Gedenkveranstaltung anlässlich der Pogromnacht vom 9. November 1938 und der Ehrenfelder Edelweißpiraten

1. November 2015

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Einladung
zu einem Schweigemarsch mit anschließender Gedenkveranstaltung anlässlich der Pogromnacht vom 9. November 1938, der Ermordung der elf Zwangsarbeiter am 25. Oktober 1944 und der Ehrenfelder Edelweißpiraten und anderer Widerstandskämpfer am 10. November 1944.

edelweisspiraten
Am 10. November 2015 jährt sich zum 71. Mal der Tag, an dem in der ehemaligen Hüttenstraße, jetzt Bartholomäus-Schink-Straße,
13 Menschen, unter ihnen auch Edelweißpiraten, ohne Gerichtsurteil öffentlich vor Hunderten von Zuschauern durch den Strang exekutiert wurden.
Vorher, am 25. Oktober 1944, ermordete die Gestapo am selben Ort 11 Zwangsarbeiter, deren Tod nicht vergessen werden darf.

Wir möchten Sie daher zu einem Schweigemarsch mit anschließender Gedenkveranstaltung für Dienstag, 10. November 2015, 18 Uhr:
Treffpunkt Körnerstraße in Ehrenfeld,
wo früher die Synagoge stand,
die in der Pogromnacht vor 77 Jahren geschändet wurde,
recht herzlich einladen.

Beginn der Gedenkveranstaltung vor dem Mahnmal
Bartholomäus-Schink-Straße / Venloer Straße: ca. 19 Uhr

Josef Wirges
Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Ehrenfeld der Stadt Köln
Rolly Brings & Bänd & Gäste

Nazi-Hools, Verfassungsschutz und der NSU – Antirassistische Perspektiven auf eine unheuílige Allianz

26. Oktober 2015

Mittwoch, 18. 11. 2015, 20 Uhr, Ate Feuerwache, Großes Forum,
Melchiorstraße 3, Köln

In der Probsteigasse geht eine Bombe hoch, in der Keupstraße explodiert
eine Nagelbombe, bei HoGeSa marschieren 4.000 Nazis durch Köln. In
allen drei Szenarios drängt sich die Frage nach dem hintergründigen
Agieren staatlicher Ämter auf. Das Wissen um die Zusammenhänge
zwischen neonazistischen Aktivitäten und insti¬tutionellem Rassismus,
das sowohl Betroffene rassistischer Gewalt als auch antirassistische
Gruppen beständig äußern, wird dabei immer noch an den Rand
gedrängt.

Das Kölner Plenum zur Vorbereitung des Tribunals „NSU¬-Komplex
auflösen“, lädt zu einer Input-Veranstaltung mit anschließender
Diskussion ein. Dabei wollen wir über die
gesellschaftlich-institutionellen Zusammenhänge rassistischer
Übergriffe in Köln und über die Perspektiven gemeinsamer
antirassistischer Interventionen diskutieren.

– Die Hintergründe des VS in Nordrhein¬-Westfalen beleuchtet Heike
Kleffner (Journalistin und Expertin für neonazistische Aktivitäten)
– Über die Erfahrungen von rassistischen Ermittlungen berichtet ein
Betroffener des Nagelbombenanschlags in der Keupstraße (angefragt)
– Das HoGeSa¬Netzwerk, die Rolle von Roland Sokol und
antifaschistische Perspektiven in Köln diskutiert ein*e Vertreter*in
von AKKU (angefragt)

Eine Veranstaltung des Kölner Forums zur Vorbereitung des Tribunals
„NSU¬-Komplex auflösen“, koeln@nsu-tribunal.de

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Elser – Er hätte die Welt verändert

geschrieben von ver.di Bezirk Köln

26. Oktober 2015

»Irgendjemand muss den Wahnsinn doch aufhalten.
Man kann nicht warten bis es zu spät ist. Es muss sein.«

Georg Elser

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Georg Elser platzierte Ende am 8. November 1939 eine selbstgebaute Bombe im Münchener Hofbräuhaus. Sie explodierte, aber Hitler war dreizehn Minuten vorher gegangen und überlebte.

