Erst beten, dann töten Nato – Soldatengottesdienst im Dom zu Köln

13. Januar 2014

Am Donnerstag, den 23. Januar 2014

findet im Kölner Dom wieder der jährliche Soldatengottesdienst von Kardinal Meisner für ca. 1500 Soldaten statt.

Protestierende treffen sich ab 8 Uhr 30 bis ca. 12 Uhr vor dem Dom am Blau-Gold-Haus.
Für die Demo liegt eine Genehmigung vor, und ein Flugblatt findet ihr im Anhang als PDF- Datei.

Bitte kommt zahlreich!!

Aufruf pdf

Die Ideen von 1914 – Arthur Moeller van den Bruck als Vorläufer des Nationalsozialismus und Ahnherr der neuen Rechten.

13. Januar 2014

Donnerstag, 6. Februar 2014

Vortrag von Volker Weiß.

Veranstalter: NS-Dok in Zusammenarbeit mit VHS Köln, Eintritt: frei, Forum VHS im Rautenstrauch-Joest-Museum, 19.30 Uhr

Wie kaum ein anderer stand der deutsche Kulturkritiker Arthur Moeller van den Bruck (1876–1925) für eine „alternative Moderne von rechts“, die sich jenseits einer liberal-fortschrittlichen Demokratisierung entwickelte. Dr. Volker Weiß (Hamburg) widmet sich dem Leben und Werk dieses Schriftstellers, der Autoren wie Oswald Spengler, Hans Grimm und Carl Schmitt beeinflusste und bereits früh an der Legende um die „Idee von 1914“ mitwirkte.

Zwei Jahre nach dem Auffliegen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“

13. Januar 2014

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Dienstag, 28. Januar 2014

Eine Bestandsaufnahme anlässlich des Münchner NSU-Prozesses.

19 Uhr, Kulturbunker Mülheim, Berliner Str. 20

Die Referent_innen sind Mitarbeiter_innen des apabiz –Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin e.V.

Das apabiz betreibt mit anderen den blog nsu-watch.info und setzt sich für eine unabhängige Prozessbeobachtung ein.

Eine Veranstaltung des Jugendclub Courage Köln e.V. in Kooperation mit dem Antirassistischen Bildungsforum Rheinland und weiteren Kooperationspartnern.

ERINNERUNG – Eine Brücke in die Zukunft

13. Januar 2014

Montag, 27. Januar 2014

Gedenkstunde für die Opfer Nationalsozialismus.

18:00 Uhr, AntoniterCityKirche, Schildergasse.

Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung (ca. 19:30 Uhr) findet ein Mahngang zum Denkmal für die Opfer der NS-Militärjustiz am Appellhofplatz statt.

Erinnern - Eine Brücke in die Zukunft

Die „Alternative für Deutschland“ eine rechtspopulistische Partei?

13. Januar 2014

Donnerstag, 23. Januar 2014

Diskussion, Referent: Alexander Häusler [Arbeitsstelle Neonazismus der Fachhochschule Düsseldorf],

18:00 Uhr, DGB-Haus, Hans-Böckler-Platz 1, Großer Sitzungssaal.

Am 25. Mai 2014 wird gewählt: Die Abgeordneten des Europaparlaments und die der Kommunalparlamente in NRW. Die sogenannte „Alternative für Deutschland“ gibt sich Europa-kritisch, deutschtümelnd, nationalistisch. Welche Gefahren gehen von dieser neuen Gruppierung aus? Wie ernst müssen wir diesen „Extremismus der Mitte“ nehmen? Alexander Häusler hat hierzu eine Studie erstellt. Veranstalter: ver.di Arbeitskreis Antifaschismus und Antidiskriminierung, ELDE-Haus Verein

Der Teufel in Frankreich: Die Gedenkstätte Les Milles

13. Januar 2014

Ein Besuch im einzig erhaltenen großen Internierungs-,

Transit- + Deportationslager Frankreichs

Das diesjährige Jahresabschlusstreffen war wieder gut besucht. Auf dem Programm stand ein Vortrag von Claudia Wörmann-Adam über die Situation der deutschen Emigranten in Südfrankreich während der Nazizeit und ihren Besuch in der Gedenkstätte Les Milles, wo viele der deutschen Künstler und Schriftsteller damals interniert waren. Hier ein  Artikel von Claudia zu ihren Besuchen dort.

