Elser – Er hätte die Welt verändert

geschrieben von ver.di Bezirk Köln

26. Oktober 2015

»Irgendjemand muss den Wahnsinn doch aufhalten.
Man kann nicht warten bis es zu spät ist. Es muss sein.«

Georg Elser

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Georg Elser platzierte Ende am 8. November 1939 eine selbstgebaute Bombe im Münchener Hofbräuhaus. Sie explodierte, aber Hitler war dreizehn Minuten vorher gegangen und überlebte.

Der Film bemüht sich um größte Authentizität und vermeidet Klischeeaufnahmen über die NS-Zeit, die man schon so oft gesehen hat. In zermürbenden Verhören soll der Schreiner von der Schwäbischen Alb dazu gebracht werden, seine Hintermänner zu nennen. Denn insbesondere für Hitler ist klar, dass es sich keineswegs um die Tat eines Einzeltäters handeln kann. Was würde Georg Elser, der für das Attentat am 9.April 1945 hingerichtet wurde, über das heutige Deutschland sagen? Was würde er tun angesichts grassierender rassistischer Überfälle auf Flüchtlingsunterkünfte und angesichts von über 8.100 rechtsextremer Straftaten in den ersten acht Monaten diesen Jahres, davon mehr als 500 Gewalttaten mit 400 Verletzten.

Diskussion mit:
Fred Breinersdorfer Produzent und Drehbuchautor des Films »Elser – Er hätte die Welt verändert«

Im Anschluss an die Diskussion zeigen wir den Film.
Fred Breinersdorfer ist ver.di-Mitglied und war einige Jahre Vorsitzender des Verbands Deutscher Schriftsteller (VS) in ver.di.

Montag 9. November um 18 h im Filmhauskino, Maybachstraße 111, 50670 Köln
Eintritt für ver.di Mitglieder kostenlos

Download Flyer

Wir kuschen nicht vor gewalttätigen Hooligans und Neonazis. Das demokratische Köln steht auf und hält dagegen!

23. Oktober 2015

Aufgrund der noch zu erwartenden gerichtlichen Entscheidungen zum Versammlungsort der HOGESA-Hooligans möchten wir folgendes mitteilen:

Am Sonntag, 25. Oktober 2015, dürfen nach Gerichtsbeschlüssen die Hooligans und Neonazis – trotz der drohenden Gewaltexzesse 2014, die sie in diesem Jahr noch „toppen“ wollen – leider ihre Kundgebung abhalten, wenn sie auch nicht durch die Stadt marschieren und Hass, Gewalt und Angst verbreiten können. Aber allein ihre Anwesenheit ist für uns ALLE in Köln eine Provokation.

Wir alle treffen uns am Sonntag, 25.10 um 12 Uhr zur Auftaktkundgebung auf dem Heumarkt und werden dann in einem Demonstrationszug zu unserer Abschlusskundgebung ziehen. Dies wird entweder in Deutz oder am Hansaring/Eigelstein sein.

Der versuchte Mordanschlag auf Frau Reker, wie 461 Anschläge auf Flüchtlings-Unterkünfte zeigen ein bedrohliches Ausmaß an Gewalt und Gewaltbereitschaft, die das Klima in unserem Land vergiften und unsere Gesellschaft vor eine gefährliche Zerreißprobe stellt. „AG Arsch huh“ und „Köln stellt sich quer“ wünschen ihr und den Verletzten aus ihrem Team schnelle und vollständige Genesung und eine nachhaltige Erholung ihres Anschlag-Traumas!

Nicht nur die Politik ist gefordert, die durch die Flüchtlingsströme aus Kriegs- und Krisengebieten vor ungeheuren Herausforderungen steht. Auch die Zivilgesellschaft, WIR, sind gefordert.

Indem wir erneut ein Zeichen setzten:

Gegen Fremdenhass, Ausländerfeindlichkeit und rechtsextreme Gewalt und für Demokratie, Toleranz und Humanität.

Kommt am Sonntag massenhaft zu unseren Kundgebungen, zur Demo und zum Birlikte-Kulturfest.

