Letzte Worte des Kardinals im Kölner Dom

geschrieben von errerr

28. Januar 2014

Zum Soldatengottesdienst Kardinal Meisners am 23. Januar 2014

Kardinal Meisner traktierte in seiner wohl letzten Amtshandlung die anwesenden 1500 Soldaten nicht mehr mit verbalen Sprengsätzen (1996: “In betenden Händen  ist die Waffe vor Missbrauch sicher”) sondern eher mit pürierten Appetithäppchen, garniert mit unverfänglichen Papst- Franziskus- Worten.

Viel Weihrauch und viel Gebimmel vernebelten aber das, was er wirklich meinte. Trotz “Brüderlichkeit und Geschwisterlichkeit”, “Verantwortung” und “globaler Verpflichtung”  schimmerte immer wieder das zu segnende “Nato- Oliv” durch! Auch missverstand Kardinal Meisner offensichtlich Mutter Theresa: sie meinte in ihrer Gedichtzeile: „Die Frucht des Dienens ist der Friede“ mit Sicherheit nicht „dienende Soldaten“!

Nach dem geistigen Eintopf im Dom stürmten die gesegneten Heiligen Krieger zum realen Eintopf der Bundeswehr- Goulasch- Kanone.

Sie mussten vorher allerdings an einer Front von Protestierenden vorbei. Diese konfrontierten die Soldaten mit Schildern, auf denen die Namen der 142 in Kundus ermordeten Zivilisten zu lesen waren. Zusätzlich verlas eine beeindruckende Frauenstimme diese in eine für die Domplatte unnatürliche Stille hinein.

Die Reaktion der Soldaten? Von peinlicher Berührung bis zum dümmlichen Grinsen ertappter Missetäter – alles wie gehabt.

Die neue Kriegsministerin war nicht mit von der Partie. Frau von der Leyen versuchte auf Schloss Meseberg ihre Ministerkolleg_innen für neue Auslandseinsätze der Bundeswehr zu begeistern. Vielleicht werden bald deutsche Soldaten auch in Afrika „unsere“ Freiheiten und Werte verteidigen. Zusätzlich war sie wohl auch damit beschäftigt, die bröckelnden Reihen ihrer Freiwilligen mit Minderjährigen aus ihren sozialverträglichen Kitas aufzufüllen!

Aber es gab noch etwas Positives am Rande:

Nach langer Abstinenz hat sich Pax Christi erfreulicherweise zu einer militärkritischen Erklärung entschlossen. Pax Christi wünscht: “…die dringend nötige geistige und auch materielle Aufwertung nichtmilitärischer Friedens-, Gerechtigkeits- und Menschenrechtsarbeit…”. Der Vorstand von Pax Christi fordert, statt Soldaten sollten im Kölner Dom in Zukunft Friedens- und Menschenrechtsgruppen einen Weltfriedensgottesdienst feiern!

Neues vom rechten Rand

geschrieben von hma

14. Januar 2014

Die Kölner NPD hat auf ihrer Jahreshauptversammlung Ende 2013 Bernd Blankenheim zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Der 1951 geborene Sicherheitsmitarbeiter aus Köln-Mülheim hatte zuletzt 2009 für die NPD zum Bundestag kandidiert.

„Pro Köln“ hat – nach eigenen Angaben – am 7. Dezember seine Direktkandidaten für die 45 Kölner Kommunalwahlkreise und die Bewerber für 9 Bezirksvertretungen aufgestellt. Der als Vorsitzender wiedergewählte Markus Beisicht kündigte großspurig seine Ziele für die bevorstehende Kommunalwahl an: 6 Prozent plus x und die Verdrängung der FDP auf den fünften Platz. Ob es zu einem solchen Ergebnis kommen wird, ist jedoch höchst fraglich. Denn der derzeitig größte Hoffnungsträger der extremen Rechten, die „Alternative für Deutschland“ (AfD), hat bereits angekündigt, ebenfalls in Köln zur Kommunalwahl antreten zu wollen.

