Herz statt Hetze: Ausstellung Der VVN-BdA war bestens besucht

geschrieben von tri

25. September 2017

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Ein quirliges und buntes Bild bot der Bauspielplatz in der Südstadt am Nachmittag und frühen Abend des 10. September. In das alte Fort mit seinen dicken Mauern und Kasematten, einst ein Symbol des preußischen Militarismus, hatte die Initiative „Kein Veedel für Rassismus“ zum antirassistischen Festival „Herz statt Hetze“ eingeladen und viele hundert Menschen kamen. Mitveranstalter waren die Wirteininitiative „Kein Kölsch für Nazis“, der ver.di Bezirk Köln, Cologne Act, und das Bündnis „Köln gegen Rechts“.

Das das Fest nur zwei Wochen vor der Bundestagswahl stattfand, war natürlich kein Zufall – es richtete sich konkret gegen menschenfeindliche und rassistische Hetze vor allem der Afd und der anderen Rechtsparteien. Dabei durfte natürlich unsere AfD-Ausstellung „Der Arm Der Bewegung“ nicht fehlen. Und fast wider Erwarten, die Ausstellung wurde bei schönstem Sonnenschein relativ abgelegen im düsteren Gebäude präsentiert, war das Interesse riesig. Hunderte Menschen aller Altersgruppen zeigten nicht nur Interesse sondern waren vom kritischen Inhalt der Präsentation angetan. Nicht so begeistert schien der Besucher/die Besucherin gewesen zu sein, der/die eine Tafel mit einem AfD-Aufkleber versah. Doch mit ein wenig Geduld, ließ der braune Dreck sich wieder rückstandsfrei entfernen – wenn das doch mal immer so leicht möglich wäre.

 

Neues vom rechten Rand

geschrieben von hma

25. September 2017

Der Kölner AfD-Stadtrat Hendrik Rottmann hat sein Mandat zum Ende des Monats August niedergelegt. Angeblich aus „gesundheitlichen Gründen“. Wer für Rottmann nachrücken wird, soll erst nach der Bundestagswahl bekannt gegeben werden. Mittlerweile haben auch die drei Kölner Landtagsabgeordneten der AfD ihre Arbeit im Landtag aufgenommen. So fragte Ende Juli Sven Tritschler in einer „Kleinen Anfrage“ die NRW-Landesregierung danach, inwieweit linke und antifaschistische Gruppen aus NRW – darunter die VVN-BdA Düsseldorf – an „den Ausschreitungen im Rahmen des G20-Gipfels beteiligt waren“.
Ihren Wahlkampfauftakt führte die Kölner AfD gemeinsam mit der AfD Rhein-Berg am 12.August im Bensberger Rathaus durch. Hier trat Alice Weidel, Spitzenkandidatin der AfD zur Bundestagswahl, auf. Auf antifaschistische Proteste musste die AfD aber auch in Bensberg nicht verzichten. Proteste gab es ebenfalls gegen eine Veranstaltung der Hayek-Gesellschaft am 7.August in Köln. Der Kölner Ableger der Anhänger des neoliberalen Ökonomen Friedrich August von Hayek wird von zwei AfDlern geleitet. Die Veranstaltung sollte ursprünglich in den Räumlichkeiten des „Residenz am Dom“ stattfinden. Die Kölner Hayek-Jünger sahen sich gezwungen, ihre Veranstaltung kurzfristig an einen anderen Ort zu verlegen. Für den 14.September lud die Kölner AfD zu ihrem Jahresempfang in den Festsaal des Gut Wistorfs GmbH in Köln-Brück ein. Der oberste Chef des „Opus Dei“, der Prälat Dr. Fernando Ocariz, hat zum Abschluß seines Aufenthaltes in Deutschland am 19.August Köln heimgesucht. An der Messe von Ocariz in der Kirche St. Pantaleon nahmen etwa 500 Gläubige teil, darunter 30 Priester der Priestergesellschaft. Anschließend besuchte Ocariz die „Opus Dei“-nahen Einrichtungen „International College Campus Müngersdorf“ und das „Internationale Studentenzentrum Schweidt“ in Köln-Ehrenfeld. Ende August begann in München der Prozeß gegen Philipp K.(32). Der aus Köln-Holweide stammende K. muß sich wegen fahrlässiger Tötung in neun Fällen und illegalen Waffenhandels verantworten. K. hatte David S. aus München, der im vergangenen Jahr aus rassistischen Motiven neun Menschen ermordet hatte, die Tatwaffe und Munition verkauft. Auch K. scheint extrem rechten Positionen nicht abgeneigt zu sein. Auf K`s Handy fanden die Ermittler ein Foto von Adolf Hitler, die Abbildung eines Hakenkreuzes und ein Video, in dem K. den Hitlergruß zeigt. Wenn dieser sich im Internet mit seinen besten Freunden unterhielt, grüßte er gerne mit „Heil Hitler“. Anhänger der nationalistischen „Identitären Bewegung“ brachten am Sonntag, den 27.August, auf dem Dach des WDR-Funkhauses ein Transparent an und zündeten Pyrotechnik. Die Polizei beendete die von drei Personen durchgeführte Aktion.

