Der Fall Deutschland gegen Italien vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag

29. April 2010

Vortrag und Diskussion mit Martin Klingner

30.04.2010

Staatenimmunität für deutsche Kriegsverbrechen?

Der Fall Deutschland gegen Italien vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag

Vortrag und Diskussion mit Martin Klingner

Freitag, 30. April 2010, 20:00 Uhr

im Allerweltshaus, Körnerstr. 77-79, Köln – Ehrenfeld, Eintritt 3,- €

Vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag geht es in dem Verfahren „Bundesrepublik Deutschland vs. Republik Italien“ um die grundlegende Frage, ob von Kriegs- und Menschenrechtsverbrechen Nazi- Deutschlands betroffene Menschen das Recht haben, direkt gegen Deutschland zu klagen und ihre Ansprüche gegen deutsches Staatseigentum – auch im Ausland – geltend zu machen.

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Freitag, 30. April 2010, 20:00 Uhr im Allerweltshaus, Körnerstr. 77-79, Köln – Ehrenfeld, Eintritt 3,- € Vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag geht es in dem Verfahren „Bundesrepublik Deutschland vs. Republik Italien“ um die grundlegende Frage, ob von Kriegs- und Menschenrechtsverbrechen Nazi- Deutschlands betroffene Menschen das Recht haben, direkt gegen Deutschland zu klagen und ihre Ansprüche gegen deutsches Staatseigentum – auch im Ausland – geltend zu machen.

Zeitzeugenveranstaltung mit Hans Heisel – Widerstandkämpfer in der Résistance

24. April 2010

25.04.2010

Zeitzeugenveranstaltung mit Hans Heisel – Widerstandkämpfer in der Résistance

„Ich spielte objektiv die Rolle eines Komplizen für ein riesengroßes staatliches Verbrechen des Nazi-Regimes, und diese Rolle wollte ich nicht spielen, und so haben wir gesagt, da muss man etwas tun. „

Sonntag, 25. April 2010, 18.00 Uhr

Im Alten Jugendheim in Remagen, Kirchstraße 5

Veranstaltung und Kundgebung organisiert von:

Antifa Ahrweiler, Antifa Bonn/Rhein-Sieg,

Antifaschistische Initiative Andernach,

Kulturgruppe Erinnern und Gedenken

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Sonntag, 25. April 2010, 18.00 Uhr Im Alten Jugendheim in Remagen, Kirchstraße 5 Veranstaltung und Kundgebung organisiert von: Antifa Ahrweiler, Antifa Bonn/Rhein-Sieg, Antifaschistische Initiative Andernach, Kulturgruppe Erinnern und Gedenken

Einspruch!

23. April 2010

Antifaschistische Positionen zur Geschichtspolitik 65 Jahre nach der Befreiung von Faschismus und Krieg“

24.04.2010

Einspruch!

Antifaschistische Positionen zur Geschichtspolitik 65 Jahre nach der Befreiung von Faschismus und Krieg“

Geschichtspolitische Konferenz der VVN-BdA 2010

Samstag, 24. April 2010, 13:00

Berlin, Humboldt-Universität, Unter den Linden 6

24.April 13:00-18:00 Uhr 25.April 09:00-13:30 Uhr

Veranstalter: VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V.) und Lagergemeinschaften

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Samstag, 24. April 2010, 13:00 Berlin, Humboldt-Universität, Unter den Linden 6 24.April 13:00-18:00 Uhr 25.April 09:00-13:30 Uhr Veranstalter: VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V.) und Lagergemeinschaften

Gerichtsbeschluss: „pro NRW“ muss Wahlkampfzeitung einstampfen

22. April 2010

Nachdem die selbsternannte „Bürgerbewegung“ das Foto eines Künstlers in ihrer Wahlkampfzeitung veröffentlicht hatte, droht der rechtspopulistischen Gruppierung jetzt der Wegfall ihres wichtigsten Wahlkampf-Mediums. Eine einstweilige Verfügung gegen „pro NRW“ untersagt die weitere Verbreitung der Zeitung.

Wer kennt sie nicht: Die berühmte Zeitung, mit der die Leverkusener pro-NRW-Kandidatin Angelika Raue vor einem Millionenpublikum hilflos versuchte, den Islam zu erklären.