Der Film bemüht sich um größte Authentizität und vermeidet Klischeeaufnahmen über die NS-Zeit, die man schon so oft gesehen hat. In zermürbenden Verhören soll der Schreiner von der Schwäbischen Alb dazu gebracht werden, seine Hintermänner zu nennen. Denn insbesondere für Hitler ist klar, dass es sich keineswegs um die Tat eines Einzeltäters handeln kann. Was würde Georg Elser, der für das Attentat am 9.April 1945 hingerichtet wurde, über das heutige Deutschland sagen? Was würde er tun angesichts grassierender rassistischer Überfälle auf Flüchtlingsunterkünfte und angesichts von über 8.100 rechtsextremer Straftaten in den ersten acht Monaten diesen Jahres, davon mehr als 500 Gewalttaten mit 400 Verletzten.

Diskussion mit:
Fred Breinersdorfer Produzent und Drehbuchautor des Films »Elser – Er hätte die Welt verändert«

Im Anschluss an die Diskussion zeigen wir den Film.
Fred Breinersdorfer ist ver.di-Mitglied und war einige Jahre Vorsitzender des Verbands Deutscher Schriftsteller (VS) in ver.di.

Montag 9. November um 18 h im Filmhauskino, Maybachstraße 111, 50670 Köln
Eintritt für ver.di Mitglieder kostenlos

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Wir kuschen nicht vor gewalttätigen Hooligans und Neonazis. Das demokratische Köln steht auf und hält dagegen!

23. Oktober 2015

Aufgrund der noch zu erwartenden gerichtlichen Entscheidungen zum Versammlungsort der HOGESA-Hooligans möchten wir folgendes mitteilen:

Am Sonntag, 25. Oktober 2015, dürfen nach Gerichtsbeschlüssen die Hooligans und Neonazis – trotz der drohenden Gewaltexzesse 2014, die sie in diesem Jahr noch „toppen“ wollen – leider ihre Kundgebung abhalten, wenn sie auch nicht durch die Stadt marschieren und Hass, Gewalt und Angst verbreiten können. Aber allein ihre Anwesenheit ist für uns ALLE in Köln eine Provokation.

Wir alle treffen uns am Sonntag, 25.10 um 12 Uhr zur Auftaktkundgebung auf dem Heumarkt und werden dann in einem Demonstrationszug zu unserer Abschlusskundgebung ziehen. Dies wird entweder in Deutz oder am Hansaring/Eigelstein sein.

Der versuchte Mordanschlag auf Frau Reker, wie 461 Anschläge auf Flüchtlings-Unterkünfte zeigen ein bedrohliches Ausmaß an Gewalt und Gewaltbereitschaft, die das Klima in unserem Land vergiften und unsere Gesellschaft vor eine gefährliche Zerreißprobe stellt. „AG Arsch huh“ und „Köln stellt sich quer“ wünschen ihr und den Verletzten aus ihrem Team schnelle und vollständige Genesung und eine nachhaltige Erholung ihres Anschlag-Traumas!

Nicht nur die Politik ist gefordert, die durch die Flüchtlingsströme aus Kriegs- und Krisengebieten vor ungeheuren Herausforderungen steht. Auch die Zivilgesellschaft, WIR, sind gefordert.

Indem wir erneut ein Zeichen setzten:

Gegen Fremdenhass, Ausländerfeindlichkeit und rechtsextreme Gewalt und für Demokratie, Toleranz und Humanität.

Kommt am Sonntag massenhaft zu unseren Kundgebungen, zur Demo und zum Birlikte-Kulturfest.

Sonntag, 25. Oktober 2015, 12 Uhr Kundgebung Heumarkt

Anschließende Demonstration zum Kulturfest „Birlikte“ – je nach Einigung mit Polizei und Bündnis-Absprachen

Alle aktuelle Informationen immer unter:

Facebook – Köln stellt sich quer

(https://www.facebook.com/Köln-stellt-sich-quer-606158276180923/)

Facebook – Arsch huh, Zäng ussenander (https://www.facebook.com/Arschhuh?fref=ts)

Zum Kulturfest:

Facebook – Bilrikte.Zusammen (https://www.facebook.com/Birlikte.Zusammen)

Pressekontakt : Brigitta von Bülow 017622159725

Für das Bündnis Köln stellt sich quer

DGB Köln-Bonn, Andreas Kossiski

Versagen mit System – Der Verfassungsschutz Geschichte – Aufgaben – Praxis

20. Oktober 2015

So wenig wie Zitronenfalter Zitronen falten, so wenig schützt der Verfassungsschutz die Verfassung.