Aufruf Aktionstage Kalkar + Essen 2017

25. September 2017

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Bundeswehr und NATO:
Krieg beginnt an Rhein und Ruhr

Krieg und Terror beherrschen heute das Leben in vielen Regionen der Welt. Waffen aus Deutschland kommen in allen Kriegen zum Einsatz. Die vorherrschende deutsche Politik hat inzwischen in ihrer Gier nach Rohstoffen und Einflussgebieten jede Scham abgelegt. Um ihre Ziele zu erreichen, setzt sie vermehrt die Bundeswehr ein. Gemeinsam mit den USA und anderen NATO-Staaten ist Deutschland wesentliche Kraft in Kriegen wie in Syrien, Mali, Irak und immer noch Afghanistan. Eine Folge davon ist der weltweite Terror, auch in Deutschland. Die zunehmenden Spannungen zwischen der NATO und Russland bergen die Gefahr eines neuen großen Krieges in Europa. Beide Seiten drohen sogar mit dem Einsatz von Atomwaffen.
Die NATO-Staaten wollen weiter aufrüsten und zukünftig zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für Rüstung und Militär ausgeben. Bereits heute bringen sie alleine mehr als 50 Prozent der Weltrüstungsausgaben auf. Für Deutschland bedeutet das eine knappe Verdoppelung des Rüstungsetats.
Die deutschen Rüstungskonzerne profitieren besonders, denn sie statten die weltweiten Kriege und den Terror mit den dazu nötigen Waffen aus. Es muss ein Ende haben mit der weltweiten Zerstörung von Mensch und Natur. Stoppen wir militärische Eskalation und die Kriegsführung aus unserem Land!

Krieg beginnt an Rhein und Ruhr

Wussten Sie, dass sich in Kalkar am Niederrhein eines der wichtigsten Zentren der Kriegsführung mit mehreren bedeutenden Militäreinrichtungen der Bundeswehr und der NATO befindet, darunter Leitzentralen und Kriegs-Infrastruktur für den Hightech-Krieg?
Wussten Sie, dass von dort alle Luftwaffeneinsätze der Bundeswehr im Ausland gesteuert werden: Von den Tornados in Syrien über die Eurofighter an der russischen Grenze bis zu den Militärtransportern in Mali? Auch der Einsatz der zukünftig in Jagel stationierten Kampfdrohnen der Bundeswehr würde dann von Kalkar aus geleitet.
Wussten Sie, dass die NATO mit dem Combined Air Operation Centre (CAOC) die Luftkriegsführung nördlich der Alpen von Kalkar/Uedem aus plant und durchführt? Seit Beginn des Jahres waren wieder deutsche Eurofighter im Baltikum an der Grenze zu Russland im Einsatz. Sie wurden durch das CAOC in Kalkar/Uedem dirigiert. Es untersteht direkt dem Luftwaffenkommando der NATO in Ramstein.
General Wundrak, ehemaliger Kommandant des Standortes Kalkar, bezeichnete Kalkar/Uedem als einen „… ganz großen Player in den deutschen Streitkräften und der NATO …“.

Wussten Sie, dass in der Kaserne in Kalkar außerdem eine NATO Strategieschmiede für den Krieg im 21. Jahrhundert untergebracht ist?
Im Joint Air Power Competence Centre (JAPCC) entwickeln die Militärs Pläne zur Kriegsführung mit konventionellen und nuklearen Waffen. Erneut findet die Jahrestagung des JAPCC in Essen statt. Dort soll vom 10. bis 12. Oktober über die Rolle der Luftstreitkräfte bei der „Abschreckung“ beraten werden. Das Konzept der Abschreckung hat die Menschheit schon während des Kalten Krieges mehrfach an den Rand einer atomaren Katastrophe gebracht.

