„Wenn Sie wirklich die Wahrheit kennen lernen wollen, dann halten Sie sich an die unmittelbaren Quellen, lesen Sie die Schriften der Beteiligten, der Gequälten, die Schriften derer, die ausfressen mußten, was andere ihnen eingebrockt haben. Da werden Sie sehen, wie es wirklich gewesen ist. Und hier ist so eine Schrift. (…)Ob einer die Wahrheit schreibt, Herr Professor, das kann man hören. Allerletzten Endes gibt es gar keine andere Möglichkeit, die Wahrheit ausfindig zu machen. Zahlen können trügen – Statistiken erst recht – Dokumente können gefälscht, geschickt ausgewählt, zusammengestrichen sein … aber der Ton der Wahrheit, die Musik der Wahrheit –: das täuscht nie.“
(Kurt Tucholsky alias „Ignaz Wrobel“, „Wie war es –? So war es –!“ Sonntagszeitung, 28.10.1928, (Vorrede zu dem Buch des Matrosen Hans Beckers »Wie ich zum Tode verurteilt wurde«, Ernst Oldenburg Verlag, Leipzig 1928).
Am 86 Jahrestag der Bücherverbrennung der Nazis, im Jahr des 100. Jahrestages der Universität ist wieder gelesen worden aus den Werken, die an den deutschen Universität verbrannt wurden. Geehrt wurden die Hochschullehrer Benedikt Schmittmann und Goswin Frenken, die aufgrund ihrer Kritik und Opposition zum Naziregime ind Konzentrationslagern ermordert wurden – vor dem Hauptgebäude der Universität finden sich Stolpersteine mit ihren Namen. Die Auswahl der über 20 Leserinnen und Leser findet sich unten, zum Revue-passieren Lassen, Nachlesen und Schmunzeln. Die Lesungen fanden in diesem Jahr statt vor einer großen Baustelle, auf dem Bauzaun war in großen Lettern zum Jubiläum der 1919 neu gegegründeten Universität zu lesen „100 Jahre gute Ideen“. Lesungen zum Jahrestag der Bücherverbrennung im Jahr des 100. Jahrestags der Neugründung der Universität weiterlesen »