Versagen mit System
Der Verfassungsschutz Geschichte – Aufgaben – Praxis

Schon der Name führt in die Irre: die Behörde ist ein Geheimdienst und keine Schutzorganisation und verfolgt ihre Ziele auch mit extralegalen Mitteln.

Die Veranstaltungen werfen Schlaglichter auf die jahrzehntelange Verzahnung des VS mit Neonazigruppen, seine Unterstützung des institutionellen Rassismus und das „Versagen“ bei der Enttarnung der Neonazistischen Terrorgruppe NSU. Ein „Versagen“, das mit Beförderungen und mehr Kompetenzen belohnt wird, statt die Behörde zu schließen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Im Rahmen der Veranstaltungen wird die Ausstellung „Versagen mit System“ gezeigt, die eindrucksvoll die Skandalgeschichte des Verfassungsschutzes dokumentiert.

Ausstellung
23.10. – 24.10. VHS Mülheim im Bezirksrathaus, Wiener Platz 2a
26.10. – 29.10. von 16 – 20 Uhr täglich in der Lutherkirche Südstadt, Martin-Luther-Platz/ Volksgartenstr

Veranstaltungen
Freitag, 23.Oktober 2015, 19.00 Uhr – Verfassungsschutz – Neonazis – NSU
Veranstaltung mit Andreas Förster, Journalist und Herausgeben des Buches „Geheimsache NSU“ in der VHS Köln-Mülheim im Bezirksrathaus, Wiener Platz 3a

Mittwoch, 28.Oktober 2015, 19.00 Uhr – Verfassungschutz abschaffen?!
Lutherkirche, Martin-Luther-Platz/Volksgartenstr., Köln Süd
Veranstaltung mit Heiner Busch, Redakteur Cilip/Bürgerrechte & Polizei, Vorstandsmitglied Komitee für Grundrechte und Demokratie

Die Film – Dokumentation „V-Mann-Land“ – Spitzel im Staatsauftrag – von K. und C. Riha mit anschließender Diskussion wird am 4. November 2015 um 19.00 Uhr, Jugendzentrum Northside, Netzstr. 4, Köln-Chorweiler gezeigt

Kein Comeback von HoGeSa!

18. Oktober 2015

Gemeinsam am 25.Oktober gegen HOGESA!

Das Verwaltungsgericht Köln die Verbotsverfügung der Polizei gegen die für den 25. Oktober geplante Neuauflage der Hogesa-Gewaltexzesse nur teilweise bestätigt: Die Faschisten dürfen zwar nicht marschieren aber eine Kundgebung abhalten und dort ihre menschenfeindlichen Sprüche klopfen. Dem Gericht gilt die rechte Hetze offenbar als unschöne aber normale Meinungsäußerung, die zu tolerieren ist und nicht als Saat von Gewalt und Terror. Die VVN-BdA Köln empfindet das als Skandal. Wir sind gespannt, ob dieses Urteil vor der höheren Instanz Bestand haben wird.

Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens sind alle diejenigen, die gegen rassistische Hetze und rechten Terror ein Zeichen setzen wollen, aufgefordert, am Sonntag, dem 25. Oktober gemeinsam gegen Rechts auf die Straße zu gehen und laut und bunt ein Zeichen zu setzen. Dazu rufen viele unterschiedliche Gruppen und Personen auf. Ihr findet/Sie finden die Aufrufe unter diesen Links:

www.keinveedelfuerrassismus.de

www.facebook.com/Köln-stellt-sich-quer

Beide Aufufe und Aktionen stehen nicht gegeneinander sondern ergänzen sich – als antifaschistische Organisation unterstützen wir sie natürlich und beteiligen uns aktiv daran. Wir treffen uns am 25.10. um 12.00 Uhr an der Kirche St. Kunibert, die sowohl vom Ebertplatz als auch vom Breslauer Platz aus gut zu erreichen ist. Wir bitten Sie/Euch alle, ebenfalls an den Protesten teilzunehmen – wir dürfen den rechten Menschenfeinden nicht die Straße überlassen (und zwar weder für eine Demonstration noch für eine Kundgebung).