Aktionstage für Frieden und Abrüstung

  • Mit Aktionstagen demonstrieren wir am 3. Oktober in Kalkar und am 7. Oktober in Essen gegen die Kriegsvorbereitung und Kriegsführung der Bundeswehr und der NATO!
    Damit die Verpflichtungen zum Frieden und zur Abrüstung, wie sie im Vertrag zur Deutschen Einheit und im Zwei-plus-Vier-Vertrag enthalten sind, endlich umgesetzt werden, fordern wir:
  • Schluss mit den Kriegseinsätzen der Bundeswehr!
  • Schritte zur atomaren und konventionellen Abrüstung und Vertrauensbildung, keine neuen Waffenlager für ostwärts gerichtete Truppenaufmärsche in Dülmen und anderswo in NRW!
  • Einvernehmliches Lösen von Konflikten im Rahmen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)!
  • Stopp der Rüstungsexporte!
  • Abbau der Kommandozentralen in Kalkar/Uedem und anderer NATO-Einrichtungen in NRW und deren Umwandlung für zivile Zwecke!
  • Keine NATO-Kriegsplanungen in Essen und anderswo!
  • Den Aufbau einer Friedens-Akademie in Kalkar/Uedem, die konkret zivile Konfliktlösungsstrategien und die Friedenssicherung ohne Militär weiterentwickeln und dem Frieden in Europa und in der Welt dienen soll!

Wehren wir uns mit Mut, Kraft, Phantasie und Beharrlichkeit gegen die von Politik und Militärs ausgehenden Gefahren. Um unsere Zukunft zu sichern, brauchen wir eine zivile, menschenwürdige und völkerverbindende Politik.
Unser Nein zum Krieg ist ein Ja zum Leben!

Es rufen auf: der Ostermarsch Rhein/Ruhr sowie Friedensgruppen von Rhein und Ruhr.

Busfahrt am 3. Oktober 2017 nach Kalkar und zurück              

Köln, Hans-Böckler-Platz (Bahnhof West/DGB-Haus): Treffen 8.30,

Ankunft in Kalkar Kaserne ca. 11.00 Uhr

Rückfahrt ab Kalkar Markt ca. 15.30 Uhr      mit Extratour-Bus, Köln

Kontakt in Köln: Michael Sünner: Tel.: 0174 9509932      michael.suenner@netcologne.de

Teilnehmerpreis: 12,- €,          Solipreis: 20,- €,          ermäßigter Preis: (Stud./HarzIV) 8,00 €

Antikriegstag: Auf Kosten des Sozialen?

27. August 2017

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oder was der Rüstungsetat mit unseren Lebens- und Arbeitsbedingungen zu tun hat

Mittwoch, 30.08.2017, 18.00 Uhr
DGB-Haus (Hans-Böckler-Platz), Großer Saal

Anlässlich des Antikriegstages am 1. September diskutieren wir mit Anne Rieger,
Sprecherin des Bundesausschuss Friedensratschlag, ehemalige Bevollmächtigte IG Metall.

In vielen Ländern der Welt toben Kriege, die Jahr für Jahr zehntausende Menschenleben fordern und Hunderttausende zur Flucht aus ihren Heimatländern zwingen. Viele Industrieländer, darunter auch die Bundesrepublik Deutschland, sorgen durch Waffenlieferungen dafür, dass das Töten immer weitergeht.

Gleichzeitig soll der Rüstungsetat Deutschlands, der schon jetzt fast 37 Milliarden € beträgt, nach dem Willen von Bundesregierung und NATO auf 2 % des Bruttoinlandprodukts steigen – das wäre fast eine Verdoppelung. Und während für immer weitere Aufrüstung Geld da sein soll, fehlt es anderswo an allen Ecken und Enden:

  •  für ausreichendes Personal, das anständig bezahlt wird in Krankenhäusern und Pflegeheimen
  • für gute personelle und materielle Ausstattung von Schulen und Kitas
  • für eine angemessene finanzielle Ausstattung der Kommunen, die die meisten sozialen Einrichtungen finanzieren.

Eine Umverteilung der Mittel, weg vom Militär, hin zum Sozialen, ist dringend notwendig.

Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen.
V.i.S.d.P. Britta Munkler
stellv. Geschäftsführerin ver.di BZ Köln

Der Matrosenaufstand 1917

14. August 2017

Vor genau 100 Jahren, am 5. September 1917, wurde der Militär-Übungsplatz in Köln-Wahn Schauplatz zweier umstrittener Hinrichtungen. Hier, weit weg von der Küste, wurden die wenige Tage zuvor verhängten Todesurteile gegen zwei junge Matrosen der Kaiserlichen Marine vollstreckt. Albin Köbis und Max Reichpietsch waren Teil der Matrosenbewegung, die sich gegen die ungleiche Versorgung von Offizieren und Matrosen sowie andere Missstände auf den Schiffen zur Wehr setzte. Zugleich wollten sie mit ihrem Aufstand ein Zeichen für den Frieden setzen. Es waren insgesamt rund 600 Matrosen, die am 2. August 1917 erstmals aus Protest den Dienst verweigerten und die Schiffe eigenmächtig verließen, doch an Köbis und Reichpietsch sollte ein Exempel statuiert werden. Trotz massiver Bedenken von Marinejuristen wurde die Vollstreckung der Todesurteile durchgesetzt.
Das Friedensbildungswerk nimmt den Jahrestag zum Anlass, um mit Kooperationspartnern an den Matrosenaufstand zu erinnern.

Marinemeuterei 1917 – Filmvorführung

Fr 01.09.2017 / 18.00 – 20.15 Uhr / Weisshauskino, Luxemburger Str. 253, Köln-Klettenberg / 1 Ustd / Teilnahme kostenlos / Kurs 76-R33

Marinemeuterei 1917 ist ein deutscher Spielfilm von Hermann Kugelstadt aus dem Jahr 1969 nach einem Dokumentarspiel von Michael Mansfeld, das auf einer wahren Begebenheit beruht. Das Szenenbild stammt von Heinrich Mager.
Eine gemeinsame Veranstaltung vom Friedensbildungswerk Köln mit der SJD/Die Falken Gruppe Robert Blum. Gesponsert von der Off Kinobetriebs GmbH.

Unterstützt vom DGB Köln/Bonn.

Der Matrosenaufstand 1917 – Das Schicksal von Max Reichpietsch und Albin Köbis

Mo 04.09.2017 / 19.30 – 21.45 Uhr / 3 Ustd / Friedensbildungswerk / Preis 5 Euro / Kurs 76-R3

Christoph Regulski würdigt in seinem Buch „Lieber für die Ideale sterben, als für die sogenannte Ehre fallen“ das Schicksal der beiden jungen Matrosen und untersucht die politischen Hintergründe der deutschen Matrosenbewegung 1917. Er ist als Referent geladen.

Dr. Christoph Regulski ist promovierter Historiker und Autor, der sich als Kenner des deutschen Kaiserreichs und des 1. Weltkrieges profiliert hat.

Gedenkmarsch – 100. Todestag von Max Reichpietsch und Albin Köbis

Di 05.09.2017 / 12.00 – 14.00 Uhr / Anmeldung erforderlich !

Ablauf
12:00 Uhr Treffpunkt wird bei Anmeldung mitgeteilt
12:15 Uhr Bus-Abfahrt zur Luftwaffenkaserne Köln Wahnheide, Nordtor
13:00 Uhr Kaserne: Gemeinsamer Gedenkgang zum Friedhof und zum Gedenkstein
14:00 Uhr Abfahrt aus der Kaserne
Wichtiger Hinweis:
Schriftliche Anmeldung bis zum 28. August 2017 erforderlich:

Anmeldung mit Vor- und Nachname, Anschrift, Geburtsdatum und Personalausweis-nummer. Notwendig um das Kasernengelände betreten zu dürfen.
Die Anzahl der Plätze zur Teilnahme des Gedenkgangs zum Friedhof ist begrenzt, deshalb bitten wir um frühzeitige Anmeldung.
Anmeldung unter: fbkkoeln@t-online.de

Öffentliche Kundgebung
Di 05.09.2017 / 14:15 Uhr Max Reichpietsch-Str. 2 / Heidestraße in Köln Porz
Anschließend an die Kranzniederlegung auf dem Friedhof der Luftwaffenkaserne Porz-Wahn findet eine öffentliche Kundgebung an der Kreuzung Albin-Köbis-Straße/ Max-Reichpietsch-Straße statt.