Sonntag, 25. Oktober 2015, 12 Uhr Kundgebung Heumarkt

Anschließende Demonstration zum Kulturfest „Birlikte“ – je nach Einigung mit Polizei und Bündnis-Absprachen

Alle aktuelle Informationen immer unter:

Facebook – Köln stellt sich quer

(https://www.facebook.com/Köln-stellt-sich-quer-606158276180923/)

Facebook – Arsch huh, Zäng ussenander (https://www.facebook.com/Arschhuh?fref=ts)

Zum Kulturfest:

Facebook – Bilrikte.Zusammen (https://www.facebook.com/Birlikte.Zusammen)

Pressekontakt : Brigitta von Bülow 017622159725

Für das Bündnis Köln stellt sich quer

DGB Köln-Bonn, Andreas Kossiski

Versagen mit System – Der Verfassungsschutz Geschichte – Aufgaben – Praxis

20. Oktober 2015

So wenig wie Zitronenfalter Zitronen falten, so wenig schützt der Verfassungsschutz die Verfassung.

Versagen mit System
Der Verfassungsschutz Geschichte – Aufgaben – Praxis

Schon der Name führt in die Irre: die Behörde ist ein Geheimdienst und keine Schutzorganisation und verfolgt ihre Ziele auch mit extralegalen Mitteln.

Die Veranstaltungen werfen Schlaglichter auf die jahrzehntelange Verzahnung des VS mit Neonazigruppen, seine Unterstützung des institutionellen Rassismus und das „Versagen“ bei der Enttarnung der Neonazistischen Terrorgruppe NSU. Ein „Versagen“, das mit Beförderungen und mehr Kompetenzen belohnt wird, statt die Behörde zu schließen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Im Rahmen der Veranstaltungen wird die Ausstellung „Versagen mit System“ gezeigt, die eindrucksvoll die Skandalgeschichte des Verfassungsschutzes dokumentiert.

Ausstellung
23.10. – 24.10. VHS Mülheim im Bezirksrathaus, Wiener Platz 2a
26.10. – 29.10. von 16 – 20 Uhr täglich in der Lutherkirche Südstadt, Martin-Luther-Platz/ Volksgartenstr

Veranstaltungen
Freitag, 23.Oktober 2015, 19.00 Uhr – Verfassungsschutz – Neonazis – NSU
Veranstaltung mit Andreas Förster, Journalist und Herausgeben des Buches „Geheimsache NSU“ in der VHS Köln-Mülheim im Bezirksrathaus, Wiener Platz 3a

Mittwoch, 28.Oktober 2015, 19.00 Uhr – Verfassungschutz abschaffen?!
Lutherkirche, Martin-Luther-Platz/Volksgartenstr., Köln Süd
Veranstaltung mit Heiner Busch, Redakteur Cilip/Bürgerrechte & Polizei, Vorstandsmitglied Komitee für Grundrechte und Demokratie

Die Film – Dokumentation „V-Mann-Land“ – Spitzel im Staatsauftrag – von K. und C. Riha mit anschließender Diskussion wird am 4. November 2015 um 19.00 Uhr, Jugendzentrum Northside, Netzstr. 4, Köln-Chorweiler gezeigt

Kein Comeback von HoGeSa!

18. Oktober 2015

Gemeinsam am 25.Oktober gegen HOGESA!

Das Verwaltungsgericht Köln die Verbotsverfügung der Polizei gegen die für den 25. Oktober geplante Neuauflage der Hogesa-Gewaltexzesse nur teilweise bestätigt: Die Faschisten dürfen zwar nicht marschieren aber eine Kundgebung abhalten und dort ihre menschenfeindlichen Sprüche klopfen. Dem Gericht gilt die rechte Hetze offenbar als unschöne aber normale Meinungsäußerung, die zu tolerieren ist und nicht als Saat von Gewalt und Terror. Die VVN-BdA Köln empfindet das als Skandal. Wir sind gespannt, ob dieses Urteil vor der höheren Instanz Bestand haben wird.

Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens sind alle diejenigen, die gegen rassistische Hetze und rechten Terror ein Zeichen setzen wollen, aufgefordert, am Sonntag, dem 25. Oktober gemeinsam gegen Rechts auf die Straße zu gehen und laut und bunt ein Zeichen zu setzen. Dazu rufen viele unterschiedliche Gruppen und Personen auf. Ihr findet/Sie finden die Aufrufe unter diesen Links:

www.keinveedelfuerrassismus.de

www.facebook.com/Köln-stellt-sich-quer

Beide Aufufe und Aktionen stehen nicht gegeneinander sondern ergänzen sich – als antifaschistische Organisation unterstützen wir sie natürlich und beteiligen uns aktiv daran. Wir treffen uns am 25.10. um 12.00 Uhr an der Kirche St. Kunibert, die sowohl vom Ebertplatz als auch vom Breslauer Platz aus gut zu erreichen ist. Wir bitten Sie/Euch alle, ebenfalls an den Protesten teilzunehmen – wir dürfen den rechten Menschenfeinden nicht die Straße überlassen (und zwar weder für eine Demonstration noch für eine Kundgebung).

