1917 wehrten sich Matrosen auf den Kriegsschiffen in gemeinsamen Aktionen gegen die massive Unterdrückung durch die Seeoffiziere. Sie wurden wie Sklaven schikaniert. Sie führten Streiks durch gegen die Hungerrationen und das oft völlig verdorbene Essen, bei gleichzeitigem Festschmaus für die Offiziere. Ihre gewählten Vertreter schickten sie in Verpflegungskommissionen, die dadurch bald zu allgemeinen Beschwerdestellen wurden.

Die Soldaten debattierten: Wofür ist dieser Krieg gut? In welchem Interesse ist er? Sie erkannten: dieser Krieg war kein Verteidigungskrieg, wie die Reichsleitung, und auch die SPD, seit 1914 behauptet hatten. Viele kamen zu dem Urteil: Baldiger Frieden, ohne Annexionen und Kontributionen, auf der Grundlage des Selbstbestimmungsrechts der Völker! Diese Forderung hatte der Rat von Petrograd, nach dem Sturz des Zaren, aufgestellt. Die Parteien Mehrheits-SPD und die Unabhängige SPD, USPD, im April 1917 gegründet, übernahmen diesen Ruf. Aber nur die USPD lehnte weitere Kriegskredite ab.

Die Matrosen entwickelten ihre Ansichten selbstständig und waren nicht parteipolitisch gebunden. Um ihren eigenen Ruf nach baldigem Kriegsende zu stärken, wollten sie der Unabhängigen SPD größeres Gewicht geben bei der Mitte 1917  geplanten internationalen Konferenz von Sozialdemokraten in Stockholm. Mehr als 4000 Marinesoldaten unterschrieben aus diesem Grund einen Antrag auf Mitgliedschaft bei der USPD.

Diese Abwendung von Teilen der Arbeiterbewegung und der Marinesoldaten von den bisherigen expansiven Kriegszielen wollten die Machthabenden beenden. Nach einem Protestausflug von 600 Marinesoldaten am 2. August 1917 in Wilhelmshaven, gegen die willkürliche Streichung von Freizeit und stattdessen Ansetzen  von Drillübungen und  gegen die dann folgenden Bestrafungen wurden in Wilhelmshaven  fünf Soldaten rechtswidrig zum Tode verurteilt. Wegen angeblicher „vollendeter kriegsverräterischer Aufstandserregung“, was der Ausflug nicht war. Auch nach Ansicht der damaligen Marinejuristen nicht, die das Urteil vor Inkrafttreten überprüfen mußten.

Max Reichpietsch und Albin Köbis wurden am 5. September 1917 hier in Köln-Wahn auf der Grundlage eines Unrechtsurteils erschossen. Die Marineleitung hatte nicht gewagt, sie in Wilhelmshaven erschießen zu lassen.

Admiral  Scheer, der später zwei Todesurteile bestätigte, schrieb vor dem Gerichtsverfahren einen Brief an den  Preußischen Kriegsminister. Er hätte Angst, daß die Wilhelmshavener Arbeiter gegen die  angestrebten Todesurteile und gegen die Hinrichtungen aufbegehrten, die dortigen Marinewerkstätten stilllegten und den U-Boot-Krieg gefährdeten. Deswegen habe er die  Erschießung, also schon Wochen vor dem Urteil, angeordnet im weit entfernten Porz-Wahn. Der Admiral bat um Zustimmung. Der Kriegsminister stimmte zu.

Seit Ende 1916, Anfang 1917 hatten die Belegschaften in verschiedenen Rüstungsbetrieben selbstständige Streiks durchgeführt, gegen den Willen des Gewerkschaftsvorstandes. Ihre Forderung: Brot, Frieden, Freiheit! In Magdeburg hatten im Februar 1917 die Arbeiter im Rüstungsbetrieb von Krupp eine Woche gestreikt. Als sie die Nachricht über die  Erschießung von Max Reichpietsch und Albin Köbis erfuhren, sagten sie: „Das waren unsere Leute!“

Hans Beckers, dessen Todesstrafe in eine Haftstrafe umgewandelt worden war, schrieb in seinem Buch von 1928, Wie ich zum Tode verurteilt wurde: „In unserer Hand lag es, dem Völkermorden Einhalt zu gebieten und der bedrängten Menschheit den langersehnten Frieden zu geben. So glaubten wir. – Und doch waren wir nur ein winziges Teilchen , ein schwacher Hauch jener großen Kraft, die schließlich die blutige Flamme des Krieges erstickte.“

Wir möchten die letzten Briefe von Albin Köbis und Max Reichpietsch vorlesen. In der Fassung, wie sie in dem Buch von Christoph Regulski abgedruckt sind: “Lieber für die Ideale erschossen werden, als für die sogenannte Ehre fallen.“ Marixverlag, 2014, S. 228 und S.230f.) In dem Brief von Albin Köbis sind die Terminangaben um 7 Tage vordatiert:

„Liebe Eltern!
Ich bin heute, den 11.9.1917 zum Tode verurteilt worden, nur ich und noch ein Kamerad, die andern sind zu 15 Jahren Zuchthaus begnadigt worden. Warum es mir so ergeht, werdet Ihr ja gehört haben. Ich bin ein Opfer der Friedenssehnsucht, es folgen noch mehrere. Ich kann der Sache nicht mehr Einhalt gebieten; es ist jetzt 6 Uhr morgens, um 6.30 Uhr werde ich nach Köln gebracht. Mittwoch den 12.9. 4 Uhr morgens falle ich, ein Opfer der Militärjustiz. Ich hätte Euch gern noch einmal die Hand zum Abschied gedrückt, aber ich werde stillschweigend erledigt. Tröstet Paula und meinen kleinen Fritz. Ich sterbe zwar nicht  gern so jung, aber ich sterbe mit einem Fluch auf den deutschen Militärstaat. Das sind meine letzten Zeilen. Vielleicht bekommst Du und Mutter diese einmal zugesandt.
Auf immer Euer Sohn.“

Der Brief von Max Reichpietsch, geschrieben am 30.8.1917: Max Reichpietsch war Mitglied der Neuapostolischen Kirche. Die Marineleitung schickte seinen Brief an die Familie nicht weiter, sondern übersandte ihn erst Wochen nach der Hinrichtung. Sie verhinderte damit die Stellung eines Gnadengesuchs, um das Reichpietsch seine Familie in dem Brief bat.

„Geliebte Eltern!
Ich hätte Euch schon lange geschrieben, was mit mir los ist, aber ich wollte erst mein Urteil abwarten. Nun ist dieser Tag gewesen, und er ist noch schlimmer ausgefallen, als ich gedacht habe. Es ist ein Todesurteil geworden. Ob es vollstreckt wird, oder ob es durch die Gnade des Kaisers verhindert wird, liegt in Gottes Hand. Ich habe keine Hoffnung mehr und habe mit dem Leben abgeschlossen. Das hatte wohl keiner gedacht, als wir im Juni Abschied nahmen, daß es das letztemal sein sollte. Nun bitte ich Euch, liebe Eltern, verzeiht mir diese letzten Vergehen, damit ich ruhig in die andere Welt hinübergehen kann, wo wir uns alle einmal wiedersehen. Auch danke ich Euch für all das Gute, was Ihr an mir getan habt … Teilt mir bitte die Adresse und den Namen des Vorstehers oder Apostels der Gemeinde von hier mit … Und wenn Ihr noch mehr und Näheres über mein Vergehen wissen wollt, so schreibt an den, der Euch auf meinen Auftrag hin zum erstenmal geschrieben hat. Nun entschuldigt, daß ich nicht mehr schreibe; aber mir ist das Herz so schwer, daß es mir unmöglich ist, noch weiter zu schreiben. Denn es ist traurig, als junger Mensch in der Blüte der Jahre, mit einem Herzen voll Hoffen und Sehnen, schon sterben zu müssen, sterben durch harten Richterspruch. Grüßt Willy und Gertrud, und Euch selbst umarmt und küßt zum letzten Male
Euer Sohn Max
Alles, was Ihr für mich machen könnt, ist, wenn Ihr durch einen Rechtsanwalt oder durch den Stammapostel ein Gnadengesuch an den Kaiser macht, in dessen Hand augenblicklich mein Leben ruht, und dessen Hand auch hier mildtätig wirken wird.
M.“

Die Bundeswehr muß nicht länger in einer unwahren Tradition verharren! Sie sollte anerkennen, daß die Hinrichtung von  Max Reichpietsch und Albin Köbis ein politischer Justizmord war. Vollzogen in Köln-Wahn. Es ist richtig und begründet, die Aufhebung der Todesurteile zu fordern.
Die Bundeswehr sollte nicht länger den Zugang zu der Gedenkstätte einschränken. Eine Lösung muß gefunden werden für einen freien unbeschränkten Zugang zu der Gedächtnisstätte der Matrosen Max Reichpietsch und Albin Köbis. Sie steht auf einem städtischen Grundstück, dem öffentlichen Friedhof der Stadt Köln!
Reichpietsch und Köbis mahnen uns, gerade in der jetzigen Zeit, aufzutreten  – gegen die geplante Ausweitung der deutschen Militär- und  Kriegspolitik.

Eine weitere Veranstaltung zum Thema findet am Sonntag, den 5.11.2017 um 17.00 Uhr im Schauspielhaus, Außenspielstätte Offenbachplatz, Köln-Innenstadt statt: «Feuer aus den Kesseln». Zur Aktualität des Kampfes gegen den Krieg – Auszüge   aus Ernst Tollers Stück mit anschließender Podiumsdiskussion.