„Feuer aus den Kesseln“
Zur Aktualität des Kampfes gegen den Krieg

Auszüge aus Ernst Tollers Stück mit anschließender Podiumsdiskussion
So 05.11. 2017 / 17.00 Uhr / Schauspielhaus, Außenspielstätte Offenbachplatz, Köln-Innenstadt / 2 Ustd / 76-R333
Auf Grundlage der Tagebücher von Hans Becker, einem der Wortführer an der Meuterei 1917 auf den Kriegsschiffen SMS Prinzregent Luitpold sowie SMS Friedrich der Große , beschreibt Ernst Toller in seinem expressionistischen Drama FEUER AUS DEN KESSELN 1930 die Gründe für die Entstehung dieser Aufstände.

Eine Zusammenarbeit vom Schauspielhaus Köln mit der SJD/ Die Falken Gruppe Robert Blum und dem Friedensbildungswerk

Matrosenaufstand 1917 Plakat

Kein Raum für Rassismus – Kein Affenfels für die AfD

11. August 2017

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Am Samstag, den 12. August, will die Kölner AfD, gemeinsam mit der AfD Rhein-Berg, ihren zentralen Wahlkampfauftakt in Bensberg veranstalten. Sie lädt zu einer öffentlichen Veranstaltung mit ihrer Bundestagskandidatin Alice Weidel u.a. ein.

Nach den Massenprotesten gegen ihren Bundesparteitag im April scheint die AfD keine Räumlichkeiten mehr in Köln zu finden. So ist sie gezwungen auf das Rathaus Bensberg – den sogenannten Affenfelsen – auszuweichen. Doch auch hier werden sie nicht ohne Protest auftreten können.

Die AfD wird ihren Wahlkampf – wie auch ihre gesamte Politik – auf dem Rücken von Flüchtlingen, Migranten, Frauen und Homosexuellen führen. Wir wehren uns dagegen, dass Rassismus, Sexismus und Homophobie dieses Forum bekommen.

Für Bergisch Gladbach rufen Mitglieder des Jugendrates Bergisch Gladbach gegen Hass und Fremdenfeindlichkeit, die Partei DIE LINKE (Rheinisch-Bergischer Kreis), das Bündnis „Liebe statt Hetze“ und Einzelpersonen verschiedener Organisationen und für Köln das Antifaschistische Aktionsbündnis – Köln gegen Rechts gemeinsam zum Protest auf.

Kundgebung vor dem Rathaus Bensberg, Samstag 12.08. ab 18h

Gemeinsame Anfahrt aus Köln: Treffpunkt 17:00 Neumarkt,
Haltestelle Linie 1, Richtung Bensberg.

https://www.facebook.com/events/1651575284883966/

Ausstellung “Der Arm der Bewegung”

15. Juni 2017

Die Ausstellung „Der Arm der Bewegung“ der VVN-BdA ist auch bei der Kölner Kreisvereinigung ausleihbar! Anfragen gerne über das Kontaktformular.

Die Ausstellung kann online hier angesehen werden.

ArmderBewegung

Der Text zur Ausstellung:

Die AfD als Partei der Bewegung
„Fundamentaloppositonelle Bewegungsfraktion“ – mit diesem von Björn Höcke geprägten Wortungetüm ist der zentrale innere Widerspruch der „Alternative für Deutschland“ und mit ihr des ganzen völkisch-nationalistischen Milieus zum Ausdruck gebracht worden. Man will beides zugleich sein: Teil des parlamentarischen Systems mit allen seinen Möglichkeiten, gleichzeitig die Partei eben gegen dieses System.
Das Gründungspersonal der AfD um Bernd Lucke wollte 2013 um alles in der Welt verhindern, dass ihre neue Partei als „NPD light“, neofaschistisch oder „rechtsextrem“ gilt. Die historische Schuld des deutschen Faschismus und die Erinnerung an seine unfassbaren Verbrechen sind bis heute ein wesentliches Hindernis dafür, sich „ganz frei“ zu Nationalismus, Autoritarismus und Rassismus bekennen zu können.
Das extrem rechte Wählerpotential von 15% bis 20 % – in immer neuen Untersuchungen seit Anfang der 1980er Jahre belegt – zeigt sich mit den sich bereits verfestigenden AfD-Wahlerfolgen der letzten Jahre in nie dagewesener Deutlichkeit.
Extrem rechts sein zu wollen, aber nicht als solches zu gelten, das war mit dem herbeiströmenden Parteivolk nicht auf Dauer zu machen. Auf Bernd Lucke folgte Frauke Petry, die im Pakt mit noch weiter rechts stehenden Funktionären 2015 dafür sorgte, dass sich die AfD bis zur Kenntlichkeit zu verändern begann.
2017 sorgten die von Petry gerufenen Geister um Höcke und Gauland dafür, dass Deutschland das bekommt, was in vielen europäischen Ländern bereits Alltag ist. Und doch ist etwas anders als in den Niederlanden oder Dänemark. Deutschland ist nicht nur das Land der historischen Haupttäter, sondern heute ökonomisch, politisch und in Zukunft vielleicht auch militärisch die führende Macht Europas. Die Vorstellung, dass dieses Deutschland von einer AfD mitregiert werden könnte, ist unerträglich.
Verantwortung zu übernehmen heißt deshalb nicht, noch mehr deutsches Militär in alle Richtungen des Globus zu senden, sondern hier bei uns den Aufstieg der AfD in ihrer immer deutlicheren völkisch-nationalistischen Form zu behindern und zu verhindern.
Die Ausstellung „Der Arm der Bewegung“ beschreibt und kritisiert die sich aus den Widersprüchen der AfD ergebende Dynamik und insbesondere die Beziehungen der Partei, ihrer Funktionäre und Mitglieder in eine breite völkische Bewegung in Deutschland.“