Die AfD arbeitet derzeit intensiv am Aufbau von Strukturen in Köln. Seit Ende November werden AfD-Stadtbezirksgruppen in Rodenkirchen, Innenstadt, Lindenthal, Mülheim und Kalk gegründet. Außerdem gibt es einen AfD-Frauen-Stammtisch, der sich nun im „Cafe Central“ trifft, und einen Bezirksverband Köln/Bonn des Jugendverbandes „Junge Alternative“ in der AfD. Vorsitzender des Jugendverbandes ist Sascha Abraham (35), ein Diplompsychologe aus Köln-Mülheim. Sein Stellvertreter ist der 24-jährige Lehramtsstudent Carlo Clemens aus Köln. „Wichtige junge Themen wie Bildungspolitik, Wohnungsbau oder Gentrifizierung sind links besetzt. Wir wollen Alternativen für Jugendliche schaffen“, erklärte Clemens angesichts der Gründung des AfD-Jugendverbandes. Und: „Mir ist eine freie Streitkultur wichtig, ohne Denkverbot und Scheuklappen.“ Clemens, der auch „Beauftragter für Presseangelegenheiten“ im Vorstand der Kölner AfD ist, schreibt für einschlägig rechte Publikationen. Seit 2008 ist der in Bamberg geborene Clemens Autor der aus dem Spektrum rechter Schülerverbindungen entstandenen Zeitschrift „Blaue Narzisse“. 2009 gewann er den „Jungautorenwettbewerb“ der einschlägig rechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“. Auch für das „Ostpreußenblatt“ griff Clemens zur Feder. 2011 gab Clemens dem Internetblog „Pickelhaube“ ein Interview. Dort bezeichnete er den extrem rechten Publizisten Armin Mohler (1920-2003) als seinen „Lieblingsvordenker“. Mohler wollte als Schweizer in der SS dienen. Dies misslang. Später wurde er dann Sekretär von Ernst Jünger. Als Clemens „spiritus rector“ gilt aber der neurechte Publizist Karlheinz Weißmann. Zudem gab Clemens in dem Interview zu, schon einmal an einer Aktion der „konservativ-subversiven aktion“ gegen Daniel Cohn-Bendit teilgenommen zu haben. Diese war von dem rechten Verleger Götz Kubitschek mitinitiiert worden, der das um die „Junge Freiheit“ angesiedelte „Institut für Staatspolitik“ mitgegründet hatte.

Ein anderes Vorstandsmitglied des Kölner/Bonner AfD-Jugendverbandes ist Sven Tritschler (31), der ebenfalls dem Vorstand des AfD-Stadtverbandes Köln angehört. Tritschler war zuletzt Bundesvorsitzender des rechtsliberalen „Stresemann-Club“ in der FDP. Einer Vereinigung, so Tritschler damals, „die nicht unter dem Deckmantel gutmenschlicher Korrektheit arbeitet“.

Weitere interessante Einblicke in die Personalstruktur der Kölner AfD wird es sicherlich nach Bekanntgabe der Kölner Kommunalwahlkandidaten geben.

Erst beten, dann töten Nato – Soldatengottesdienst im Dom zu Köln

13. Januar 2014

Am Donnerstag, den 23. Januar 2014

findet im Kölner Dom wieder der jährliche Soldatengottesdienst von Kardinal Meisner für ca. 1500 Soldaten statt.

Protestierende treffen sich ab 8 Uhr 30 bis ca. 12 Uhr vor dem Dom am Blau-Gold-Haus.
Für die Demo liegt eine Genehmigung vor, und ein Flugblatt findet ihr im Anhang als PDF- Datei.

Bitte kommt zahlreich!!

Aufruf pdf

Die Ideen von 1914 – Arthur Moeller van den Bruck als Vorläufer des Nationalsozialismus und Ahnherr der neuen Rechten.

13. Januar 2014

Donnerstag, 6. Februar 2014

Vortrag von Volker Weiß.