Diese Zeitung dürfen Raue und alle anderen Möchtegern-Politiker der „Bürgerbewegung“ nun nicht mehr unters Volk bringen. Der Burscheider Künstler Gregor Merten hatte vor dem Landgericht Köln dagegen geklagt, dass sein Foto in der Zeitung erschien und ihn in einem Zusammenhang darstellte, als sympathisiere er mit „pro NRW“. Das Gericht gab dem Künstler Recht und erließ eine einstweilige Verfügung gegen die „Bürgerbewegung“, die Zeitung nicht weiter zu verteilen. Sollte sie es dennoch tun, droht der ultrarechten Partei ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro oder wahlweise einer bis zu sechs Monate langen Ordnungshaft des Vorsitzenden Markus Beisicht. Unabhängig davon müssen die Pro’s ohnehin schon die Kosten des Verfahrens in Höhe von 12.500 Euro tragen.

Gregor Merten engagierte sich bisher mit verschiedenen Kunstaktionen gegen „pro NRW“ und war dementsprechend auch bei Demonstrationen gegen Kundgebungen der rechten Partei anwesend. Mit seinem Projekt „Engel der Kulturen“ möchte er nach eigenen Angaben „den interkulturellen und interreligiösen Dialog unterstützen, der das friedliche Zusammenleben, das gemeinschaftliche Agieren, aber auch Erfahrungsaustausch und das Verständnis für die jeweilige Spiritualität zum Ziel hat“.

Dass dieses Vorhaben einer ultrarechten Gruppierung nicht zusagt, dürfte klar sein. So bezeichnet „pro NRW“ Merten in einer Pressemitteilung dann auch als „Linksextremist“ und den Gerichtsbeschluss als „Anschlag auf die Meinungsfreiheit“. Angeblich seien für die Wahlkampf-“Schlussoffensive“ noch einmal Flyer in Millionenauflage geordert worden, so Markus Beisicht.

Bleibt dann nur noch die Frage, wie eine wenige hundert Mann starke Wahlkampf-Mannschaft Millionen von Zeitungen verteilen will. „pro NRW“ ist und bleibt eben der Inbegriff der stümperhaften Selbstinszenierung.

Erklärung der FIR zum 8. Mai 1945- 2010

17. April 2010

Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten hat anlässlich des 8. Mai 1945 – 2010 eine politische Erklärung verabschiedet

FÉDÉRATION INTERNATIONALE DES RÉSISTANTS (FIR) – ASSOCIATION ANTIFASCISTE

8. Mai 2010 – 65. Jahrestag der Befreiung – Tag des Sieges

Vor 65 Jahren erlebte die Menschheit am 8.Mai 1945 die endgültige militärische Zerschlagung des deutschen Faschismus. Dieses Datum markiert den Sieg über das menschenverachtenden Regimes des Hitler-Faschismus, • das politische Gegner und Andersdenkende ausgrenzte, verfolgte und inhaftiert, • das Menschen allein aus einer konstruierten Rassezugehörigkeit als Juden, als Sinti und Roma, als Slawen millionenfach ermordete, • das alle Nachbarstaaten in Europa und selbst Länder und Völker in anderen Teilen der Welt mit Krieg, Okkupation und Vernichtung überzog, ein Krieg, der mehr als 50 Millionen Menschen das Leben kostete. Die faschistischen Weltherrschaftspläne wurden durch das gemeinsame Handeln der Anti – Hitler – Koalition gestoppt. Es waren die Angehörigen der Streitkräfte der Alliierten, vor allem die Angehörigen der sowjetischen Armee, die die Hauptlast des Krieges trugen 27.000.000 zivile und militärische Opfer in der UdSSR, die diese Bedrohung auch militärisch zerschlugen. Es waren die Partisanen und Widerstandskämpfer in allen okkupierten Ländern, und auch in Deutschland selber, die ihr Leben einsetzten für die Freiheit ihrer Heimat. Diese nationale Befreiungsbewegung umfasste Frauen und Männer, Kommunisten und Katholiken, Liberale und Sozialdemokraten, Gewerkschafter und auch Konservative. Wir ehren all diese Patrioten, den Beitrag der antifaschistischen Allianz und der nationalen Befreiungsbewegungen der Völker.

Der 8. Mai 1945 ist damit der Tag der Befreiung und des Sieges für alle vom deutschen Faschismus bedrohten Völker, für die Kämpfer gegen den Faschismus in allen Ländern, für alle Verfolgten und Opfer faschistischer Regime. Diese historische Wahrheit wird zunehmend verdrängt. Die Verbrechen des Faschismus werden relativiert, Kollaborateure rehabilitiert oder zu „Freiheitshelden“ stilisiert. Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer -FIR – Bund der Antifaschisten verwahrt sich gegen alle Versuche der Etablierung eines reaktionären Geschichtsbildes – geprägt von Totalitarismusdoktrin und Geschichtsverfälschung – in Europa.