Weitere Informationen unter: http://vvn-bda.de/ausstellung-der-arm-der-bewegung/

Ausstellung: „Der Arm der Bewegung – Die Alternative für Deutschland“ vom 8.- 12.Mai an der Humanwissenschaftlichen Fakultät.

6. Mai 2017

Deutschland und Europa werden durch eine Welle von Wahlerfolgen rechtspopulistischer und extrem rechter politischer Parteien erschüttert. In Deutschland ist die „Alternative für Deutschland (AfD)“ dabei, Rassismus und Nationalismus gesellschafsfähig zu machen.

Unter dem Titel „Der Arm der Bewegung – Die ‚Alternative für Deutschland'“ zeigt die Wanderausstellung die Verflechtungen der AfD in das extrem rechte politische Milieu auf. Der Grundgedanke der Ausstellung besteht darin, die AfD nicht als isoliertes Phänomen, sondern in ihrem Beziehungsgeflecht darzustellen und zu kritisieren. Denn originell ist schließlich nichts an ihr. Im Gegenteil ist sie zugleich Produkt und Motor einer breiten völkisch-nationalistischen Bewegung, die sich wiederum in Form von Straßenmobilisierungen, Zeitschriften, Online-Medien usw. zeigt.

Die gegenwärtige Parteiführung profitiert zwar z.B. von Pegida, will aber gleichzeitig mit dieser nicht völlig gleichgesetzt werden. Ganz anders der aufstrebende Flügel um Björn Höcke, der die AfD explizit als „Bewegungspartei“ weiterentwickeln möchte. Hierin besteht die wesentliche innere Spannung der Partei, deren Auswirkungen noch nicht absehbar sind.
Die Ausstellung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) wird vom 8.-12.5. in der Humanwissenschaftlichen Fakultät (Gronewaldstr. 2) vom STAVV präsentiert.

11. Mai: „Russland: Guter Nachbar, böser Nachbar?“

2. Mai 2017

Donnerstag, 11. Mai
Russland: Guter Nachbar, böser Nachbar?

Auf dem Podium:
Tamara Timmermann (Politologin Moskau/Köln);
Dr. Wolfgng Uellenberg-van Dawen (Historiker);
Jürgen Wagner (Informationsstelle Militarisierung ,Tübingen)

19 Uhr
VHS-Forum
Cäcilienstr. (im Rautenstrauch-Joest-Museum)

Es laden ein: Friedensbildungswerk Köln, Kölner Friedensforum, Städtepartnerschaftsverein Köln-Wolgograd, ver.di Bezirk Köln, Volkshochschule Köln

11. Mai: „Ursachen und Folgen wachsender Armut in Deutschland“

2. Mai 2017

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Donnerstag, 11. Mai
„Ursachen und Folgen wachsender Armut in Deutschland – welche Alternativen stellen sich?“
Vortrag und Diskussion mit Professor Dr. Christoph Butterwegge

Veranstalter: ver.di Bezirk Köln und ver.di AK Antifaschismus – Antidiskriminierung

18 Uhr
Großer Saal, DGB-Haus
Hans-Böckler-Platz 1

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