Veranstalter: NS-Dok in Zusammenarbeit mit VHS Köln, Eintritt: frei, Forum VHS im Rautenstrauch-Joest-Museum, 19.30 Uhr

Wie kaum ein anderer stand der deutsche Kulturkritiker Arthur Moeller van den Bruck (1876–1925) für eine „alternative Moderne von rechts“, die sich jenseits einer liberal-fortschrittlichen Demokratisierung entwickelte. Dr. Volker Weiß (Hamburg) widmet sich dem Leben und Werk dieses Schriftstellers, der Autoren wie Oswald Spengler, Hans Grimm und Carl Schmitt beeinflusste und bereits früh an der Legende um die „Idee von 1914“ mitwirkte.

Zwei Jahre nach dem Auffliegen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“

13. Januar 2014

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Dienstag, 28. Januar 2014

Eine Bestandsaufnahme anlässlich des Münchner NSU-Prozesses.

19 Uhr, Kulturbunker Mülheim, Berliner Str. 20

Die Referent_innen sind Mitarbeiter_innen des apabiz –Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin e.V.

Das apabiz betreibt mit anderen den blog nsu-watch.info und setzt sich für eine unabhängige Prozessbeobachtung ein.

Eine Veranstaltung des Jugendclub Courage Köln e.V. in Kooperation mit dem Antirassistischen Bildungsforum Rheinland und weiteren Kooperationspartnern.

ERINNERUNG – Eine Brücke in die Zukunft

13. Januar 2014

Montag, 27. Januar 2014

Gedenkstunde für die Opfer Nationalsozialismus.

18:00 Uhr, AntoniterCityKirche, Schildergasse.

Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung (ca. 19:30 Uhr) findet ein Mahngang zum Denkmal für die Opfer der NS-Militärjustiz am Appellhofplatz statt.

Erinnern - Eine Brücke in die Zukunft

Die „Alternative für Deutschland“ eine rechtspopulistische Partei?

13. Januar 2014

Donnerstag, 23. Januar 2014

Diskussion, Referent: Alexander Häusler [Arbeitsstelle Neonazismus der Fachhochschule Düsseldorf],

18:00 Uhr, DGB-Haus, Hans-Böckler-Platz 1, Großer Sitzungssaal.

Am 25. Mai 2014 wird gewählt: Die Abgeordneten des Europaparlaments und die der Kommunalparlamente in NRW. Die sogenannte „Alternative für Deutschland“ gibt sich Europa-kritisch, deutschtümelnd, nationalistisch. Welche Gefahren gehen von dieser neuen Gruppierung aus? Wie ernst müssen wir diesen „Extremismus der Mitte“ nehmen? Alexander Häusler hat hierzu eine Studie erstellt. Veranstalter: ver.di Arbeitskreis Antifaschismus und Antidiskriminierung, ELDE-Haus Verein

Der Teufel in Frankreich: Die Gedenkstätte Les Milles

13. Januar 2014

Ein Besuch im einzig erhaltenen großen Internierungs-,

Transit- + Deportationslager Frankreichs

Das diesjährige Jahresabschlusstreffen war wieder gut besucht. Auf dem Programm stand ein Vortrag von Claudia Wörmann-Adam über die Situation der deutschen Emigranten in Südfrankreich während der Nazizeit und ihren Besuch in der Gedenkstätte Les Milles, wo viele der deutschen Künstler und Schriftsteller damals interniert waren. Hier ein  Artikel von Claudia zu ihren Besuchen dort.

Als ich Ende der 70er Jahre Lion Feuchtwangers Buch „Der Teufel in Frankreich“ das erste Mal las, wollte ich sofort den Ort sehen, den er so eindrücklich beschrieben hatte: Die alte Ziegelei von Les Milles, ursprünglich ein kleiner Ort, jetzt  ein Stadtteil von Aix en Provence. Im nächsten Urlaub war ich da. Die Ziegelei, ein sehr großes monumentales Gebäude, ist nicht zu übersehen. Allein damals gab es keinen Hinweis auf die unrühmliche Geschichte der Ziegelei. Ich sprach Arbeiter an, die ihre Mittagspause machten und fragte nach einem Saal, von dem ich gelesen hatte, mit Wandmalereien. Den Arbeitern sah man an, dass sie dachten „die spinnt“ aber man schickte mich zur Verwaltung und dort erhielt ich freundlicherweise einen Schlüssel und die Wegbeschreibung und konnte den von ehemaligen internierten Künstlern bemalten Saal in Augenschein nehmen.