Wir erinnern anlässlich dieses Jahrestages daran: Der 8.Mai 1945 markiert den Beginn einer neuen Politik in den internationalen Beziehungen. Die Gemeinsamkeit des Handelns aller Nazigegner schuf die Grundlage für die Gründung der Vereinten Nationen und die Fixierung von Grundlagen des Völkerrechts, die die Basis für die Verfolgung und Verurteilung der Hauptkriegsverbrecher im Nürnberger Tribunal darstellten. Nach dem Sieg über den Nazifaschismus erhielten die Völker verschiedener Länder zum ersten Mal politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Rechte, die in ihren Verfassungen und Rechtsgrundlagen fixiert worden waren. Dies war auch bedeutend für die Verstärkung des antikolonialen und antifaschistischen Kampfes in den Ländern, in denen solche Regime noch bestanden. Heute gilt oftmals – im Gefolge des Zusammenbruchs der früher sozialistischen Länder – das „Recht des Stärkeren“ in den internationalen Beziehungen. Vereinbarungen und internationales Recht – entstanden unter dem Dach der UNO – wird gebrochen und ausgesetzt. Daher müssen wir unseren Kampf verstärken gegen imperialistische Interventionen und Übergriffe, gegen Militarisierung und für die Wiederherstellung der Autorität des internationalen Rechts und der Entschließungen der Vereinten Nationen.

Die gemeinsame Losung aller Antifaschisten lautete „Nie wieder!“ Dies ist Verpflichtung für heute und morgen. Gemeinsam mit den Angehörigen heutiger Generationen handeln wir

• gegen Neofaschismus, extreme Rechte und Rechtspopulismus,

• gegen soziale Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus,

• gegen Krieg und Terrorismus sowie deren gesellschaftlichen Wurzeln.

Ausgehend von der Gemeinsamkeit im Handeln gegen die faschistische Barbarei treten die 65 Mitgliedsorganisationen der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten in Israel und Europa heute ein

• für Frieden und Abrüstung,

• für politische und soziale Menschenrechte, für Demokratie.

So schaffen wir eine „neue Welt des Friedens und der Freiheit!“

Erklärung (144 KB / 2 S.)

Ostermärsche Rhein-Ruhr 2010

3. April 2010

Friedensfahrt der Motorradfahrer/innen

04.04.2010

Ostermärsche Rhein-Ruhr 2010

Friedensfahrt der Motorradfahrer/innen

Liebe Friedensfreundinnen und Freunde,

im Rahmen der Ostermärsche Rhein-Ruhr 2010 findet in Köln auch in diesem Jahr wieder eine Friedensfahrt der Motorradfahrer/innen statt, und zwar am 04.04. (Ostersonnatg).

Zwischstop und -kundgebung sind in diesem Jahr ca. 12.45 Uhr am Hiroshima/Nagasakipark.

Die Abschlusskundgebung wird gegen 14.00 Uhr auf dem Roncalliplatz stattfinden..

Wir laden Euch herzlich dazu ein. Wir messen dem eine große politische Bedeutung bei, denn Frieden ist ja unser ALLER Angelegenheit.

Auf dem Roncalliplatz wird es wieder einen zentralen Infostand geben, auf dem Ihr gerne Material auslegen könnt.

Bis dahin verbleibe ich mit den besten Grüßen und Friedenswünschen,

Gine Willrich, Motorradfahrer/innen ohne Grenzen

Sonntag, 04. April 2010, 11:00

Köln, Südverteiler (Sammeln)

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Sonntag, 04. April 2010, 11:00 Köln, Südverteiler (Sammeln)

Duisburg stellt sich quer

27. März 2010

Aufruf gegen den Sternmarsch von PRO-NRW und NPD.

28.03.2010

Duisburg stellt sich quer

Aufruf gegen den Sternmarsch von PRO-NRW und NPD.

Am Sonntag, den 28. März 2010 will „Pro NRW“ in Duisburg einen Aufmarsch gegen die dortige Moschee durchführen und mit ihren rechtsradikalen Parolen auf Stimmungsfang gehen. In Duisburg hat sich ein breites Bündnis gebildet, das sich quer stellt, um ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzten.