70 Jahre Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Köln

geschrieben von Kreisvorstand Köln

25. September 2017

Am Montag, den 3. Februar 1947 um 10 Uhr fand im Senatssaal der Universität die Gründungsversammlung der VVN statt. Oberbürgermeister Dr. Pünder eröffnete die Versammlung. Die politisch Verfolgten, so sagte er, seien die wahren Alliierten. Er habe während der Zeit seiner Tätigkeit mancher Versammlung vorgestanden, doch keiner mit freudigerem Herzen als dieser. Nach dem Oberbürgermeister ergriff Hein Hamacher als Vorsitzender des Komitees für politisch, rassisch und religiös Verfolgte das Wort. Er sprach von dem schweren illegalen Kampf, den harten Leiden der ehemaligen politisch Verfolgten und von deren Recht auf Anerkennung und Würdigung ihres mutigen Eintretens gegen die Hitler-Tyrannei und Barbarei. Im gewählten Vorstand waren dann Vertreterinnen und Vertreter aller Parteien, der christlichen Kirchen und der jüdischen Gemeinde.

Das ist nun 70 Jahre her und die VVN gibt es immer noch. Das wollen wir feiern.

Am 19. November werden wir in der Alten Feuerwache, Melchiorstraße 3 um 15 Uhr im Kinosaal den Film von Dietrich Schubert „Widerstand und Verfolgung in Köln 1933-1945“ zeigen.

Dietrich und Katharina Schubert haben wir eingeladen zu kommen und anschließend mit uns noch über den Film zu sprechen. Im „Offenen Treff“ der Alten Feuerwache (neben dem Büro) warten dann ab 17 Uhr ein Büfett und Getränke auf uns. Da können die Gespräche fortgesetzt werden, Erinnerungen ausgetauscht werden. Wir freuen uns auf möglichst viele Mitglieder und Freundinnen und Freunde.

Der Film von Dietrich Schubert entstand 1976. Grundlage waren 20 Tonbandinterviews, die Walter Kuchta, Wilfried Viebahn und Reinhard Bergholz mit Kölner Antifaschistinnen und Antifaschisten geführt hatten. Die Finanzierung kam durch Spenden vieler VVN-Mitglieder zustande. (Schwarzweiß, Länge 93 Minuten)

Nach der Bundestagswahl: Wie halten wir den Aufstieg Der Rechen auf?

25. September 2017

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Antifaschist(inn)en haben in den letzten Wochen und Monaten viel Kraft und Energie daran gesetzt, möglichst viele Menschen davon zu überzeugen, nicht rechts (und das heißt: gegen ihre Interessen) zu wählen. Und doch ist zu befürchten, dass es mit der AfD erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland einer radikal rechten, rassistischen Partei gelingen wird, in den Bundestag einzuziehen. Für einen solchen Fall gilt es, genau zu analysieren, was die Gründe dafür sind und wie eine erfolgreiche demokratische Politik, die u.a. das Ziel hat, die Rechten so zu schwächen, dass sie möglichst in keine Parlamente mehr gewählt werden, aussehen muss.

Wir haben deshalb Gerd Wiegel, Politikwissenschaftler, Referent für Rechtsextremismus und Antifaschismus der Bundestagsfraktion DIE LINKE und Autor des Buches „Ein aufhaltsamer Aufstieg – Alternativen zu AfD & Co.“ eingeladen, mit uns darüber zu diskutieren, wie wir den Aufstieg Der Rechten wirklich aufhalten können.

 

Die Veranstaltung findet am 26. Oktober 2017 um 18.00 Uhr im DGD-Haus (Hans-Böckler-Platz) statt. Wir bitten Euch, den Termin dieser sicher spannenden Veranstaltung schon einmal vorzumerken.

Herz statt Hetze: Ausstellung Der VVN-BdA war bestens besucht

geschrieben von tri

25. September 2017

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Ein quirliges und buntes Bild bot der Bauspielplatz in der Südstadt am Nachmittag und frühen Abend des 10. September. In das alte Fort mit seinen dicken Mauern und Kasematten, einst ein Symbol des preußischen Militarismus, hatte die Initiative „Kein Veedel für Rassismus“ zum antirassistischen Festival „Herz statt Hetze“ eingeladen und viele hundert Menschen kamen. Mitveranstalter waren die Wirteininitiative „Kein Kölsch für Nazis“, der ver.di Bezirk Köln, Cologne Act, und das Bündnis „Köln gegen Rechts“.

Das das Fest nur zwei Wochen vor der Bundestagswahl stattfand, war natürlich kein Zufall – es richtete sich konkret gegen menschenfeindliche und rassistische Hetze vor allem der Afd und der anderen Rechtsparteien. Dabei durfte natürlich unsere AfD-Ausstellung „Der Arm Der Bewegung“ nicht fehlen. Und fast wider Erwarten, die Ausstellung wurde bei schönstem Sonnenschein relativ abgelegen im düsteren Gebäude präsentiert, war das Interesse riesig. Hunderte Menschen aller Altersgruppen zeigten nicht nur Interesse sondern waren vom kritischen Inhalt der Präsentation angetan. Nicht so begeistert schien der Besucher/die Besucherin gewesen zu sein, der/die eine Tafel mit einem AfD-Aufkleber versah. Doch mit ein wenig Geduld, ließ der braune Dreck sich wieder rückstandsfrei entfernen – wenn das doch mal immer so leicht möglich wäre.

 

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