In den Folgejahren beobachtete ich erste Aktivitäten, um  an die Geschichte von Les Milles zu erinnern. Dazu muss man wissen, dass das Nachkriegsfrankreich große Mühe hatte und hat, sich dem unliebsamen, unehrenhaften Teil seiner Geschichte zu stellen, der der Kollaboration mit Nazideutschland.

Anfang der 80er Jahre wurde bekannt, dass der Saal mit den Wandmalereien zerstört werden sollte, daraufhin mobilisierten ehemalige Deportierte und Widerstandskämpfer Aktionen zum Erhalt des Saales. In der Folgezeit gründete sich ein Komitee zur Schaffung eines Museums. 1992 wurde ein Mahnmal installiert: Ein Eisenbahnwaggon, wie er zur Deportation von über 2.000 jüdischen Männern, Frauen und Kindern von les Milles nach Auschwitz benutzt wurde.

Les Milles wurde 1939 zunächst als Internierungslager für „feindliche Subjekte“, dann Transitlager für „Unerwünschte“ und zuletzt als Deportationslager für Menschen jüdischer Herkunft genutzt.

Les Milles ist eng mit der Geschichte des deutschsprachigen Exils verbunden: bedeutende Intellektuelle und Künstler waren dort interniert: Lion Feuchtwanger, Alfred Kantorowicz, Friedrich Wolf, der Dichter Walter Hasenclever aus Aachen, der die Künstler Max Ernst aus Brühl und Anton Räderscheidt  aus Köln, um nur einige zu nennen. Die Aufenthaltsbedingungen im Lager waren unbeschreiblich, das Gebäude, das ja eine Ziegelei war, eignete sich überhaupt nicht für den Aufenthalt von zeitweise bis zu 2.000 Personen, es war dreckig, staubig, die sanitären Verhältnisse unbeschreiblich.

Im letzten Jahr wurde Les Milles nach langen Jahren des Umbaus endlich Gedenkstätte. Im Juli besuchte ich erstmals die umgebaute Ziegelei. Es hat mich sehr beeindruckt! Man sieht die ehemaligen Lagerstätten, beeindruckende historische Dokumente, wie die Menschen dort gelebt aber auch Kunst betrieben haben.

Les Milles ist aber nicht nur Gedenk- und Dokumentationsstätte, sondern richtet sich vor allem an neue Generationen. Es wird der Zusammenhang aufgezeigt zwischen der Geschichte der Shoah und anderen Völkermorden: jenen an den Armeniern, Sinti und Roma und in der Neuzeit an den Tutsi.

Es gibt breite pädagogische Angebote, Filme, Ausstellungen. Es werden unterschiedliche Formen des Widerstandes gezeigt und ermuntert über eigene Formen von Widerstand nachzudenken. Besonders beeindruckt hat mich ein Plakat, auf dem ein Arbeiter der Werft Blohm & Voss in Hamburg auf einer Nazikundgebung gezeigt wird, der als einziger nicht den Arm zum Hitlergruß gehoben hat. Dafür steht die Parole „chacun peut réagir – chacun peut résister – chacun à sa manière“: jeder kann reagieren – jeder kann widerstehen jeder auf seine Art.

Ein Besuch von Les Milles ist unbedingt zu empfehlen.

Ausschnitt

Finale: Köln im Herbst und Winter 1944

13. Januar 2014

2014 gedenken wir der Menschen, die in Köln Ende 1944 dem zunehmenden Terror der Gestapo ausgesetzt waren. Brutale Haftbedingungen und Folterungen, Hinrichtungen ohne Gerichtsurteil bestimmten die letzten Monate vor der Kapitulation der Nazis.

Aufgrund seiner geografischen Lage, als Verkehrsknotenpunkt und wegen zahlreicher kriegswichtiger Industriebetriebe war Köln im Krieg eine besonders gefährdete Region. Bis zum 31. Juli 1944 hatte es bereits 188 Luftangriffe der Alliierten gegeben. Auch für die Nazis war Köln eine wichtige Stadt, die sie keinesfalls preisgeben wollten.