Children of Hayastan – Armenische Filme 1915 – 2015

22. September 2015

10. bis 16. November 2015

Children of Hayastan – Armenische Filme 1915 – 2015

Ein Jahrhundert nach dem Völkermord zeigt die Retrospektive filmische Zeugnisse von armenischem Leben und Überleben. Filme aus: Armenien, Türkei, Kanada, Deutschland, Iran, Libanon, Schweden, UdSSR, Argentinien, Frankreich. Rahmenprogramm mit Lesungen und Konzerten.

Ort: Filmclub 813 / Filmforum NRW / Filmhauskino | Förderer: Bundeszentrale für Politische Bildung | Veranstalter: Allerweltskino e.V. |

Website: www.children-of-hayastan.com

August Sanders unbeugsamer Sohn

22. September 2015

Ab 23. Okt. 2015:
Ausstellung: August Sanders unbeugsamer Sohn. Erich Sander als Häftling und Gefängnisfotograf im Zuchthaus Siegburg 1935-1944

Fast zehn Jahre saß Erich Sander, der Sohn des berühmten Kölner Fotografen August Sander, als Häftling in der Strafanstalt in Siegburg ein. 1935 war er wegen Vorbereitung zum Hochverrat (Widerstand gegen das NS-Regime) zu einer Haftstrafe von zehn Jahren verurteilt worden. Am 23. März 1944 starb Erich Sander in der Haft. Erich Sander dokumentierte als Gefängnisfotograf die Situation der politischen Gefangenen in der Strafanstalt Siegburg und schmuggelte Briefe sowie Fotografien aus der Haft. Zahlreiche Fotografien von August Sander – aus dem privaten Umfeld – und die fotografischen Arbeiten von Erich Sander werden erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Bis 31. Januar 2016 im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Do. 29. Okt. 2015, 15.00 Uhr

Führung durch die Ausstellung „August Sanders unbeugsamer Sohn. Erich Sander als Häftling und Gefängnisfotograf im Zuchthaus Siegburg 1935-1944
Für: Senioren: vom Museumsdienst Köln, mit Barbara Kirschbaum, Treffpunkt: Foyer des NS-Dokumentationszentrums, Teilnahme: kostenlos

Germany and the Secret Genocide

22. September 2015

Donnerstag, 15. Okt. 2015, 19.00 Uhr
Filmvorführung: „Germany and the Secret Genocide“

Dokumentarfilm USA 2003 R: J. Michael Hagopian ca. 60 min. In engl. Sprache. Mit einer kurzen Einführung.

Veranstaltung von Recherche International e.V. in Zusammenarbeit mit dem NS-DOK, dem Kulturforum Türkei Deutschland und der Integrationsagentur AWO-Mittelrhein, Preis: 4,50 Euro, ermäßigt 2,00 Euro, NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25

Beihilfe zum Völkermord. Deutschlands Rolle bei der Vernichtung der Armenier

22. September 2015

Donnerstag, 1. Okt. 2015, 19.00 Uhr

Deutschland war während des Ersten Weltkrieges enger Verbündeter des Osmanischen Reiches und mittelbar wie unmittelbar in den Völkermord an den Armeniern verwickelt. Jürgen Gottschlich schildert detailliert, wie deutsche Offiziere die Deportationen der Armenier empfahlen, Diplomaten die Vertreibung der Armenier unterstützten und führende deutsche Politiker ein Einschreiten gegen den Völkermord verhinderten.

Veranstaltung von Recherche International e.V. in Zusammenarbeit mit dem NS-DOK, dem Kulturforum Türkei Deutschland und der Integrationsagentur AWO-Mittelrhein, Preis: 4,50 Euro, ermäßigt 2,00 Euro, NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25

Am 19.10.2015 um 11.30 Uhr zum NSU-Untersuchungsausschuss!