Als ich Ende der 70er Jahre Lion Feuchtwangers Buch „Der Teufel in Frankreich“ das erste Mal las, wollte ich sofort den Ort sehen, den er so eindrücklich beschrieben hatte: Die alte Ziegelei von Les Milles, ursprünglich ein kleiner Ort, jetzt  ein Stadtteil von Aix en Provence. Im nächsten Urlaub war ich da. Die Ziegelei, ein sehr großes monumentales Gebäude, ist nicht zu übersehen. Allein damals gab es keinen Hinweis auf die unrühmliche Geschichte der Ziegelei. Ich sprach Arbeiter an, die ihre Mittagspause machten und fragte nach einem Saal, von dem ich gelesen hatte, mit Wandmalereien. Den Arbeitern sah man an, dass sie dachten „die spinnt“ aber man schickte mich zur Verwaltung und dort erhielt ich freundlicherweise einen Schlüssel und die Wegbeschreibung und konnte den von ehemaligen internierten Künstlern bemalten Saal in Augenschein nehmen.

In den Folgejahren beobachtete ich erste Aktivitäten, um  an die Geschichte von Les Milles zu erinnern. Dazu muss man wissen, dass das Nachkriegsfrankreich große Mühe hatte und hat, sich dem unliebsamen, unehrenhaften Teil seiner Geschichte zu stellen, der der Kollaboration mit Nazideutschland.

Anfang der 80er Jahre wurde bekannt, dass der Saal mit den Wandmalereien zerstört werden sollte, daraufhin mobilisierten ehemalige Deportierte und Widerstandskämpfer Aktionen zum Erhalt des Saales. In der Folgezeit gründete sich ein Komitee zur Schaffung eines Museums. 1992 wurde ein Mahnmal installiert: Ein Eisenbahnwaggon, wie er zur Deportation von über 2.000 jüdischen Männern, Frauen und Kindern von les Milles nach Auschwitz benutzt wurde.

Les Milles wurde 1939 zunächst als Internierungslager für „feindliche Subjekte“, dann Transitlager für „Unerwünschte“ und zuletzt als Deportationslager für Menschen jüdischer Herkunft genutzt.

Les Milles ist eng mit der Geschichte des deutschsprachigen Exils verbunden: bedeutende Intellektuelle und Künstler waren dort interniert: Lion Feuchtwanger, Alfred Kantorowicz, Friedrich Wolf, der Dichter Walter Hasenclever aus Aachen, der die Künstler Max Ernst aus Brühl und Anton Räderscheidt  aus Köln, um nur einige zu nennen. Die Aufenthaltsbedingungen im Lager waren unbeschreiblich, das Gebäude, das ja eine Ziegelei war, eignete sich überhaupt nicht für den Aufenthalt von zeitweise bis zu 2.000 Personen, es war dreckig, staubig, die sanitären Verhältnisse unbeschreiblich.

Im letzten Jahr wurde Les Milles nach langen Jahren des Umbaus endlich Gedenkstätte. Im Juli besuchte ich erstmals die umgebaute Ziegelei. Es hat mich sehr beeindruckt! Man sieht die ehemaligen Lagerstätten, beeindruckende historische Dokumente, wie die Menschen dort gelebt aber auch Kunst betrieben haben.

Les Milles ist aber nicht nur Gedenk- und Dokumentationsstätte, sondern richtet sich vor allem an neue Generationen. Es wird der Zusammenhang aufgezeigt zwischen der Geschichte der Shoah und anderen Völkermorden: jenen an den Armeniern, Sinti und Roma und in der Neuzeit an den Tutsi.

Es gibt breite pädagogische Angebote, Filme, Ausstellungen. Es werden unterschiedliche Formen des Widerstandes gezeigt und ermuntert über eigene Formen von Widerstand nachzudenken. Besonders beeindruckt hat mich ein Plakat, auf dem ein Arbeiter der Werft Blohm & Voss in Hamburg auf einer Nazikundgebung gezeigt wird, der als einziger nicht den Arm zum Hitlergruß gehoben hat. Dafür steht die Parole „chacun peut réagir – chacun peut résister – chacun à sa manière“: jeder kann reagieren – jeder kann widerstehen jeder auf seine Art.

Ein Besuch von Les Milles ist unbedingt zu empfehlen.

Ausschnitt

Finale: Köln im Herbst und Winter 1944

13. Januar 2014

2014 gedenken wir der Menschen, die in Köln Ende 1944 dem zunehmenden Terror der Gestapo ausgesetzt waren. Brutale Haftbedingungen und Folterungen, Hinrichtungen ohne Gerichtsurteil bestimmten die letzten Monate vor der Kapitulation der Nazis.