Sonntag, 28. März 2010, 12:00

Duisburg-Marxloh

Informationen zu den Planungen in Duisburg: www.marxloher-buendnis.de, www.duisburg-stellt-sich-quer.de

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Sonntag, 28. März 2010, 12:00 Duisburg-Marxloh Informationen zu den Planungen in Duisburg: www.marxloher-buendnis.de, www.duisburg-stellt-sich-quer.de

Der 1. Mai

19. März 2010

Es mag viele überraschen, aber der 1. Mai als internationaler Tag der ArbeiterInnen begann in den USA.

Seinen Ursprung nahm er in der Haymarket Kundgebung in Chicago, Illinois am 1. Mai 1886, als Tausende und Abertausende von ArbeiterInnen sich mit ihren Familien versammelten, um für den 8-Stundentag zu kämpfen. Ihre weiteren Forderungen? Das Ende der Kinderarbeit und das Organisationsrecht für ArbeiterInnen (damals behandelten Gerichte Gewerkschaften als „kriminellen Syndikalismus“).

Die Kundgebung wurde von der Chicagoer Polizei brutal angegriffen. Kurz darauf wurde eine Bombe geworfen. Es gab Verletzte und mehrere Polizisten starben. Die GewerkschaftsaktivistInnen wurden verhaftet und mit der Durchführung des Bombenattentats angeklagt. Sie wurden in manipulierten Schauprozessen abgeurteilt. Einige wurden hingerichtet, andere wurden inhaftiert. Die Haymarket Prozesse radikalisierten die ArbeiterInnen landes- sowie weltweit. Sie wollten dieses Ereignis im Bewusstsein behalten.

Seit 1889 wird dieses Datum weltweit als Erinnerung und Ausdruck von ArbeiterInnenmacht wahrgenommen, durchgeführt und gefeiert.

Mumia Abu-Jamal, 20.März 2010

Peter Gingold Paris – Boulevard St. Martin No. 11

17. März 2010

Ein jüdischer Antifaschist und Kommunist in der Résistance und der Bundesrepublik

18.03.2010

Peter Gingold Paris – Boulevard St. Martin No. 11

Ein jüdischer Antifaschist und Kommunist in der Résistance und der Bundesrepublik

Lesung mit Alice Czyborra, Tochter von Peter und Etty Gingold

Peter Gingold (1916-2006) war einer der profiliertesten jüdischen Widerstandskämpfer und Kommunisten in der Bundesrepublik. Besonders seit den 70er Jahren trat er als Redner auf politischen Kundgebungen gegen Naziaufmärsche und als Zeitzeuge in Schulen und bei Jugendgruppen auf. Er hatte viel zu berichten.

Seine im Exil geborene Tochter, Alice Czyborra, wird bei der Lesung und im Gespräch Buch und Leben dieses außergewöhnlichen Menschen vorstellen.

Donnerstag, 18. März 2010, 19:00 Uhr

DGB-Haus, Hans-Böckler-Platz 1, Großer Saal, 50672 Köln

Veranstalter:

VVN-BdA DGB-Jugend Köln Naturfreunde Köln

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Donnerstag, 18. März 2010, 19:00 Uhr DGB-Haus, Hans-Böckler-Platz 1, Großer Saal, 50672 Köln Veranstalter: VVN-BdA DGB-Jugend Köln Naturfreunde Köln

„Sternmarsch“ gegen Duisburger Moschee

14. März 2010

Duisburg. Eine Woche vor Ostern, vom 26. bis 28. März, will die aus der extrem rechten „Bürgerbewegung pro Köln“ hervorgegangene „Bürgerbewegung pro NRW“ in Duisburg und im Ruhrgebiet gegen Minarette und „Islamisierung“ protestieren.

Am Freitag sollen zum Auftakt des „islamkritischen Wochenendes“ Kundgebungen in Oberhausen (DITIB-Moschee OB-Lierich, 10 Uhr), Herten („Zentrum für Bildung und Integration“, Paschenbergstraße, 10 Uhr), Gelsenkirchen (DITIB-Moschee in Horst, 12 Uhr) und Mülheim/Ruhr (Türkisch-Islamische Gemeinde, 12 Uhr) stattfinden. Für den frühen Nachmittag sind „Mahnwachen“ vor der Moschee in Essen-Katernberg und vor der Islamischen Gemeinde in Bochum geplant.