22. September 2015

Am 19.10.2015werden Zeugen und Opfer des NSU-Bombenanschlags in der Keupstraße vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) des NRW-Landtags auftreten und können öffentliche Unterstützung gut gebrauchen. Denn bislang haben alle befragten Zeugen aus Justiz, Polizei und VS behauptet, in ihren Ermittlungen alles richtig gemacht zu haben. Ihre Begründung dafür, warum sie Opfer vernommen haben, als wären sie die Täter und sie über Jahre bespitzeln ließen, ist zynisch: Ein fremdenfeindlicher Hintergrund hätte nicht ausgemacht werden können, somit hätte im Umfeld der Opfer ermittelt werden müssen. Ein einziger nannte die Folgen der Ermittlungen für die Opfer „bedauerlich“. Ihre Haltung und ihre Aussagen stellen eine Beleidigung der Opfer dar, eine Missachtung des Untersuchungsausschusses und eröffnen einen tiefen Einblick in die politische Kultur der Organe unseres Rechtssystems.

Die Opfer erwarten Aufklärung und Gerechtigkeit
Aufklärung über Hintermänner und Umfeld des NSU: Mit wem wurde die Tat vorbereitet? Wer hat die Täter 7 Jahre lang gedeckt? Warum haben die zahlreichen Hinweise auf den NSU nicht zu Verhaftungen geführt? Warum wurden Hinweise auf die Parallelität zu den britischen Nagelbombenanschlägen nicht verfolgt, obwohl sie vorlagen?
Mantraartig beten die Vertreter unseres Rechtssystems herunter, dass es kein Bekennerschreiben gegeben hätte und daher auch keinen Hinweis auf rechten Terrorismus. Die Geschichte der BRD, vor allem auch das Münchner Oktoberfestattentat, haben das schon früh eindeutig widerlegt. Hinweise auf rechtsterroristische Parallelen, ganze Dossiers wurden nicht an ermittelnde Behörden weitergegeben! Der Bombenfund in der NSU-Garage in Zwickau – einfach aus der Datei gelöscht. Die Täter in der Aufzeichnung der Viva-Kameras – „vom Aussehen her keine Terroristen“. Verdeckte Ermittler – augenscheinlich fast ausschließlich in migrantischen Communities eingesetzt. Wirklich alles nur ein Versehen? Die Zeugen aus Polizei und Justiz haben wiederholt bekräftigt, sie würden heute nicht anders ermitteln als damals. Ein Ballonfahrer spürt keinen Wind – er ist im Wind. Wer spürte damals und spürt heute keine Fremdenfeindlichkeit und keinen Rechtsradikalismus?

Nur öffentlicher Druck kann dieses Blockadesystem ins Wanken bringen.
Besucher der PUA-Verhandlungen sind von den scharfen und genauen Nachfragen der Ausschussmitglieder angetan. Doch diese prallen an den Behördenzeugen ab. Die notwendigen politischen Konsequenzen des Landtags bleiben abzuwarten. Die Aussagen und Anklagen der Opfer verdienen unsere öffentliche Unterstützung! Ihr Leiden steht heute noch gegen die kalte Borniertheit der ermittelnden Behörden.
www.keupstrasse-ist-ueberall.de

Darum: Gemeinsam mit den Zeugen am Montag, den 19.10.2015, zum PUA, Treffpunkt Bahnhof Mülheim um 9.45 Uhr, RE1 9.49 h ab HBF/ 9.57h ab Köln-Mülheim

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Kein Comeback von HoGeSa

22. September 2015

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Zum Jahrestag der HoGeSa-Demo in Köln mobilisieren Hooligans und Nazis erneut bundesweit zu einem Aufmarsch am 25.10.2015 nach Köln. Unter dem Motto „Der gleiche Ort – Die gleiche Demoroute – Die gleiche Uhrzeit – Köln 2.0“ ruft der Pro NRW-ler und Anmelder vom letzten Mal, Dominik Roeseler, dazu auf, nach Köln zu kommen.

Schon Wochen vor dem Event haben weit über Tausend Personen auf Facebook ihr Kommen angesagt. Die Demonstration ist bei der Polizei angemeldet und in Hooligan- und Nazikreisen wird eifrig für eine Wiederholung der Randale vom letzten Jahr in derselben Größenordnung mobilisiert. Die rechten Hools wollen sich eine rassistisch aufgeladene Erlebniswelt schaffen, bei der sie die Straße dominieren. Sie versuchen, ihr „Wunder von Köln“, wie sie es nannten, zu wiederholen.

