Neues vom rechten Rand
4. Januar 2026
Benedict Doege, Stadtbezirksvorsitzender der Jungen Union (JU) in Köln-Lindenthal, hatte über seine Internetseite „Gegen das Gendern“ für den 3. Oktober, dem „Tag der deutschen Einheit“, zur „patriotischen Wanderung“ am Hermannsdenkmal bei Detmold aufgerufen. Etwa 120 Personen nahmen mit zahlreichen Deutschland-Fahnen an dieser Aktion teil. Darunter Mitglieder der AfD Lippe und Personen, die mit der von einem extremen Rechten angeführten „Aktion Hermannsland“ verbunden sind. Dieser war lange bei den „Jungen Nationalisten“ (JN) aktiv. Auch die „Freischar Westfalen“ hatte die Veranstaltung im Vorfeld beworben. Veranstalter Doege, Student für Deutsch und Geschichte auf Lehramt, äußerte gegenüber der Jungen Union NRW, ihm seien keine Personen aus der extremen Rechten bekannt und es habe sich auch niemand als solcher zu erkennen gegeben. Eine wirkliche Aufarbeitung dieses Vorfalls ist dies nicht.
Während Teile des CDU-Nachwuchses sich nach rechts radikalisieren, gibt es bei den jungen Neonazis im Raum Köln-Bonn strukturelle Veränderungen. Nachdem die Deutsche Jugend Voran (DJV) keine Rolle mehr spielt, war es zuletzt die Alternative Deutsche Jugend (ADJ), die im Raum Köln-Bonn aktiv war. Die recht jungen Neonazis sind um deren Gründer und Anführer Leon S. aus Rösrath gruppiert, der sich im Internet „Lonkh“ nennt. Einige Akteure der Gruppe, die im Juli 2025 an einem AfD-Wahlkampfstand in Düren posierten, nahmen zuletzt an „Offenen Abenden“ der JN NRW teil. Mittlerweile hat sich die ADJ in Rheinfront umbenannt. Und die Burschenschaften? Die haben sich Anfang November im Hotel Schützenhof in Eitorf-Alzenbach zum „Burschentag“ der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft getroffen. An einer Podiumsdiskussion im Rahmen dieser Tagung nahm auch der AfD-Bundestagsabgeordnete Jan Nolte teil. Vertreter anderer Parteien blieben fern. hma