Köln war Ende 1944 eine Trümmerwüste. Die Infrastruktur, Gas, Wasser, Licht Telefonnetz und Verkehrsverbindungen war über Monate komplett zusammengebrochen, Wohnungen zerstört, ebenso Straßen und Brücken. Lebensmittel waren rationiert, die Bevölkerung weitgehend aus der Frontstadt evakuiert. Doch die in der Stadt verbliebene Bevölkerung rebellierte nicht, die Arbeiterinnen und Arbeiter der Betriebe sabotierten nicht die Kriegsproduktion. Nur einzelne Gruppen und spontane Initiativen organisierten Widerstand und befassten sich mit der Frage, wie es in Köln nach der zu erwartenden Niederlage der NS-Herrschaft weitergehen könnte.

In Reaktion auf den 20. Juli 1944 löste das Reichssicherheits-Hauptamt am 22. August 1944 in ganz Deutschland eine umfassende Verfolgungsaktion „Gewitter“ aus, in deren Verlauf viele ehemalige Mitglieder, Sympathisanten und Funktionäre nahezu aller Parteien der Weimarer Republik verhaftet und auch viele Familienangehörige politischer Gegner als Sippenhäftlinge festgenommen wurden.

Es formierte sich die Kölner Gruppe des „Nationalkomitees Freies Deutschland“, in der 250 Personen unterschiedlicher politischer Herkunft mitarbeiteten. Zuvor bürgerliche Kreise initiierten spontane Aufklärungsaktionen. Jugendliche desertierten vom Westwall, wo sie zum Schanzen eingesetzt waren. Soldaten kehrten nicht mehr aus dem Heimaturlaub an die Front zurück. Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen leisteten Sabotage oder verließen ihre Arbeitsplätze und gingen in den Untergrund der Ruinen und Keller. In Ehrenfeld trafen sie auf jugendliche Edelweißpiraten, die sich keinen Zwängen mehr beugen wollten. Es kam zu Erschießungen einzelner Nazifunktionäre, zu Plünderungen und Diebstählen, um die Untergetauchten mit Lebensmitteln zu versorgen. Die Gestapo schlug mit Wucht zurück, witterte überall kommunistische Verschwörungen. Zwei öffentliche Hinrichtungen in Ehrenfeld belegen ihre Absicht zur demonstrativen und sofortigen Auslöschung aller, die Widerstand leisteten.

Indem wir die Ereignisse und Persönlichkeiten dieser mörderischen Monate des NS-Terrors 1944 in Köln nachzeichnen, wollen wir an die Menschen erinnern, die sich voller Hoffnung dem Naziterror entgegenstellten, an alle Opfer, aus welchen Gründen sie auch verfolgt, erniedrigt und ermordet wurden.

Der Schwur der Überlebenden des KZ Buchenwald: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung, der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“ hat auch heute nichts an Aktualität verloren. Wir sind aufgefordert, einen Beitrag zu leisten, dass Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Glauben, ihren Lebensumständen gewaltfrei, anerkannt und ökonomisch abgesichert in Köln leben können. Das gilt auch für die, die zu uns kommen, weil sie in ihrer Heimat Hunger und Krieg ausgesetzt sind.

Erinnern - Eine Brücke in die Zukunft
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Gedenkveranstaltung am 10. November in Ehrenfeld

27. Oktober 2013

Am 10. November jährt sich zum 69. Mal der Tag, an dem an der Bartholomäus-Schink-Straße, der ehemaligen Hüttenstraße, 13 Menschen, darunter einige Ehrenfelder Edelweißpiraten, ohne Gerichtsurteil und öffentlich vor über 400 Zuschauern von Helfern des NS-Regimes exekutiert wurden. Zugleich soll der Pogromnacht am 9. November 1938 und der Ermordung von 11 Zwangsarbeitern am 25. Oktober 1944 gedacht werden.

Treffpunkt Körnerstraße in Ehrenfeld (an der ehemaligen Synagoge), 18 Uhr

Ab 19 Uhr Beginn der Gedenkveranstaltung an der Bartholomäus-Schink-Straße/Ecke Schönsteinstraße vor der Gedenktafel

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