Aufgrund seiner geografischen Lage, als Verkehrsknotenpunkt und wegen zahlreicher kriegswichtiger Industriebetriebe war Köln im Krieg eine besonders gefährdete Region. Bis zum 31. Juli 1944 hatte es bereits 188 Luftangriffe der Alliierten gegeben. Auch für die Nazis war Köln eine wichtige Stadt, die sie keinesfalls preisgeben wollten.

Köln war Ende 1944 eine Trümmerwüste. Die Infrastruktur, Gas, Wasser, Licht Telefonnetz und Verkehrsverbindungen war über Monate komplett zusammengebrochen, Wohnungen zerstört, ebenso Straßen und Brücken. Lebensmittel waren rationiert, die Bevölkerung weitgehend aus der Frontstadt evakuiert. Doch die in der Stadt verbliebene Bevölkerung rebellierte nicht, die Arbeiterinnen und Arbeiter der Betriebe sabotierten nicht die Kriegsproduktion. Nur einzelne Gruppen und spontane Initiativen organisierten Widerstand und befassten sich mit der Frage, wie es in Köln nach der zu erwartenden Niederlage der NS-Herrschaft weitergehen könnte.

In Reaktion auf den 20. Juli 1944 löste das Reichssicherheits-Hauptamt am 22. August 1944 in ganz Deutschland eine umfassende Verfolgungsaktion „Gewitter“ aus, in deren Verlauf viele ehemalige Mitglieder, Sympathisanten und Funktionäre nahezu aller Parteien der Weimarer Republik verhaftet und auch viele Familienangehörige politischer Gegner als Sippenhäftlinge festgenommen wurden.

Es formierte sich die Kölner Gruppe des „Nationalkomitees Freies Deutschland“, in der 250 Personen unterschiedlicher politischer Herkunft mitarbeiteten. Zuvor bürgerliche Kreise initiierten spontane Aufklärungsaktionen. Jugendliche desertierten vom Westwall, wo sie zum Schanzen eingesetzt waren. Soldaten kehrten nicht mehr aus dem Heimaturlaub an die Front zurück. Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen leisteten Sabotage oder verließen ihre Arbeitsplätze und gingen in den Untergrund der Ruinen und Keller. In Ehrenfeld trafen sie auf jugendliche Edelweißpiraten, die sich keinen Zwängen mehr beugen wollten. Es kam zu Erschießungen einzelner Nazifunktionäre, zu Plünderungen und Diebstählen, um die Untergetauchten mit Lebensmitteln zu versorgen. Die Gestapo schlug mit Wucht zurück, witterte überall kommunistische Verschwörungen. Zwei öffentliche Hinrichtungen in Ehrenfeld belegen ihre Absicht zur demonstrativen und sofortigen Auslöschung aller, die Widerstand leisteten.

Indem wir die Ereignisse und Persönlichkeiten dieser mörderischen Monate des NS-Terrors 1944 in Köln nachzeichnen, wollen wir an die Menschen erinnern, die sich voller Hoffnung dem Naziterror entgegenstellten, an alle Opfer, aus welchen Gründen sie auch verfolgt, erniedrigt und ermordet wurden.

Der Schwur der Überlebenden des KZ Buchenwald: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung, der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“ hat auch heute nichts an Aktualität verloren. Wir sind aufgefordert, einen Beitrag zu leisten, dass Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Glauben, ihren Lebensumständen gewaltfrei, anerkannt und ökonomisch abgesichert in Köln leben können. Das gilt auch für die, die zu uns kommen, weil sie in ihrer Heimat Hunger und Krieg ausgesetzt sind.

Erinnern - Eine Brücke in die Zukunft
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Gedenkveranstaltung am 10. November in Ehrenfeld

27. Oktober 2013

Am 10. November jährt sich zum 69. Mal der Tag, an dem an der Bartholomäus-Schink-Straße, der ehemaligen Hüttenstraße, 13 Menschen, darunter einige Ehrenfelder Edelweißpiraten, ohne Gerichtsurteil und öffentlich vor über 400 Zuschauern von Helfern des NS-Regimes exekutiert wurden. Zugleich soll der Pogromnacht am 9. November 1938 und der Ermordung von 11 Zwangsarbeitern am 25. Oktober 1944 gedacht werden.