Am Samstag, den 27. März, will „Pro NRW“ im Gelsenkirchener Schloss Horst seinen ordentlichen Parteitag durchführen. In diesem Rahmen soll dann eine „internationale Konferenz für die Einführung eines Minarettverbots“ stattfinden, an der auch Vertreter befreundeter Parteien und Verbände aus dem Ausland teilnehmen sollen.

Am Sonntag, den 28. März, will „Pro NRW“ unter dem Motto „Abendland in Christenhand“ gegen eine Moschee im Duisburger Stadtteil Marxloh demonstrieren. In der Zeit von 11 bis 19 Uhr soll von „verschiedenen Ausgangspunkten“ aus ein „Sternmarsch“ nach Marxloh durchgeführt werden. Der extrem rechte „Vlaams Belang“ aus Belgien habe bereits die Unterstützung von „mehreren hundert Teilnehmern“ zugesagt, die mit Reisebussen aus Antwerpen, Gent und Brüssel nach Duisburg herangeschafft werden sollen, heißt es bei „Pro Köln“.

Die „demonstrationserprobten flämischen Freunde“ sollen dabei gemeinsam mit der „Jugend pro NRW“ den „Ordnungsdienst“ übernehmen.

Die Ankündigung der extrem rechten „Pro“-Bewegung – der Landtagswahlkampf beginnt – ruft auch die Konkurrenz von der NPD auf den Plan. Die NPD NRW kündigte nun ebenfalls „zwei öffentlichkeitswirksame Aktionen“ in Duisburg an. Am Samstag, den 27. März, will die neofaschistische Partei eine Kundgebung vor der Merkez-Moschee durchführen und am Samstag, den 28. März, eine Demonstration. Diese soll unter dem Motto „Der kulturellen, ethnischen und religiösen Überfremdung unserer Heimat entgegentreten – Keine islamische Machtsymbolik in unseren Städten und Gemeinden!“ stattfinden.

Vertreter verschiedener Verbände und Parteien haben bereits Widerstand gegen die Aufmärsche der extremen Rechten angekündigt. Der DGB-Vorsitzende Rainer Bischoff bezeichnete die geplante Demo als „politische Brunnenvergiftung“. „Von außen geholte Truppen“ wollten die „positive Situation“ rund um die Moschee in Marxloh zerstören.

Inzwischen hat sich in Duisburg aber auch vor Ort in Marxloh ein Bündnis gebildet, dass zu Protesten aufruft.

Duisburger Aufruf im Anhang!

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Aufruf: „Köln stellt sich quer“ – auch in Duisburg!

Nachdem die rechtsradikale Pro-Gruppierung durch die erfolgreichen Proteste der Kölnerinnen und Kölner schon zweimal bei der Durchführung von geplanten Großveranstaltungen in unserer Stadt gescheitert ist, verlagert sie nun ihre Aktivitäten in das Ruhrgebiet. Am Sonntag, dem 28. März 2010 will „Pro NRW“ in Duisburg einen Aufmarsch gegen die dortige Moschee durchführen und mit ihren rechtsradikalen Parolen auf Stimmenfang gehen. In Duisburg hat sich ein breites gesellschaftliches Bündnis gebildet, das sich quer stellt, um ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Wir unterstützen das Duisburger Bündnis. Wir rufen alle Kölnerinnen und Kölner dazu auf, sich an den friedlichen Protesten gegen die rechtsradikale Pro-Gruppierung zu beteiligen! Treffpunkt: 28. März 2010, 12.00 Uhr, in Duisburg-Marxloh

Anreise: Wir empfehlen die Anreise mit der Deutschen Bahn AG in Kleingruppen. Das „SchönerTag-Ticket NRW“ kostet 35,- Euro und gilt für die Hin- und Rückreise von maximal fünf Personen. Es können alle Nahverkehrszüge sowie Busse und Straßenbahnen genutzt werden. Das Ticket kann an den Fahrkartenautomaten gekauft werden. Abfahrtszeiten ab Köln, Hauptbahnhof: Regionalexpress RE 11012, 10:31 Uhr, Gleis 2 Regionalexpress RE 10117, 10:49 Uhr, Gleis 4 Vom Duisburger Hauptbahnhof gelangen Sie mit der Straßenbahnlinie 903, Richtung Dinslaken, zum Kundgebungsplatz an der Moschee in der Warbruckstraße. Ausstieg an der Haltestelle „Heckmann“.

Informationen zu den Planungen in Duisburg: www.marxloher-buendnis.de

Aufruf Duisburg (26 KB / 1 S.)

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