Children of Hayastan – Armenische Filme 1915 – 2015

22. September 2015

10. bis 16. November 2015

Children of Hayastan – Armenische Filme 1915 – 2015

Ein Jahrhundert nach dem Völkermord zeigt die Retrospektive filmische Zeugnisse von armenischem Leben und Überleben. Filme aus: Armenien, Türkei, Kanada, Deutschland, Iran, Libanon, Schweden, UdSSR, Argentinien, Frankreich. Rahmenprogramm mit Lesungen und Konzerten.

Ort: Filmclub 813 / Filmforum NRW / Filmhauskino | Förderer: Bundeszentrale für Politische Bildung | Veranstalter: Allerweltskino e.V. |

Website: www.children-of-hayastan.com

August Sanders unbeugsamer Sohn

22. September 2015

Ab 23. Okt. 2015:
Ausstellung: August Sanders unbeugsamer Sohn. Erich Sander als Häftling und Gefängnisfotograf im Zuchthaus Siegburg 1935-1944

Fast zehn Jahre saß Erich Sander, der Sohn des berühmten Kölner Fotografen August Sander, als Häftling in der Strafanstalt in Siegburg ein. 1935 war er wegen Vorbereitung zum Hochverrat (Widerstand gegen das NS-Regime) zu einer Haftstrafe von zehn Jahren verurteilt worden. Am 23. März 1944 starb Erich Sander in der Haft. Erich Sander dokumentierte als Gefängnisfotograf die Situation der politischen Gefangenen in der Strafanstalt Siegburg und schmuggelte Briefe sowie Fotografien aus der Haft. Zahlreiche Fotografien von August Sander – aus dem privaten Umfeld – und die fotografischen Arbeiten von Erich Sander werden erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Bis 31. Januar 2016 im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Do. 29. Okt. 2015, 15.00 Uhr

Führung durch die Ausstellung „August Sanders unbeugsamer Sohn. Erich Sander als Häftling und Gefängnisfotograf im Zuchthaus Siegburg 1935-1944
Für: Senioren: vom Museumsdienst Köln, mit Barbara Kirschbaum, Treffpunkt: Foyer des NS-Dokumentationszentrums, Teilnahme: kostenlos

Germany and the Secret Genocide

22. September 2015

Donnerstag, 15. Okt. 2015, 19.00 Uhr
Filmvorführung: „Germany and the Secret Genocide“

Dokumentarfilm USA 2003 R: J. Michael Hagopian ca. 60 min. In engl. Sprache. Mit einer kurzen Einführung.

Veranstaltung von Recherche International e.V. in Zusammenarbeit mit dem NS-DOK, dem Kulturforum Türkei Deutschland und der Integrationsagentur AWO-Mittelrhein, Preis: 4,50 Euro, ermäßigt 2,00 Euro, NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25

Beihilfe zum Völkermord. Deutschlands Rolle bei der Vernichtung der Armenier

22. September 2015

Donnerstag, 1. Okt. 2015, 19.00 Uhr

Deutschland war während des Ersten Weltkrieges enger Verbündeter des Osmanischen Reiches und mittelbar wie unmittelbar in den Völkermord an den Armeniern verwickelt. Jürgen Gottschlich schildert detailliert, wie deutsche Offiziere die Deportationen der Armenier empfahlen, Diplomaten die Vertreibung der Armenier unterstützten und führende deutsche Politiker ein Einschreiten gegen den Völkermord verhinderten.

Veranstaltung von Recherche International e.V. in Zusammenarbeit mit dem NS-DOK, dem Kulturforum Türkei Deutschland und der Integrationsagentur AWO-Mittelrhein, Preis: 4,50 Euro, ermäßigt 2,00 Euro, NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25

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