Treffpunkt Körnerstraße in Ehrenfeld (an der ehemaligen Synagoge), 18 Uhr

Ab 19 Uhr Beginn der Gedenkveranstaltung an der Bartholomäus-Schink-Straße/Ecke Schönsteinstraße vor der Gedenktafel

Jahresabschlusstreffen 2013

27. Oktober 2013

Für den 7. Dezember 2013 möchten wir wieder alle Mitglieder und Freunde zu einem gemütlichen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen und auch Herzhaftem einladen.

Ab 15 Uhr im Bürgerzentrum Nippes, Turmstraße 3

Im kulturellen Teil wird es auch in diesem Jahr einen Vortrag von Claudia Wörmann-Adam geben unter dem Titel:

Vom Paradies in die Hölle – Deutschsprachige Intellektuelle im südfranzösischen Exil

Les Milles

Les Milles

Die Provence und hier speziell das idyllische Sanary sur mer wurde zur vorübergehenden Heimat vieler deutschsprachiger Intellektueller und Künstler, die in der Nazizeit emigrieren mussten: Heinrich und Thomas Mann mit ihren Familien, Lion und Martha Feuchtwanger, Franz Werfel, Walter Mehring, Friedrich Wolf, Max Ernst, um nur einige wenige zu nennen. Das „Paradies“ (Zitat Ludwig Marcuse) war nur vorübergehend. Viele von den Emigrant/innen fanden sich später in der „Hölle“ (Zitat L. Feuchtwanger) von Les Milles einem Internierungslager bei Aix en Provence wieder. Diesem bedeutenden Teil der Exilgeschichte ist der Vortrag gewidmet

Euer Kreisvorstand

Nach der Wahl ist vor der Wahl

geschrieben von (hma)

27. Oktober 2013

Daß die neofaschistische NPD bei der Bundestagswahl am 22.September in Köln 4942 Erststimmen und damit 0,95% erzielte, ist überraschend. Überraschend, weil die Kölner NPD seit Jahren kaum aktiv ist. Auch Wahlplakate der NPD waren eher die Ausnahme. In einzelnen Stimmbezirken u.a. im Kölner Osten gab es gar Erststimmenergebnisse der NPD von um die 2%. Zweitstimmen erhielt die NPD in Köln etwa ein Drittel weniger. Mit 0,64 % und immerhin noch 3331 Stimmen blieb die NPD in Köln hinter ihrem NRW-Ergebnis von 1 %.

Mit lediglich 59 Stimmen zeigt die rechts von der NPD gegründete Partei „Die Rechte“, dass sie in Köln noch keine Verankerung besitzt. Auch für die sog. „Republikaner“, die nur mit wenigen Wahlplakaten vertreten waren, dürfte ein Zweitstimmenergebnis von lediglich 0,1 % und 495 Wählern eines der schlechtesten bislang gewesen sein.

Der Traum von „Pro Deutschland“, von dem hohen Ergebnis von „Pro Köln“ bei der letzten Kommunalwahl profitieren zu können, dürfte mit 0,27 % und 1387 Zweitstimmen erst einmal ausgeträumt sein. Ohne Unterstützung von „Pro Köln“ und mit drei lächerlichen Mini-Wahlkundgebungen in der Stadt stand „Pro Deutschland“ von vorneherein auf verlorenem Posten.

Ganz anders die sog. „Alternative für Deutschland“ (AfD). Mit 18387 Zweitstimmen und 3,54 % blieb die AfD in Köln zwar unter ihrem NRW-Ergebnis von 3,9 %, aber für einen Einzug ins Europarlament im kommenden Jahr dürfte dieses Ergebnis reichen. Ihre höchsten Zweitstimmenergebnisse erzielte die AfD in den Kölner Bezirken Porz (4,8 %), Kalk und Mülheim (jeweils 4 %). Im Bezirk Porz, wo die AfD während des Wahlkampfes recht aktiv war, erhielt die AfD ihre höchsten Ergebnisse in Wahn und Grengel (jeweils 6,2%) sowie in Lind (5,9%). Im Bezirk Kalk hatte die AfD mit 4,5% ihr bestes Ergebnis in Humboldt/Gremberg. Hier verfügt auch „Pro Köln“ immer über ein starkes Wählerpotential. Im Bezirk Mülheim erzielte die AfD ihre besten Ergebnisse in Holweide (4,9%) und Stammheim (4,5%). Im Bezirk Chorweiler ragt Merkenich mit einem AfD-Ergebnis von 5,4 % heraus.

In Köln fand übrigens einen Tag vor der Wahl die Schlusskundgebung der AfD in NRW statt. Auf dem gutbesuchten Alter Markt hatten sich zahlreiche Mitglieder und Sympathisanten der AfD eingefunden.

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