Letztes Jahr: HoGeSa eskaliert

Vor einem Jahr im Oktober marschierten etwa 5000 Nazis und Hooligans in der Kölner Innenstadt auf, und konnten besonders am Eigelstein und im Kunibertsviertel nahezu ungehindert Anwohner*innen und migrantische Geschäftsleute, Passant*innen und Journalist*innen angreifen, ungeahndet den Hitlergruß zeigen und braune Parolen skandieren. Antifaschist*innen waren nicht in der Lage, sich dem Mob entgegenzustellen. Während die Ausschreitungen schon begonnen hatten, hatte die Polizei vor laufenden Kameras die Trennung beider Gruppen als ihr Ziel benannt.
Eine angemessene Aufarbeitung durch Polizei, Innenministerium oder vor Gericht fand bisher nicht statt. Die politische Dimension wurde verharmlost. Und das, obwohl NRW-Innenminister Jäger nach anfänglichem Erschrecken über die Exzesse in Köln eine „neue Formation von Hooligans und Rechtsextremisten“ am Werk sah und meinte, man müsse die Verwaltungsgerichte überzeugen, solche Veranstaltungen künftig zu verbieten“. Antifaschist*innen dürfen sich jedoch nicht darauf verlassen, dass dies tatsächlich passiert.

KÖGIDA, HOGESA und Co

Der HoGeSa-Aufmarsch im Jahr 2014 hat nicht nur zu einer intensiveren Zusammenarbeit zwischen Hooligans und Neonazis geführt. Rassist*innen und Nazis aller Couleur fühlten sich ermutigt, ihren Hass und Rassismus auf die Straße zu tragen. PEGIDA in Dresden blühte auf. Aufmärsche eines rassistischen Mobs wie in Freital und Heidenau sind – wie die weniger sichtbaren Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte – zum Alltag geworden.
Auch in Köln gab es im letzten Jahr mehrere Auftritte gewalttätiger rechter Hooligan-Gruppen: Während einer Gedenkfeier für die Opfer des Bombenattentats des NSU in der Probsteigasse und mehrfach am Eigelstein mit Pöbeleien und Übergriffen gegen Passant*innen.
Unter dem Namen KÖGIDA versuchte eine Mischung von Pro NRWlern, Hooligans und militanten Nazis in Köln auf die Straße zu gehen. Tausende Kölner*innen stellten sich ihnen in den Weg und machten ihre rassistischen Aufmärsche zu einem Fiasko für sie.

Dieses Jahr: No Go für HoGeSa – Nazis den Platz nehmen

Den Schock von 2014 wollen wir nicht noch einmal erleben. HoGeSa und Co. mobilisieren deutschlandweit. Wir rufen deshalb über die Grenzen Kölns hinaus alle, die genug davon haben, dass immer mehr Idioten ihr menschenverachtendes Weltbild auf die Straße tragen, dazu auf, dieses Mal den Nazis und Hooligans nicht die Straße zu überlassen. Wir werden es nicht zulassen, dass wieder diejenigen, die nicht in das rechte Weltbild dieser dumpfen Rassisten*innen passen, angepöbelt und angegriffen werden oder sich bedroht fühlen müssen.

Wir wollen am 25.10. mit möglichst vielen Menschen in der Innenstadt, am Eigelstein, im Kunibertsviertel Präsenz zeigen und den Rechten keine Chance geben, sich dort wieder breit zu machen.
Zusammen mit anderen Bündnissen wie „Köln stellt sich Quer“ und „Arsch Huh“ werden wir versuchen, viele tausend Menschen in die Innenstadt und zum Eigelstein zu mobilisieren. Wir werden den Nazis und Hooligans den Platz nehmen und deutlich machen, dass sie hier nicht erwünscht sind.
Egal hinter welchem Namen sich Rassist*innen verstecken – HoGeSa, Kögida, „Pro NRW“ u.a. – wir werden ihnen entschlossen entgegentreten. Gegen Rassismus in Köln und überall.

HOGESA-Aufmarsch blockieren.

Kommt alle in die Innenstadt am 25.10. – Bahnhofsvorplatz 11 Uhr

Aufruf-KSSQ-Arschhuh-25.10.15

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